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Ab sofort segeln wir Delphia 33,

Überführung ab September 2016!

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EasyBlog

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Recent blog posts

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...kommt langsam auf! Gestern habe ich kurz mit dem Segelmacher telefoniert. Er hatte bis heute noch keine Zeit, die neuen Wanten anzufertigen und die Segel zu überarbeiten. Er nimmt sich das für die Woche 14. - 21. Juni vor. Ansonsten hat er wohl ohnehin keine Zeit mehr. Das bedeutet, daß in dieser Woche auch der Mast probeweise gestellt werden muss. Somit müssen weitgehend alle anderen Arbeiten vorher erledigt sein, damit wir wieder ins Wasser können!

Also: Nix mit ausruhen von einer arbeitsreichen Woche, jetzt gehts mit Uta und Joy ab zum Boot. Uta ist ein absoluter Morgenmuffel und freut sich schon riesig ;). Später mehr!

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Leider kann ich mich gerade beruflich noch nicht so losreißen, wie es wohl sein müsste, um schnell fertig zu werden. Letztlich brauche ich aber auch das Geld, welches ich durch zusätzliche Aufträge generieren kann.

Das sieht dann so aus, daß ich in der vergangenen Woche 3 Tage mit 14 Stunden Arbeitzeit hatte und 2 mit ca. 7 Stunden. Obwohl ich ausdrücklich darum gebeten hatte, mich etwas rauszuhalten, stellt sich die Situation für kommende Woche wohl so dar, dass ich 4-5 Tage um die 13 Stunden zu arbeiten habe, eventuell einmal sogar 17h. Da gehts am Boot nicht weiter. Nach so einer Woche bin ich selbst am Wochenende nicht mehr zu motivieren, da ist die Luft raus.

Für die Woche ab dem 30.5. habe ich bereits angedeutet, beruflich nichts zusätzliches zu machen. Außerdem haben mir 2 Bekannte fest zugesagt, am Boot zu helfen. Theoretisch müsste dann einiges fertig werden!

Ich tröste mich damit, dass die Rhein-Pegelstände wohl momentan ohnehin nur Probleme bereiten würden.

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Kürzlich erhielten wir Nachricht von einem anderen Sirocco Eigner, Robert. Er segelt seit vielen Jahren ein Schwesterschiff unserer SevenSeas und konnte mir einige Unterlagen zu dem Typ zur Verfügung stellen. Für mich ist das äußerst interessant, denn über Suchmaschinen waren kaum Infos zur Werft und zur Yacht zu finden. Nun habe ich sogar einen Verkaufsprospekt, Risszeichnungen, etc...

Vielen Dank nochmal dafür!! Natürlich wollte ich die Infos auch auf dieser Seite sammeln und zur Verfügung stellen. Wer jetzt denkt, man könne bei Joomla einfach ein PDF hochladen oder verlinken irrt. Ich habe jetzt über drei Stunden gebastelt und probiert, letztlich ein Attachment-Komponent installiert und die ersten Ergebnisse könnt ihr jetzt als Anhang finden unter ---> "Über uns" --->"die SevenSeas". Alles nicht so einfach. Genau wie der ganze Versuch, so eine Reise zu starten!

Edit: Gleich noch einen Besucherzähler integriert (ab heute im footer zu finden), weil Joomla gerade so Spass macht! :-)

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Heute früh war es soweit, der Antrieb sollte raus. Mit meinem Kumpel habe ich (eigentlich eher scherzhaft) ausgemacht, dass ich um halb 8 bei ihm auf der Matte stehe, um ihn abzuholen. Für diese Arbeit war mir etwas Hilfe doch wichtig.

Um 7 habe ich dann die neue Homepage des Trans-Ocean Vereins entdeckt. Da musste ich mich natürlich erstmal registrieren und unsere Homepage anmelden. Um Punkt halb 8 klingelt dann natürlich das Handy (eher scherzhaft gemeint), wo ich denn bleiben würde...

Also ab, den Kumpel abgeholt und zum Boot. Kabel und Leitungen waren bereits los, es galt noch die Schrauben von der Saildrivedichtung und die Verbindung zum Motor zu trennen, was dann doch eine ziemliche Fummelei war.. Der Senior Chef gab uns dann eine kleine Winde, diese hängten wir an den in Position gebrachten Kran. Da der Kran nicht direkt nach oben heben konnte, sondern vom Winkel her etwas nach vorne ziehen musste, haben wir eine zweite Winde an eine Querstrebe im Achterschiff angebracht, damit der gelöste Motor uns nicht entgegenspringt und dabei irgendetwas zerstört (z.B. der Wassertank unter dem Salontisch war stark gefährdet). Mit langsamem Dichtholen der Winsch nach oben und gleichzeitigem Lösen der Winsch nach hinten hat das Ganze dann ganz gut geklappt. Punkt 12 war der Motor gelöst und lag auf dem Salonboden. Da der Seniorchef und Kranbediener gerade Mittag machte war für uns auch erstmal ein Döner und ein Bierchen angesagt.

Um kurz nach eins wurde der Motor dann herausgehoben und landete gleich im Werkstattschiff, um dort später noch etwas aufbereitet zu werden.Dann kam der beinahe schwierigere Part, der Saildrive musste herausgehoben werden. Unter größtem Kraftaufwand versuchten wir, das Teil nach oben zu heben und dabei nach hinten zu kippen, es klappte aber nicht. Um mehr Platz zu gewinnen, wurde noch der Auspuff demontiert. Obwohl wir zu zweit waren schafften wir es dann immer noch nicht, den Saildrive nach oben zu heben, zu kippen und so aus dem engen Schacht zu kriegen. Erst unter Zuhilfenahme eines weiteren Arbeiters gelang es schließlich.

Nun liegen Motor und Saildrive im Werkstattschiff und morgen gehts weiter!

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Ich spreche zwar noch kein Spanisch, aber das wird sich in nächster Zeit ändern. Nach zwei Semestern - und bestandener Zwischenprüfung in Geschichte - habe ich mich entschlossen, einen zweiten Versuch zu starten und mich beim Sprachenzentrum für den Kurs Spanisch A1 anzumelden. Das Schulspanisch hat sich leider in den letzten fünf Jahren im Nirvana aufgelöst.

Der Andrang bei diesen Sprachkursen, vor allem bei Spanisch, ist allerdings besonders groß. Es werden aber nur drei Kurse angeboten und die Teilnehmerzahl ist streng auf 25 limitiert. Die Zahl der Lernwilligen übersteigt jedoch meist die Anzahl 100. Ein Kommilitone höheren Semesters hat mir erzählt, dass es früher die Kurszuteilung per Losverfahren nicht gab. Da galt noch das Prinzip wer zuerst kommt mahlt zuerst: "Die haben dann in Scharen vor dem Sprachzentrum gezeltet, um sich früh morgens als erster anzumelden." Das ist ganz schon verrückt, hab ich in dem Moment gedacht, fast wie bei einem Popstarkonzert.

Aber dieses Mal habe ich Glück! Ich werde ausgelost und komme in meinen favorisierten Kurs. Am 13.05. fand der Unterricht dann das erste Mal statt. Die Spanischlehrerin ist gebürtige Mexikanerin. Man kann sagen was man will, aber die Hispa?os haben einfach Feuer im Blut! Und deshalb finde ich diese Sprache so faszinierend, denn meiner Meinung nach ist sie die temperamentvollste!

Aber zurück zum ersten Kurstag. Ich bin so froh, dass ich einen festen Platz bekommen habe, denn die Warteliste der Kommilitonen, die noch auf einen freien Platz spekulierten, war lang. Die Namen aller Anwesenden wurde verlesen und einige Wartende hatten Glück, dennoch wurden viele wieder heimgeschickt. Ich finde dieses System echt krass! Schließlich zahlen wir ja alle Studiengebühren. (Ok, einige lassen evtl. ihre Eltern zahlen.)

Die zwei Stunden verbrachten wir damit, die Kennenlern-Phrase zu lernen und zu praktizieren. Ich war gleich wieder mit Feuer und Flamme dabei! Kann man sich in eine Sprache verlieben? Sí

 

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Am Montag machte ich mich auf die Suche nach einigen Benzinkanistern. Eigentlich wollte ich 20 Ltr. - Kanister, die waren aber in keinem Baumarkt zu bekommen. Also kaufte ich vorerst zwei 10 Ltr. Kanister. Weil ich dem Boot zum Jahresbeginn etwas Gutes tun wollte, wurden die dann mit V-Power Diesel betankt (ich weiß ja, dämlich....). Dann stieg die Spannung und ich betätigte den Anlasser. Der Volvo ist mit der gefühlt ersten Anlasserumdrehung angesprungen und lief auch gleich rund. Prima. Dachte ich.

Zwei Tage später war es soweit, plötzlich standen der Senior-Chef und ein Hilfsarbeiter da, nun soll gekrant werden. Hinter meiner Wassergarage steht so ein riesiges Mobo (siehe unterstes Bild vom 7.5.). Ich sag noch: "Da kommen wir nie vorbei". Ich wurde überstimmt und wir begannen, das Boot Richtung Tor zu verholen. Natürlich paßt es nicht durch die Lücke und während ich in der Ausfahrt querstehend versuche,  nirgends anzuecken, verholen die anderen die Motoryacht..Eines kann ich danach schon mit Gewissheit sagen: Die Bumperleinen waren wohl eine der besten Anschaffungen, sonst hätte es einige Schrammen gegeben. Zunächst war geplant, die SevenSeas mit Leinen etwa hundert Meter zur Kranmöglichkeit zu ziehen. Ich dachte dann aber, es wäre vielleicht doch einfacher, kurz rüber zu fahren. Naja. Der Diesel sprang natürlich nicht an. Während das Boot beginnt abzutreiben, werfe ich noch schnell einen Festmacher rüber zu dem Hilfsarbeiter. Also doch von Hand verholen.

Der Senior-Chef stieg in den Kran und versuchte von vorne her die Haltebänder unter dem Boot durchzuschwenken, um es dann anzuheben. Über Funk weist er dabei immer den Hilfsarbeiter an. Die Bänder wollen aber nicht unter dem Kiel durch. Es entsteht ein ziemliches Chaos, Seniorchef meint das muss gehen, wir anderen stehen unten und versuchen ihm klarzumachen, dass es so einfach nicht geht. Der Grund stellt sich später heraus. Ich stecke nämlich schon wieder im Schlamm fest. Dieser Neckar ist wirklich völlig ungeeignet für eine Segelyacht mit 1,80 Tiefgang! Das kann noch was werden bei der Überführung. Klar wird es im Fahrwasser kein Problem sein. Aber die ganzen Sportboothäfen am Uferrand müssen sicherlich mit äußerster Vorsicht angesteuert werden.

Nach einigem Gefummel und Aushängen der Bänder ging es dann  los. Immer wieder imposant, wenn so ein Boot abhebt:

 

Was mich vorher ziemlich beschäftigte war die Sorge wegen Osmose. Ich habe das Boot zwar an Land stehend gekauft. Es ist aber wohl so, daß sich Osmoseblasen nach einiger Zeit verschließen und dann wieder öffnen, wenn sie längere Zeit mit Wasser in Verbindung kommen. Deshalb hatte ich nun doch ziemliche Angst, daß es nach dem Kranen und nach knapp einem Jahr im Wasser zu einer bösen Überraschung kommt. Das war zum Glück unbegründet. Die Sirocco hat nicht eine einzige Blase, nirgends!!

Da steht sie nun. Zwar noch ganz dreckig aber doch mein ganzer Stolz :-). Ist schon ein geiles Teil!

Leider sind nun in meiner Firma gerade ein paar Leute ausgefallen und mir scheint, ich muss das wieder alles ausbaden, wodurch mir Zeit fehlt, am Boot weiterzumachen. Aber die Elektrik ist schon abgeklemmt, die Leitungen los. Am Dienstag kommt der Volvo raus, um die Saildrivemanschette zu erneuern und den ganzen Motorraum einmal sauber mit Damboline rauszustreichen. Wenn das erledigt ist geht es weiter. Eine Politur steht an, die Beschriftung und das Antifouling.

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Also gekrant wurde noch nicht, aber es ging trotzdem wieder etwas weiter. Die Decksdusche ist nun angeschlossen und nachdem ich ein paar Gewinde noch abgedichtet habe wurde die Druckwasseranlage zum ersten Mal in Betrieb genommen. Siehe da, Wasser fliesst :-)).

 

Dann war da noch das Problem mit dem Schiebeluk. Etwas schwer zu erklären, jedenfalls läuft das Luk in Schienen und hinten ist eine Kante. Die muss über einen Wulst, damit das Luk quasi eingerastet ist. Ich hab mir allein einen abgekämpft, bekam es aber beim besten Willen nicht rein. Von unten nach oben drücken und von hinten nach vorne schieben. Mir fehlten ein paar Arme. Der Bootsnachbar aus der anderen Wassergarage half mir dann kurz, ich drückte hoch, er schob rein. Klack. :-).  Die ganzen Kabel mussten irgendwie oberhalb des Luks befestigt werden. Hierfür hab ich kurzerhand ein Brett mit Sika angeklebt und die ganzen Kabel dann mit Schellen daran befestigt. Dann wurden die Kabeldurchbrücke mit Sika verschlossen. So sieht das jetzt aus, vorerst ist erst eine Schraube drin, nicht wundern. Erläuterung: Links Knopf für Signalhorn, daneben wasserdichte Steckdose, daneben Clipper Duett. Das haben wir extra aus der Mitte versetzt, falls irgendwann ein zweites Instrument hinzukommt. Ganz rechts der Außenlautsprecher von der Funke.

 

Hier noch ein Bild für diejenigen, die nicht wissen, was eine Bumperline ist. Die IOR Beule soll ja noch lang schön bleiben...

Mittschiffs sieht man auch die neue Solarzelle und den Kabeldurchbruch.

 

Hier noch ein Bild von dem neuen, zusätzlichen Edelstahlwassertank und dem Plexiglasluk mit O-Ringdichtung :-)

 

Auch die Eprib und die Handfunke haben ihren Platz gefunden...Links im Bild sieht man noch den Separ Dieselvorfilter:

Da hinten in der Hundekoje musste ich neulich den Dieseltank auswischen.Ihr könnt Euch den Gestank nicht vorstellen.

 

Und noch ein Blick auf den Aero4Gen und die AIS Antenne:

 

Montag werde ich erstmal Diesel tanken und schaun, daß der Volvo läuft. Er wurde ja seit dem einwintern noch nicht genutzt. Anschließend wird aus der Garage gefahren und wohl auch gekrant!

 

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Ich hatte wirklich angefangen für das Segeljahr schwarz zu sehen. Langsam hellt es sich aber wieder auf. Von vorne erzählt:

Während meiner Werftaufenthalte bei den letztgenannten Arbeiten habe ich immer wieder versucht, den Werftchef auf einen Termin festzulegen. Für ein paar Spezialarbeiten brauche ich ihn noch. Außerdem muss das Boot ja noch einmal aus dem Wasser zwecks Antifouling streichen und wegen der Saildrivemanschette. Nichts zu machen, er konnte mir keinen Termin nennen, er hatte einfach keine Zeit. Die folgenden Tage musste ich wieder mehr beruflich Arbeiten und versuchte so, die Werft telefonisch zu erreichen. Keine Chance. Geht keiner ran, selbst Rückrufbitten auf dem AB wurden nicht beachtet :-(. Meine Nerven lagen schon ziemlich blank, denn die Zeit rennt davon und eigentlich möchten wir ja noch dieses Jahr lossegeln. Manchmal bewirken unterdrückte Rufnummern doch Wunder und plötzlich hatte ich ihn am Telefon (grrrrr).

Morgen früh gehts also weiter. Ein paar kleinere Arbeiten müssen erledigt werden, das Schiebeluk muss auch wieder rein und dann wird wohl am Freitag gekrant!!! Die Aktion mit dem Deck streichen habe ich vorsorglich doch auf später verlegt. Gibt bestimmt wieder eine ziemliche Sauerei, wenn der Motor rauskommt.

Ansonsten:

- Bumperleinen sind da, passen und haben sogar genau dasselbe Blau, wie der Rumpf :)

- Standerschein und Stander vom Trans Ocean Verein sind auch schon angekommen!

 

@ Mitsegler/ Co-Skipp Marcus: Terminplanung fällt mir schwer, lass mich erst mal den Rumpf ansehen und schaun, wie das mit dem Motor klappt. Juli Köln klingt derzeit sehr realistisch, vorher wird das eh nix ;)!

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Demnächst soll die Decksdusche wieder installiert werden. Um überhaupt die gesamte Druckwasseranlage danach testen zu können brauche ich erstmal Wasser. Das ist leider gar nicht so einfach, denn meine Wassergarage ist am äußersten Ende der Werft. Dort gibt es keinen Wasseranschluss. An die Stelle mit dem Wasseranschluss komme ich mit meinem Boot auch nicht wegen zu viel Tiefgang. Half also alles nichts, ich musste Wasser schleppen. Insgesamt über 200 Ltr. in 20 Ltr. Kanistern. Das Ganze vielleicht 200 Meter, Treppe rauf und runter..... Meine Arme wurden dabei immer länger.

Während dem Tragen nahm ich mir immer vor, positiv zu denken. Je öfter ich laufen muss, desto größer sind die Tanks! Jetzt weiß ich das wenigstens sicher. Der neue, vordere Tank hat etwas über 120 Ltr. und der original Tank 80 Ltr. Volumen. Für so ein kleines Boot ist das schon ganz ordentlich, denke ich.

Danach habe ich einen Gummi-O-Ring auf Maß geschnitten und verklebt. Dieser dichtet jetzt das Inspektionsluk für den vorderen Tank gegen ein Acrylglassichtfenster ab. In den Edelstahltank wurde eine entsprechende Nut gefräst. Eine wohl perfekte Lösung!

"Wenn Du heut schon am schleppen bist mach es richtig" dachte ich mir anschließend. Mittels einer Rüttelpumpe und einem alten Kanister wurde der alte kroatische Diesel aus dem Tank gepumpt und kam wieder ganz ans andere Ende der Werft zur Entsorgung :-(. Danach habe ich noch den Tank mit Verdünnung sauber ausgewischt. Für einen Tag war das mehr als genug...

Ein paar sonstige News in Stichworten:

- LED Leuchten für den Salon sind montiert ( noch nicht angeschlossen)

- Die Instrumente über dem Niedergang sind montiert, ebenso das Signalhorn (muss auch noch angeschl. werden).

- Luke mit Solarzelle wieder auf dem Vorschiff montiert, Lösung für den Kabeldurchbruch gefunden

- Der neu laminierte Bereich ums Pütting des Babystags wurde geschliffen

- Bilge im Salon rausgestrichen

- Zentrierholz für Mastfuss neu angefertigt

- Keilförmiges Holz unter Salontisch neu angefertigt

- Standerschein und Stander sind beim TO beantragt.

- Bumperlinen für die IOR Beule und Signallampen bestellt

 

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Nachdem ich dem Werftchef  nochmal meinen Unmut darüber geäußert habe, dass nun all die Mobo-Fahrer, die jetzt irgendwelche Arbeiten vor der Saison erledigt haben wollen, vorgezogen werden und ich doch eigentlich in der Reihe etwas weiter vorne stehen müsste, fasste er sich ein Herz.

Gestern  hat er mir dann meine neu angefertigten Kunststoff-Unterbauteile für die Rettungsinselhalterung überreicht. Außerdem sind die 2 Teflonumlenkrollen für die Fockschoten fertig :). Endlich konnte ich dann die Rettungsinselhalterung auf der Schiebelukgarage anbringen. Eine endlos scheinende Fummelei, denn es muss letztlich so stabil sein, daß meine Insel auch im Falle einer Durchkenterung noch dran ist und außerdem  brauch ich in der Schiebelukgarage noch genug Platz, damit besagte Luke auch reinpasst. Das ist alles gar nicht so einfach, wie sich das jetzt anhört....Zudem bin ich ja mit den ganzen Fäden im Rücken noch etwas gehandicapt. Bücken fällt schwer und eigentlich soll ich auch nichts schweres heben. Was solls - die Insel wiegt ja nur 27kg.

Nachdem es geschafft war ging es an die Innenbeleuchtung.  Bei Ikea fand ich schräg abstrahlende LED Lichtleisten. Diese hab ich jetzt über die Salonfenster geschraubt. Sie strahlen perfekt die Pantry und den Navitisch aus. Ich kann die Teile jedem wärmstens empfehlen. Sie lassen sich direkt an 12 Volt anschliessen, der beiliegende Umwandler wird für die Yacht nicht benötigt. Sie haben einen Stromverbrauch von nur 2 Watt und sind dennoch ordentlich hell! Über dem Navitisch wurde ein Rotlicht angebracht. Die Sofitten-Birne wurde auch durch LED ersetzt. Danach kamen sogar die Vorhänge im Salon wieder dran :-).

Unter den besagten Umlenkrollen kann sich wahrscheinlich nur ein Sirocco-Segler etwas vorstellen. Bei der Yacht werden die Fockschoten durch das Cockpitsüll geführt, um dann auf die Zentralwisch zu kommen. An die Stelle des Durchbruchs im Süll kommen diese Umlenkrollen. Montiert werden die Teile aber erst nach dem Anstrich des Decks. Bei meinem Boot waren die Rollen fest und deshalb durch die Bewegungen der Schoten durchgescheuert und scharfkantig. Die neuen Rollen sind jetzt aus Teflon, das dehnt sich scheinbar nicht so aus wie der Kunststoff und sollte deshalb nicht mehr blockieren.

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Die Ergebnisse sind da und es ist alles in bester Ordnung :).

Gestern haben wir noch die zwei Fenster an Backbord eingeklebt und die Schiebelukgarage gestrichen, damit nun die Rettungsinselhalterung darauf montiert werden kann. Der Werftchef hat mir noch ein paar Distanzscheiben gedreht, damit etwas Abstand darunter ist, um dort auch mal sauber machen zu können.

Außerdem erhielt ich soeben einen Anruf, von meinem Bekannten, bei dem ich das ganze Teakholz aus dem Cockpit zur Aufbereitung hatte. Das ist auch alles geschliffen, frisch mit Teaköl eingelassen und kann abgeholt werden!!

Ich hoffe, daß bis Ende nächster Woche  das Deck gestrichen ist. Dann wäre das Boot, bis auf die Saildrivemanschette und das Rigg fertig!

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Ich habe mir lange überlegt, ob ich es überhaupt erwähnen soll, denn irgendwie ist das Ganze doch recht persönlich. Letztlich hat es aber derzeit Einfluss auf die Projektfortschritte, weshalb ich ein paar Sätze schreiben möchte.

Meine Mutter liess sich vor etwa 5 Wochen ein verändertes Muttermal entfernen. Nachdem sie das Laborergebniss erhielt waren wir alle erstmal geschockt. Schwarzer Hautkrebs, bösartig. Im Anschluss gab es noch eine kleine Operation, in der sicherheitshalber mehr herausgeschnitten wurde. Es folgten einige Untersuchungen mit dem nun doch guten Ergebniss, daß es wohl noch keine Metastasen gibt und die Operation früh genug erfolgt ist. Derzeit befindet sie sich in Kur und wird morgen wieder entlassen.

Für mich war das Anlass, doch nochmal zu einem Arzt zu gehen und auch bei mir einige Hautveränderungen untersuchen zu lassen, letztlich bin ich wohl prädestiniert dafür: Hellhäutiger, blonder Europäer mit Vorerkrankung in der Familie und dazu noch der Plan, längerfristig in überwiegend sonnigen Gebieten zu segeln....

Ich kann jedem, insbesondere den Seglern unter den Lesern, nur empfehlen, das Thema nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Der schwarze Hautkrebs ist die wohl gefährlichste und aggressivste Krebsart. Bitte lest Euch auch diesen Link mal durch:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,755117,00.html

Bei mir gab es also auch Grund für eine sofortige Entfernung von drei Mutermalen am Rücken. Deshalb bin ich gerade etwas ausgebremst und konnte die letzten Tage nichts am Boot machen. Ab morgen geht es wieder weiter und bis Ende der Woche sollte ich die Laborergebnisse haben.

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Heute war also besagte Abnahme dran. Zuerst schien der freundliche Herr doch schwer geschockt: "Das ist ja alles uralt, das geht ja gar nicht mehr auf...". Sicherlich wollen die auch Geld verdienen aber ich muss zugeben ich war ganz froh ein paar alte Leitungen und Hähne nun ausgewechselt zu haben, denn ganz frisch sahen die nicht mehr aus.

An den Herd kam also eine neue Leitung, an die Flasche eine Neue. Anschließend kam Druck auf die ganze Anlage. Ich glaube es war der dreifache Betriebsdruck. 5 Minuten gewartet. Druck fällt nicht ab. Dann wurde der Herd zum ersten Mal in Betrieb genommen. Alle Flammen an und nacheinander ausgeschaltet. Jedesmal hört man dann ein Klicken der Thermosicherung wenn alles in Ordnung ist.

Da das so war hab ich nun einen neuen Prüfstempel bis 2013 und das Prüfbuch bekomme ich noch nachgereicht :-).

Ab sofort kann gekocht werden! Und zwei Fenster sind auch schon verklebt :-).

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Wer die Überschrift liest ist vielleicht geneigt zu denken, das Chaos wäre schon fast beendet. Leider ist dem noch nicht so, am und ums Schiff herum sieht es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Bilder möchte ich Euch deshalb noch vorenthalten.

Der Einzige, der die Vorschritte erkennt, bin wohl derzeit ich. Viel fehlt jedenfalls nicht mehr bis es an den Zusammenbau geht. Was gibt es also Neues? Nach unserem Törn rief ich erstmal in der Werft an und fragte Peter, ob er demnächst etwas Zeit hätte, noch ein, zwei Problemchen mit mir durchzugehen. Leider wurde ich enttäuscht, denn das Frühjahrs-Mobo-Chaos ist in vollem Gange. Jeder will noch irgendwas von der Werft und entsprechend platzt der Familienbetrieb gerade aus alle Nähten :-(.

Zunächst hab ich also mein Beiboot aus der Werkstatt geholt und gleich mal ins Wasser geschmissen. Außenborder dran, dreimal gezogen...jawoll: Rängdängdäng...Geht doch nix über so einen Zweitakter!! Leine los und gleich mal getestet. Geht ordentlich ab! Wir haben ein 3 Meter langes Bombard Schlauchboot. Mit dem 5PS Außenborder kommt es sogar ins Gleiten. Macht richtig Spass damit über die eigene Welle zu hüpfen ;).

Anschließend habe ich mich daran gemacht, die neue Holzinnenverkleidung an der Backbordseite zu lasieren. Der erste Anstrich erfolgte verdünnt, dann  gab es einen Zwischenschliff mit 240er Schleifpapier, anschließend einen unverdünnten Anstrich, nochmal Zwischenschliff mit 300er und einen finalen Anstrich. Sieht schon top aus, nach dem Lasieren bekam das vorher helle Holz denselben dunklen Farbton, wie der restliche Innenraum der Yacht.

Dann hab ich mich weiter an die Fenster gemacht. Derzeit sind ja alle Fenster demontiert. Die Klebeflächen sind nun angeschliffen und supersauber. Am Dienstag wollen wir die Scheiben einkleben! Außerdem gibt es für Dienstag noch einen wichtigen Termin: Die Gasabnahme soll stattfinden. Ich bin schon gespannt, was der Fachmann zu der uralten Konstruktion sagen wird. Außerdem habe ich noch das Heck abgeklebt und neu lackiert und mit der restlichen Farbe ein paar kleinere Schrammen am Rumpf ausgebessert. Theoretisch kann also nach einer Reinigung nun auch die Beschriftung erfolgen.

Wenn die Fenster drinnen sind kann das Boot weitestgehend wieder zusammengebaut werden, die Polster können rein, etc. dann ist schon etwas Land in Sicht. Der Salontisch wird vorerst noch nicht montiert, denn eines fehlt noch: Sobald Peter etwas Luft hat kommt das Boot nochmal an Land und der Motor wird rausgehoben um den Motorraum neu zu streichen und vor allem die Saildrivemanschette zu erneuern!

Mehr in einer Woche. In der kommenden Woche wird wohl wieder einiges passieren!

 

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Endlich war es soweit, am 18.3. kamen wir in Stavoren an. Um 18 Uhr trafen sich mehrere Sailing-Island Crews vor dem Bürocontainer, um sich aufzuteilen. Unser Skipper Michael wurde uns vorgestellt und dann gings daran, das Gepäck auf die Yachten zu bringen und anschließend Proviant einzukaufen.

Anschließend gingen wir erstmal essen in der Kruitmolen in Stavoren. Mit einer weiteren SKS Crew wurde dann der Törnverlauf besprochen. Unsere Yacht hieß "Pim" und die Yacht, mit der wir die nächste Woche gemeinsam einige Ziele anfuhren war die "Lucky Spirit". Ein Crewmitglied hatte wohl kurzfristig abgesagt, somit hatten wir den Vorteil, nur zu viert + Skipper unterwegs zu sein. Super Sache, man hat mit kleinerer Crew einfach mehr Zeit, kann Manöver öfters fahren, etc. .

Der erste Abend klang dann so aus:

Am nächsten morgen kam dann die Sicherheitseinweisung dran. Sie ging fast den ganzen Vormittag und Michael ging wirklich auf jedes Detail ein. Von Gasanlage über Bilgepumpen, Rettungsinsel, andere Rettungsmittel, Seenotsignale, alles wurde durchgesprochen. Dann hieß es Leinen los Richtung Makkum. Jeder machte sich kurz unter Motor mit der Yacht, einer Bavaria 38 vertraut. Anschließend setzten wir zum ersten Mal das Groß und die Genua und segelten los. Wir segelten einige erste Manöver und machten dann in Makkum im Päckchen mit der Lucky fest.

Am nächsten Tag musste auf der Lucky noch der Verklickerer erneuert werden:

Dann ging es durch die Schleuse ins Wattenmeer Richtung Texel. Dort üben wir im Hafen noch einige An- und Ablegemanöver, die von Anfang an bei allen recht gut gelingen. Mit Michael haben wir einen sehr erfahrenen Skipper erwischt. Er bleibt in jeder Situation absolut ruhig und versteht es als studierter Pädagoge perfekt, Wissen zu vermitteln und beiläufige interessante Tips zu geben, wie man die Yacht immer sicher beherrscht.

An Bord der Lucky gab es am Abend noch ein kleines Theorieseminar zur Tidennavigation, geführt vom Co-Skipper der Lucky Thomas. An praktischen Beispielen wurde nochmals veranschaulicht, wo man welche Angaben zu Tide und Strömungen findet, wir gingen auf den Reeds ein usw.

Abends um 22.00 Uhr gingen wir an den Fischerhafen und schauten später von der Mole aus zu, wie die Fischerflotte auslief. Sie sind dann immer für eine Woche unterwegs! Ein imposantes Schauspiel, wie die großen Pötte sicher manövrieren und zügig den Hafen verlassen. Sie winken uns zu, Hupen einige Male und dampfen mit viel Speed davon.

Zurück an Bord hören wir, wie so oft, super Musik wie z.B. Nina Simone oder Buena Vista Social Club. Außerdem laufen wieder einige Folgen des Kängurus von Marc-Uwe Kling. Kennt ihr nicht? Unbebingt mal anhören:

http://www.youtube.com/watch?v=1nh2Qn7Kvbg oder: http://www.youtube.com/watch?v=xUyNEuf48yI

Langsam aber sicher entwickelt sich an Bord der Pim ein kleines Wasserproblem. Wir haben nämlich keines mehr, beide Tanks sind leer, obwohl die Tankanzeige für einen Tank noch voll anzeigt. Bisher hat uns die Lucky immer ausgeholfen, aber nun gehen auch bei denen die Vorräte zu neige. Die Duschen waren schon in Makkum zu. In Texel sah es dann auch so aus:

Zum Glück konnte dann doch noch jemand erreicht werden und am nächsten Morgen wurden die kleinen Duschen im ersten Stock des Hafengebäudes für uns geöffnet. Die Saison beginnt in den meisten Häfen erst am 1.4.!

Wir legten wieder ab und fuhren noch einige Manöver, hielten das Boot mit Bug oder Heck im Wind, legten an den Stegen an, Dampften in die Springs ein, etc.  Anschließend ging es ins Wattenmeer und wir übten die ersten Boje-Über-Bord-Manöver unter Segeln. Uta wurde es dabei ein wenig mulmig. Im Wattenmeer hatten wir schon ein wenig Welle und das Manöver war ihr noch unklar. Nach einigen Malen klappte die Q-Wende dann aber schon ganz gut. Danach ging es mit 3-4 Bft Richtung Den Oever, um wieder ins Ijsselmeer zu schleusen. Unterwegs begegnen wir einigen Sandbänken auf denen Seehunde liegen und sich ein Kormoran die Flügel trocknet. Im Fahrwasser überholen wir einen Fischer:

 

 

Unser heutiges Ziel war Medemblik. Wir hatten wieder super Wetter. Ganz anders, als wir uns das ursprünglich für diesen Törn gedacht hatten. Zwar war es frisch, aber mit der passenden Kleidung und in der Sonne war es sehr angenehm. Der Skipper sprach von Laborbedingungen, unter denen wir die Manöver übten. Was ich nun erzähle ist kein Seemannsgarn, auch wenn es leider keine Fotos dafür gibt!!: Wir segelten unsere "BOB"-Manöver. In nahem Abstand zu uns machte die Lucky dasselbe. In einiger Entfernung war ein Hubschrauber zu sehen, offenbar ein Militärübungsmanöver, eine Person wurde ins Wasser abgelassen und wieder herausgeholt. Plötzlich kam dieser Militärhubschrauber mit einem atemberaubenden Lärm ganz nah und sehr schnell an unserem Heck vorbeigeflogen. Die Lucky war gerade dabei sich bei der Q-Wende von einer Boje zu entfernen. Der Heli kam heran, seilte eine Person ab, diese nahm die Boje der Lucky auf und hob sie aus dem Wasser und liess sie etwa hundert Meter weiter wieder fallen. Wir klatschten, die Helicrew winkte und flog davon!!!

Wir fuhren an den Windrädern vor Medemblik vorbei und machten im Hafen fest.

Endlich konnten wir unser Wasser auffüllen!! Die Duschen waren zum Glück auch geöffnet. Wir machten uns frisch, gingen durch den Ort und kehrten beim Italiener im "La Grotta" ein. Am nächsten Morgen war wenig Wind, wir fuhren ein Stück unter Motor, übten Boje-über-Bord unter Maschine und setzten anschliesend doch die Segel Richtung Lemmer. Nach etwa einer Stunde wurde es diesig und die Sicht verschlechterte sich sehr. Da wir ein Fahrwasser kreuzten waren wir sehr umsichtig. Zur Orientierung und für die Kartennavigation fuhren wir nah an eine Tonne heran, die die Mitte des Fahrwassers kennzeichnete. Wir konnten sie erkennen und in der Karte abhaken. Später verbesserte sich die Sicht wieder. Die Lucky motorte an uns vorbei und ging bereits vor uns westlich von Lemmer vor Anker. Wir kamen unter Segeln etwas später heran und ankerten dann neben der Lucky, ließen uns an sie herantreiben und machten wieder ein Päckchen daraus.

Wir Männer machten sich nun ans Kochen und die Frauen bereiten die Navigation für die Nachtanfahrt nach Lemmer vor. Es gab Matjes mit Spiegelei, Gurken, Zwiebeln und Bratkartoffeln:

Nach dem Sonnenuntergang und dieser Stärkung gingen beide Yachten wieder Ankerauf. Wir identifizierten eine erste Gefahrentonne und konnten so den richtigen Kurs bestimmen. Anschließend ging es im Fahrwasser auf den neuen Kurs, der schon durch ein Leitfeuer unterstützt wurde. Wir änderten an einer unbeleuchteten Tonne wieder den Kurs auf ein anderes Leitfeuer zu und hangelten uns so Richtung Hafen. An dem geplanten Anlegeplatz war alles voll mit Berufsschiffahrt und die Boxen daneben waren für unsere Bavaria 38 mit 2 Meter Tiefgang nicht tief genug. Die Lucky - eine Bav 38 Racing hatte es etwas leichter mit ihrem Flügelkiel und den 1,70 Tiefgang. Aber auch sie legten wieder ab, um mit uns in einen anderen Hafenteil zu fahren. Bei der Einfahrt stoppte unsere Pim plötzlich auf und steckte fest. Mit Vollgas kamen wir wieder aus der Situation. Wir schickten die Lucky voraus, sie sagte uns den Tiefgang unter ihrem 1,70m Kiel an und so konnten wir unter Zuhilfename eines Scheinwerfers an 2 nebeneinanderliegenden Boxen festmachen.

Unser Skipper Michael gab an diesem Abend für beide Yachten ein Wetterseminar. Er gestalltete dies jedoch völlig anders als normale Wetterseminare, stattdessen nahm er explizit bezug auf die Problematik, wie Yachten an Wetter kommen können. Wir besprachen den Yachtfunkdienst und einige Zusammenhänge, anschließend ging er auf Internetseiten wie Grib.us, Wetterfax und Passageweather ein. Michael hat durch seine Reisen auf der ganzen Welt, unter anderem auch in der Arktis, am Kap Horn, etc unglaublich viel Erfahrung. Für mich auch sehr interessant, dass er sogar die Satelittentelefonie anspricht, das Programm Ugrib und dessen Möglichkeiten. Unglaublich für einen SKS-Törn!!

Der Blick aus dem Fenster am nächsten Morgen verhieß nichts gutes. Es war sehr nebelig und eigentlich unmöglich auszulaufen. Die Skipper besprachen sich und entschieden, dies für Übungszwecke zu nutzen. Sie wiesen uns darauf hin, daß normalerweise unter diesen Bedingungen auf keinen Fall ausgelaufen werden dürfe. Unsere Crew wechselte komplett auf die Lucky, denn die hatte Radar. Die Skipper kannten das Revier natürlich in- und auswendig. Unser Skipper Michael fuhr die Pim alleine und folgte der Lucky durch die Nebelsuppe. Der Co-Skipper Thomas erklärte in dreier Gruppen allen das Radar, wir deuteten Bojen, erkannten Gegenverkehr und uns allen wurde klar, wie wichtig die richtige Einstellung und Deutung der Anzeige im Ernstfall sein kann.

Irgendwann klart es endlich auf, die Pim kommt längseits und wir springen wieder auf unser Schiff. Unter Segeln geht es Richtung Hindeloopen. Natürlich nicht ohne weiteres Manövertraining. Neben mir war ein weiteres Crewmitglied nur für Übungszwecke dabei. Auch Tanja wollte ihre Segelerfahrungen auffrischen und sich in naher Zukunft an den SSS machen.

Abends gingen wir super-lecker essen beim Mexicaner.

Am nächsten Morgen machen wir die Pim für die Fahrt nach Stavoren klar. Michael kündigt vorher an, dass wir für die kurze Strecke einen ganzen Tag benötigen werden. "Ihr übt nämlich die Manöver so lange, bis ich zufrieden bin und euch die Arme weh tun!"  Für Tanja und mich ging Michael einige weitere Manöver durch, wir übten die Gefahrenhalse und den Quickstop. Die Überlegung, die SKS-Prüfung eventuell schon am Donnerstag abzulegen, hatte der Skipper bereits zu Beginn des Segeltörn angesprochen. Als er mit Julians und Utas Segelleistung zufrieden war, telefonierte er kurz und verkündete dann, dass die Prüfung bereits um 17 Uhr statt finden wird. Julian und Uta übten noch einmal das An- und Ablegemanöver und nach den Formalitäten gings mit der Prüfung los. Julian legte ab und bekam Fragen zum Motor gestellt, Uta über die Gasanlage. Als nächstes wurde Julian aufgefordert das BOB-Manöver unter Motor zu fahren. Das klappte auch so weit, nur den einzigen, aber gravierenden Fehler, den er dabei machte war, daß er zur Boje hin mit dem Wind fuhr und nicht dagegen. Dennoch konnte ich die Boje aufnehmen, da er das Boot direkt neben ihr zum stehen bekommen konnte. Der Prüfer fragte: "Eigentlich gut aber was hätten sie noch besser machen können?"  Julian stammelte dann irgendwas von "ich war nicht genau im Wind,..."  erst viel später in der Kneipe stellte sich heraus, dass er das gar nicht gemerkt hatte, dass der Verklickerer komplett falsch rum stand ;). Uta übernahm dann das Steuer, um die Segel zu hissen. Allerdings herrschte dabei kurze Verwirrung, da die Reffleinen sich verheddert hatten. Von da an wurde Uta immer nervöser. Außerdem waren wir, so wie es schien, plötzlich von mehreren Yachten umzingelt und ein Boot fuhr ständig Kringel um uns. Der Prüfer ließ es sich nicht nehmen dauernd zu fragen, wer denn bei welchem Kurs nun wie Vorfahrt habe....Das erste Manöver, die Wende, verpatze Uta. Da sie das Ruder nicht übersteuern wollte, steuerte sie zu früh dagegen und somit standen wir im Wind. Aber beim zweiten Versuch klappte es zum Glück. Das BOB-Manöver unter Motor und Segeln klappte sowohl bei Julian, als auch bei Uta. Dann meinte er: "Bringen Sie uns bitte zurück in den Hafen und legen sie an. Wo ist mir völlig egal." Uta war von den stressigen Manövern noch völlig neben sich, hatte verbissen das Steuer in der Hand und fuhr zurück in den Hafen. Irgendwann blickte ich sie an und zeigte auf die Backkiste. Endlich: "Klarmachen zum Anlegen, Fender und Festmacher bereitlegen,....". Das Anlegemanöver klappte super. Ich selbst war noch am Achterleine belegen, da hörte ich hinter mir: "Herzlichen Glückwunsch!". Uta steht noch total neben sich und kapiert nicht gleich, dass sie die Prüfung bestanden hat. Da alle nun ziemlich geschafft sind, fährt der Skipper die Pim nun selbst in die Box. Sobald an Deck alles klar ist, wird das Grolsch aus dem Kühlschrank geholt (für Uta Martini) und aus den Boxen ertönt von Nina Simone "My Baby just cares for me". Völlig gelöst fängt Uta an zu der Musik zu tanzen. Tanja: "So nun fängt es an, die erste halbe Stunde nach der Prüfung." Die Bierchen wurden noch nie so schnell geleert! :-)

Zum Glück war die Prüfung schon am Donnerstag, denn nach den Gewürzkartoffeln mit Tzaziki mit 1 1/2 Knoblauchknollen drin, wäre dem Prüfer am Freitag vermutlich Hören und Sehen vergangen!

Später gehen wir noch in die Seglerkneipe "Café Max". Die Kneipe ist total urig und hinter dem Tresen sitzt ein 60 Jahre alter Papagei, was Tanja sehr fasziniert, da sie selbst Besitzerin einer 30-jährigen Amazone ist. Uta ist inzwischen so geplättet, dass sie fast im Sitzen einschläft.

Am nächsten Morgen fahren wir durch eine kleine Schleuse in den Ort, um zu tanken. Der Diesel ist dort 13 Cent günstiger, als in der Marina. Als die Pim wieder in ihrer Box liegt packen wir unsere Sachen zusammen und teilen die übrigen Lebensmittel auf. Wir verabschieden uns und eine wirklich tolle Segelwoche geht nun zu Ende.

 

Wir wollen uns am Schluss noch bei Sailing Island, besonders bei Michael (bresewind.de) und auch bei der tollen Crew bedanken!

 

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Posted by on in Vorbereitungen

Für Uta und mich fängt morgen die Segelsaison an. Morgen Abend beginnt unser Kojenchartertörn, an dessen Ende Uta versucht ihre SKS Praxisprüfung abzulegen. Es geht übers Ijsselmeer, das Wattenmeer und die Nordsee.

Ich habe mich nun endgültig entschieden, direkt den SSS zu machen und beschränke mich deshalb darauf, bei ihrer Prüfung ein möglichst kompetentes Crewmitglied zu sein ;).

Wir sind hier gerade am Packen, quasi das ganz große Chaos....überall liegen Klamotten rum. Für einen Törn bei voraussichtlich knapp über 2 Grad muss man doch wesentlich mehr packen, als zum Schönwettersegeln.

Uta ist es etwas mulmig. Sie hasst es zu frieren und sie hat Angst, ihre kleine Kiste verlassen zu müssen. ;-) So bezeichnen wir eigentlich immer eine anstehende Horizonterweiterung ;). Sie war bisher erst einmal mit ihrer Schulklasse vor ein paar Jahren mit einem Plattbodenschiff auf dem Ijsselmeer. Das ist natürlich nicht zu vergleichen, mit dem was hier nun ansteht. Vor allem war das nicht im März!

Um den Törn erträglicher zu machen gings heute nochmal shoppen. Ein paar warme Handschuhe und eine dicke Fleecedecke musste noch mit ins Gepäck!

In etwas über einer Woche mehr.  Ich freu mich riesig auf den Törn!!! :-)))

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Es musste sein: Der alte Blog war nicht mehr auf dem Stand der Zeit. Hier sind wir nun hoffentlich endgültig angekommen und die ganze Sache sollte aus den Kinderschuhen gewachsen sein. Ein dickes Dankeschön an dieser Stelle gebührt Matthias von NG-Marketing!

Die Vorbereitungen müssen irgendwann ein Ende haben und es scheint sich abzuzeichnen, daß die Planung klappt. Wir werden also dieses Jahr zu einer ersten Etappe starten!

Die Ausrüstung ist mittlerweile komplett, die Yacht zerrt an den Festmachern. Uta und ich segeln noch in diesem Monat einen Kojenchartertörn auf der Nordsee als Einstimmung. Danach wird nochmals drei Wochen intensivst am Boot gearbeitet und anschließend möchten wir einen kleinen Testtörn unter Motor auf dem Neckar unternehmen.

Aber das könnt ihr ja dann alles hier verfolgen. Der neue Blog bietet eine "Comment"-Funktion. Hierfür ist eine kurze Registrierung nötig, die vor Spam schützen soll. Die Artikel können in allen möglichen Communitys geteilt werden. Ich hoffe hiermit ein wenig Leben auf diese Seite zu bringen und freue mich auf alle Beiträge.

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