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Ab sofort segeln wir Delphia 33,

Überführung ab September 2016!

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EasyBlog

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Wir sind jetzt schon wirklich weit gekommen. Letzte Woche zogen wir zum ersten Mal das Grosssegel hoch, schauten uns die Reffeinrichtung an, strichen die Teakfussleiste, die Handläufe und die Badeplattform.

Gestern machten wir uns an eine Aufgabe, die wir lange vor uns herschoben: Die unergründlichen Tiefen der Steuerbord-Backskiste aufklaren und säubern. Unglaublich, was da noch alles zum Vorschein kam. Unter anderem fanden wir noch eine Bohrmaschine, eine Heißluftpistole, eine Nietzange, zig Reserve-Tampen,  und unglaublich viele Chemikalien. Von der Trockenbootswäsche über Schlauchbootreiniger, Grotamar, Teaköl über alle möglichen Schmiermittel, Öle etc. ist von allem reichlich da.

Wir sind insgesamt mittlerweile ziemlich erschöpft von dem ständigen Durcharbeiten am Wochenende zumal wir beide auch unter der Woche immer reichlich zu tun haben. Uta brummt manchmal ganz schön vor sich hin und ich würde am liebsten gestern schon ablegen. Viel hält uns davon auch nicht mehr ab. Als letzte Woche das Großsegel oben war und von einer Bö erfasst wurde wollte unsere SevenSeas schon los. Sie legte sich merklich auf die Seite und zerrte an ihren Festmachern. Wenn Schiffe eine Seele haben, dann wird sich dieses nichts sehnlicher wünschen, als aus dieser für eine Hochseeyacht unwirklichen Umgebung zu flüchten. Gegenüber ein Schrottplatz, an dem den ganzen Tag irgendwelche Bagger arbeiten, dreihundert Meter voraus eine Autobahnbrücke unter der wir mit Mast nicht durchkommen und in die andere Richtung eine Sackgasse, denn wir befinden uns in einem Seitenarm des Neckars. Was ein Mist.

Tja ein kleines Problem tauchte gestern noch auf. Wir zerlegten die beiden kleinen Winschen neben dem Schiebeluk. Innerhalb dieser Winschen gibt es sogenannten Sperrklinken. Leider sind davon 2 in der Mitte durchgebrochen. An der Stelle, an der die Klinken von einer Feder abgehalten werden, befindet sich eine Nut für die Feder. Diese fungierte nach den vielen Jahrzehnten wohl als Sollbruchstelle. Natürlich sind unsere Winschen auch nirgends mit einer Marke beschriftet, was die Suche vereinfachen würde. Eine Winsch konnten wir nach Reinigung und Fettung wieder zusammenbauen, sie klingt jetzt wie neu. Für die andere müssen wir schleunigst irgendwo diese kleinen Klinken auftreiben.  Unser Riggbauer schaut jetzt mal, ob er zufällig was findet. Die Maße haben wir gemailt. Hoffentlich klappt das, sonst muss eine neue Winsch her.

Einer der noch funktionierenden Übeltäter:

 

 

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Die Aktion begann bereits am Mittwoch. Unser Mast wurde von der Garage heruntergekrant, auf der er nun seit 1,5 Jahren herumliegt und auf ein paar Böcke gelegt. So lässt sichs besser daran arbeiten. Donnerstags säuberten wir den Mast zunächst von dem Dreck, der von 5 Jahren im Freien herumliegen entstanden ist.

Freitag ging es dann um 10 Uhr los, nachdem der Rigger mit unseren Segeln und dem neuen stehenden Gut angekommen war. Zunächst wurde unsere Furlex nochmal komplett zerlegt, gereinigt und neu gefettet, dann wieder montiert, anschliessend wurden die Salingsbeschläge demontiert, mit einer Trennpaste unterstrichen und wieder neu montiert. Danach wurden die neuen  Wanten und Stagen angebracht und gefühlte 100 Splinte aufgebogen.

Die neuen Umlenkrollen sollten auch in den Mastkopf. Vier Rollen müssen da hinein, dazwischen ein Trennblech, darüber die Sorgleinen, um die Fallen einziehen zu können. Nach einigem Gefummel war zwar die erste Rolle drin, die zweite ließ es sich aber nicht nehmen, in den Mast zu rutschen. Trotz intensiven Fischversuchen mit verbogenen Fingern und Drähten etc. wollte sich nicht mehr heraus kommen. Also musste der Mastkopf noch abgenommen werden. Dazu wurden nochmal 14 Nieten aufgebohrt und später wieder neu vernietet.

Irgendwann kamen wir unter riesigen Zeitdruck, denn die Werft wollte um 16.00 Uhr schliessen und wir waren noch lange nicht soweit. Also Vollgas. Leider waren die drei Liter Wasser aus der Kühlbox schon um 12.00 Uhr getrunken, die drei Radler kurze Zeit später. Es war eine irre Hitze, wir schon von den Arbeiten am Donnerstag völlig verbrannt und jetzt war seit Stunden nichts mehr zu trinken da und keine Zeit, kurz wegzufahren....

Wir gingen letztlich ziemlich am Stock, schafften es aber nach einigem Kranchaos, den Mast bis 17 Uhr zu stellen. Zunächst sah es so aus, als seien die Oberwanten zu kurz angefertigt worden. Zum Glück war dem nach einigem herumprobieren und nachdem der Mast noch etwas in den Fuss nachgerutscht ist doch nicht so.

Der Rigger erklärte uns dann, wie der Mast richtig getrimmt sein muss, der Mast soll im gesamten leicht nach achtern fallen, das Babystag zieht einen deutlichen Bauch nach vorne und wenn man vom Mastfuss nach oben schaut muss er absolut gerade sein. Der Winkel der Saling muss identisch sein, wofür der Rigger sich noch drei Mal in den Mast ziehen lässt und die Oberwanten nachstellt. Er erklärt uns, dass ordentlich Druck auf die Wanten muss. Wenn wir bei 4 BFT unter Vollzeug segeln  und auf der inneren Seite ein Want lose wird, ist die Spannung zu schwach. Zu Uta meine ich später: Wir lernen heute mehr als in drei SKS Kursen zusammen ;-). Die Aktion war für uns wirklich unglaublich interessant.

Nachdem der Spargel stand wollte ich noch kurz die Genua setzen und die Reffanlage testen. Auch hier wieder eine Riesenaktion, denn egal was wir machten, nach ein paar Umdrehungen der Reffanlage blockierte diese immer wieder. Es dauerte ziemlich lange, bis uns klar wurde, woran es lag. Beim Einziehen des Genuafalls übersahen wir eine kleine Öse durch die das Fall unterhalb des Masttops geführt werden muss. Läuft das Fall nicht durch diese Öse wickelt es sich im Topp immer um die Schiene der Reffanlage und blockiert dann....

Jetzt ist alles gut, gestern haben wir noch den Baum angebracht und das Boot aus dem Kranbereich verlegt, damit wir erstmal unsere Ruhe haben. Runter kommen wird der Mast wohl erst in ein paar Wochen. Der Segelmacher wird noch einmal kommen,  um unser Boot komplett zu vermessen, damit wir neue Segel bestellen können, wenn wir das möchten und das Geld dafür haben :-(. Bis dahin müssen uns die alten noch genügen.

Hier ein erstes Bild, entstanden noch während der Arbeiten.

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So wahnsinnig spannend sind unsere Einträge derzeit sicher nicht. Dennoch möchte ich weiterschreiben. Es ist ja auch für uns eine Erinnerung wie es voran ging.

Zunächst möchte ich freudig verkünden, daß wir nach diversen Fehlkäufen und Versuchen nun endlich den hoffentlich richtigen Außenborder fürs Dingi gefunden haben. Ich konnte einen von diesen - gerade unter Fahrtenseglern - oft so gelobten Yamaha 2 Taktern erstehen. In unserem Fall mit 2 PS. Und siehe da: Der springt doch tatsächlich problemlos an :-).

An diesem Wochenende haben wir auch das Thema Fugen und Farbe endgültig abgeschlossen. Das Laufdeck ist frisch gestrichen und sogar unser Baum bekam heute noch neue Farbe. Wir geben derzeit Vollgas, denn kommenden Freitag soll (hoffentlich) zum ersten Mal unser Mast mit dem neuen stehenden Gut gestellt werden. Außerdem müssen wir aus unserer Wassergarage raus, der nächste Mieter und Bastler wartet schon. Sie war praktisch aber wir werden sie nicht vermissen ;-).

Außerdem möchte ich mal gesagt haben, daß wir die Wochenenden auf dem Boot trotz der Arbeit irgendwie auch genießen. Es ist mittlerweile wirklich gemütlich, wir schlafen an Bord wie die Murmeltiere und es funktioniert soweit alles. Von Druckwasser über Heizung, Kühlbox, Gas, el. WC, LED Beleuchtung,.... Viel elektronischer Schnickschnack bei uns der hoffentlich noch lange das macht was er soll. Auf jeden Fall sorgt das Zeugs für Komfort.

 

 

 

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Wieder ein Wochenende rum, wieder etwas weitergearbeitet, ein paar Fugen neu, den Boden unseres Achtercockpits gestrichen, die Ankerkette in den Kasten gepackt, etc., etc. Ich fürchte die Zeit bis September wird wie im Fluge vergehen.

Ich möchte kurz erklären, was wir denn nun überhaupt so vorhaben:

Im August werden wir in der Marina Koper den Mast stellen und einen kurzen Probeschlag (den Ersten!) machen. Dann Anfang September geht es los, wir klarieren in Slowenien aus, segeln rüber nach Kroatien, klarieren dort ein. Dann werden wir versuchen, zügig voran zu kommen und möglichst schnell Dubrovnik zu erreichen. Dort möchten wir ausklarieren und in einem langen Schlag auf See Montenegro und Albanien passieren. Das Ziel ist Korfu, wo wir in der Marina Gouvia für Griechenland einklarieren möchten.

Wie wir dort ankommen (Schiffszustand und unsere Verfassung nach dem langen Schlag ;)), wann wir dort sind und wie die Wetterprognose aussieht entscheidet dann, ob wir durch den Golf und den Kanal von Korinth fahren oder ob wir um den südlichen Peloppones und das berüchtigte Kap Maleas fahren. Ich nehme auf jeden Fall Seekarten und Revierführer für beide Routen mit. Unser Ziel wird dann in der Nähe von Nafplio im Argolischen Golf sein.

Roundabout reden wir von ca. 1700km bzw. über 900 Seemeilen und 5 zu pasierenden Ländern. Wir sind also etwas aufgeregt aber auch voller  Vorfreude.

 

 

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Liebe Leser,

 

ein ereignisreiches und arbeitsames Wochenende liegt hinter uns.

Die Zeit bis zum Tag X, an dem wir den Mast probestellen und das erste Mal die Segel an unserer Sirocco hochziehen werden, schreitet immer schneller voran. Im Terminkalender steht für die nächsten Wochenenden mit dicker roter Schrift: Bootarbeiten!

Für das letzte Wochenende hatten wir uns einiges vorgenommen. Der Chef der Bootswerft hat unsere Yacht beim Einbau der Heizung wieder in eine komplette Katastrophe verwandelt. Ich hatte unsere SevenSeas seit dem Neckartörn nicht mehr gesehen und war daher entsprechend geschockt.

Da wir von Samstag bis Montag auf dem Halbtonner übernachten wollten, war Ärmel hochkrempeln und das Schiff wieder bewohnbar machen angesagt. Den Termin beim Segelmacher hatte Stephan vorher von morgens auf abends verschoben, so dass wir vorher noch einiges arbeiten konnten. Während ich mich daran machte die achtlos hingeschmissenen und herumliegenden Teile aufzuräumen und die Schapps auszuwaschen, nahm sich Stephan dem technischen Chaos an. Beim Begutachten der Arbeiten des Werftchefs, stellte sich das alles als totaler Pfusch heraus. Kein Wunder, dass durch so etwas die Weiterarbeit enorm gebremst wird, wenn man sich auf den sogenanten „Fachmann“ nicht mal verlassen kann und alles nachkontrolliert, beziehungsweise nachgearbeitet und im häufigsten Fall dadurch verursachte Schäden behoben werden müssen. Um ein paar Beispiele zu nennen:

Beim Einbau der Heizung wurde die Wasserleitung verbogen und angeflext, war somit nicht mehr dicht und erst nach mehrmaligem Löten konnte das beschädigte Teil wieder eingebaut werden. Allerdings tropft es immer noch unterm Abfluss, woran das nun wieder liegt ist noch unklar. Der Kühlwasserfilter wurde nicht mehr an der Motorwand festgeschraubt, er lag lose auf dem Motor. Die zusätzlich eingebaute Dieselentlüftungspumpe war auch nicht befestigt worden.

Damit die alten Plastikklampen durch welche aus Aluminium ersetzt werden können, hatte Stephan den Werftchef beauftragt innen ein Rechteck aus der Holzwand herauszuflexen, damit man überhaupt an die Schrauben der Klampen herankommt. Dadurch wurde das GFK versehentlich bis ins Cockpit durchgeflext und nur einer der dabei entstandenen Schnitte wurde wieder zugespachtelt. Das Hinmontieren der neuen Klampen muss daher aufs nächste Wochenende verschoben werden, weil der Chef der Werft auch nie Zeit hat seine Schäden zu beheben und ständig wegrennt.

 

Fast dreieinhalb Stunden dauerte der Termin abends beim Segelmacher, war aber sehr aufschlussreich und hielt sogar eine Überraschung für Stephan und mich bereit. Zu unserer Freude haben wir eine Ersatzfock, von der Stephan total vergessen hatte, dass es sie überhaupt gibt.

Der Segelmacher zeigte uns das neue Rigg der SevenSeas und die ausgebesserten Segel. Bei dem Gespräch merkte man sofort, dass der Typ einfach Ahnung hat. Schön, dass nicht alle so sind, wie unser Werftchef!

Allerdings versuchte er uns einige Bedenken einzureden, da wir mit dem noch ungetesteten Boot direkt eine mehrwöchige und weite Überführung planen. Ihm wäre ein Probeschlag auf dem Ijsselmeer doch lieber, wo wir seiner Meinung nach noch auf qualitativen Service zurückgreifen könnten. Tja er mag wohl Recht haben, aber die Flüge sind gebucht und unsere Segelleidenschaft und Vorfreude ist auch nicht mehr zu bremsen.

Sehr spät, jedoch frisch geduscht fallen wir in unsere Koje.

 

Am Sonntag mehrten sich die Arbeitsdurchhänger. Dennoch bekamen wir das Deck wieder blitzeblank geschrubbt. Ich putzte unter Deck weiter und Stephan entfernte die alten Dichtungsfugen an der Teakfußleiste. Gemeinsam dichteten wir diese wieder mit Tikaflex ab.

Da Stephan danach schon ziemlich geschafft war, arbeiteten wir Montagmorgen daran weiter. Später wusch ich den Cockpitboden aus, der ja auch noch angeschliffen und gestrichen werden muss und den Bereich im Achterschiff, an dem die Gasflasche verstaut ist. Nach einer Weile meinte Stephan, dass es besser sei den Landstromstecker zu ziehen, damit ich von den vielen Kabeln keinen Schlag abbekäme.

Am Nachmittag musste Stephan wieder arbeiten und wir hatten beschlossen, dass ich alleine weitermache und er mich dann abends abholt.

Ich wollte mich erst einmal dem eingestaubten Geschirr annehmen, da es unter Deck dank der Heizung viel angenehmer war. Nach einer Weile dachte ich darüber nach, den Landstrom wieder anzuschließen, da Heizung, Innenbeleuchtung, Radio, Wasserpumpe und Kühlschrank doch sicher so einiges an Strom verbrauchten. Zum Landstrom zu kommen war gar nicht so einfach. Ungünstigerweise war der Steg der Wassergarage gerade an dieser Stelle total zugestellt. Auf einem Bierbanktisch lag quer unser kaputtes Schlauchboot und man musste sich an diesem festhalten oder unten durchbücken, um zum Stromanschluss zu gelangen. Ein wirklicher Drahtseilakt. Ich kam aber vorbei und als ich den Strom wieder angeschlossen hatte, dachte ich mir noch: „Oh ich muss aufpassen, dass ich nicht ins Wasser falle!“ Ich klammerte mich an das quer liegende Schlauchboot, es kam ins Rutschen und ich fiel. Im Fallen konnte ich mich gerade noch an dem Bügel unseres Ankers festhalten.     Tja und da hing ich nun mit dem kompletten Unterleib im dreckigen Brackwasser des Neckarsseitenarmes. Ich ergriff den vorderen Festmacher und hangelte mich zur Klampe am Steg. Nachdem ich mich hochgezogen hatte, entledigte ich mich erst einmal der nassen Kleider und verzog mich ins Schiffsinnere. Gott sei es getrommelt und gepfiffen, dass wir die Heizung einbauen lassen haben. Die nassen Sachen, bis auf Hose und Schuhe waren dank dieser nach ca. zwei Stunden wieder trocken. Von mir selbst überrascht, dass ich die Sache relativ locker sah, arbeitete unter Deck weiter, nachdem ich mich mit Waschlappen und Seife abgewaschen hatte.

Als ich jedoch die Schublade für das Besteck wieder in den Schrank unter dem Herd schob, bekam ich diese nicht mehr auf, um den Besteckkasten hineinzutun. Ich tat mein Bestes, doch es wollte einfach nicht klappen. Als ich mir den Herd etwas genauer besah, dachte ich mir: „Also irgendwie steht der komisch da. Das liegt bestimmt am Herd.“ Alleine konnte ich ihn jedoch nicht anheben. Nun war ich doch so weit, mir ein Zarewitsch zu genehmigen.

Als Stephan mich abholte, fiel auch ihm das mit dem Herd auf und was war wieder einmal das Problem … der Werftchef hatte beim Heizungseinbau den Ofen nicht wieder in die kardanische Aufhängung, sondern einfach nur auf den unteren Schrank gestellt. Das Holz wurde dadurch beschädigt und das war auch der Grund, weshalb die Besteckschublade nicht mehr zu öffnen war.

Über meinen unfreiwilligen Badegang konnte Stephan nur lachen. Und sicher wäre es auch zum Lachen gewesen, wenn nicht so einiges hätte schief gehen können. Zum Beispiel wenn ich mit dem Kopf an den Anker, das Boot oder den Steg geknallt wäre, ja das wäre dann nicht mehr witzig. Stephan meinte, dass in Zukunft für mich nun grundsätzlich eine Rettungswestenpflicht bestünde, sobald ich mich auch nur in die Nähe von Wasser begeben würde. Na ja, ist ja zum Glück alles gut gegangen!

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Irgendwann im Januar hat es mich wieder gepackt und ich musste ein paar Tage Segeln buchen. Eigentlich wollte ich nochmal an einem SSS Törn bei Skipper Michael M. teilnehmen (diesmal völlig ohne Prüfungsdruck), da das aber gerade nicht angeboten wurde, buchte ich einfach ein Skippertraining über die Osterfeiertage ohne Wert auf den Skipper zu legen. Als wir unsere Crewliste bekamen, stand dann auch noch ein Skipper darauf, der nicht mal in der Teamliste der Segelschule SI aufgelistet war. Also war ich doch sehr gespannt, ob das was vernünftiges wird.

Freitag kam ich also nach einer endlos erscheinenden Autofahrt an, die Crews wurden ihren Yachten und Skippern zugeteilt und dann ging es erstmal an Bord der Orion, einer Bavaria 42. Wir packten unsere Sachen an Bord und entschieden uns für die Kojen. Das erste mal seit meiner Atlantiküberquerung vor 12 Jahren schlafe ich also wieder in einer Stock-Koje oben. Abends gehen wir essen in der Gruitmolen in Stavoren und lernen uns erstmal etwas kennen. Die Crew besteht aus SKS´lern, die zum Großteil nur ihren Prüfungstörn hatten und etwas Sicherheit dazugewinnen wollten. Wie sich herausstellte war unser Skipper wieder mal ein Volltreffer. Carsten ist Profiskipper, fährt häufig Arktistörns und ist schon unzählige Male rund Cap Horn....

Am Samstag ging es los, der Tag begann mit Sonnenschein. Nach der Einweisung machten wir uns im Hafenvorbecken etwas mit der Yacht vertraut, im Wind halten mit Bug und Heck, seitwärts Anlegen, Radeffekt, Rückwärtsfahren, etc. Dann ging es raus, Segel hoch, Kurs nach Medemblik.  Unterwegs übten wir ein mir völlig neues BOB Manöver, welches ich wohl als das einzig effektive im Kopf behalten werde. Keine Ahnung, warum das in keinem Lehrbuch steht und auch sonst nicht unterrichtet wird. Das Wetter wird unterwegs schlechter, es fängt sogar etwas zu Hageln bzw. Graupeln an. Anschließend lege ich am Meldesteiger im Regattahafen Medemblik an und wir lassen uns eine Box zuteilen, in die wir anschließend verholen. Diesen Abend wird gekocht und noch das eine oder andere Bierchen vernichtet.

Am nächsten Morgen ging es wieder raus und gleich rein in den Stadthafen. Dort übten wir Hafenmanöver, Eindrehen in die Dalben unter  Zuhilfenahme der Springs, Manövrieren auf engem Raum, Anlegen, Ablegen ohne Ende. Zwischendurch zeigte Carsten uns wie man eine Leine richtig wirft, um beispielsweise mit Abstand noch einen Dalben zu erwischen. Auch das hatte ich bisher noch nirgends gezeigt bekommen und es funktioniert sehr effektiv!! Danach raus und an der geschlossenen Tankstelle noch einige seitliche Anleger mit anschließendem Eindampfen in die Achterspring. Dann hieß es wieder Tücher hoch, Kurs Schleuse Makermeer. Von den anderen Teilnehmern war noch niemand jemals in einer Schleuse. Nachdem wir alleine durchgeschleust waren drehten wir und fuhren durch die andere Schleuse wieder Retour. Diesmal war die Schleuse voll und wir mussten sehr genau aufstoppen. Raus aus der Schleuse, Segel hoch und weiter Richtung Enkhuizen. Wir dürfen über Nacht am Meldesteig liegen bleiben, was hier wirklich die beste Lage mit den kürzesten Wegen ist. Abends gehen wir unglaublich gut essen in "de Mastenbar" direkt in der Marina. Ausnahmslos jeder von uns war schlicht begeistert.

Montag ist unser letzter Segeltag, wir machen uns also auf den Weg zurück nach Stavoren. Beim rausfahren überwachen wir die Ausfahrt auf dem Radar und sprechen nochmal alle Funktionen durch. Für mich eine willkomene Auffrischung. Unterwegs üben wir weiterhin jede Menge BOB Manöver  und holen dann erst im Vorbecken die Segel ein. Wir üben noch einige seitwärts Anleger und wollen anschließend in unsere Box. Der Skipper will es uns nochmal vormachen und das Manöver misslingt gehörig, er fährt von der Box weg und meint dann er brauche jetzt jemanden, der beim nächsten Manöver unbedingt auf den Steg kommt und schnell die Vorleine festmacht, denn unser Getriebe sei kaputt. Ich frage ihn etwas verdutzt, ob das jetzt eine Übung sei, worauf er mir entgegnete: "Das ist jetzt kein Spass, das Getriebe funktioniert nur noch vorwärts". Er demonstrierte kurz, wie er den Rückwärtsgang einlegt und das Schiff Fahrt voraus aufnimmt. Wir können also nicht mehr aufstoppen oder auf engem Kreis wenden, sondern müssen in einem Schwung, ohne Aufstoppen zu können an den Meldesteiger hinter einer Yacht einparken. Wir kommen sehr schnell rein, ich springe über und habe alle Mühe, schnell genug die Leine auf der Klampe umzulegen, so viel Kraft kommt plötzlich darauf. Es gelingt dennoch und wir kriegen auch eine Achterleine über und ziehen uns an den Steg.

So ging das Skippertraining zu Ende, es war wohl für alle Teilnehmer überaus lehrreich. Mich erwartete wieder eine endlose Autofahrt bei übelstem Regenwetter bis in die späte Nacht hinein. Jetzte sitze ich hier, frühstücke etwas, schreibe diese paar Zeilen im Blog und gleich geht es zur Arbeit. Diese Woche muss ich noch einiges vorbereiten, am Wochenende treffe ich mich mit dem Segelmacher. Ich bringe alle Teile mit, die ich noch habe ( Toggles, Bolzen, Klampen, etc ) und wir gleichen dann ab, ob das Rigg so komplett sein müsste, damit wir es am Tag des Probestellens auch hinbekommen.

 

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Der Termin steht  fest: Ende Juli wird unser Schätzchen verladen.

Die Transportfirma teilte mir bei Auftragserteilung mit, sie habe nochmal in den alten Unterlagen geschaut und da noch Bilder von vor über 10 Jahren gefunden. Sie haben das Boot bereits von der Ostsee ans Mittelmeer gebracht, von dort wieder zurück nach Stuttgart. Von da zu mir nach Heilbronn und nun geht es wieder ins Mittelmeer. Für diese Firma also schon eine alte Bekannte. Sie kamen mir beim Preis noch etwas entgegen und jetzt ist die Sache fix :-).

In Slowenien wird für unser Schiffchen sogar Polizeibegleitung benötigt!

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Eigentlich wollten wir uns am Samstag nur im Reisebüro erkundigen, wie man am besten nach Koper fliegt und ob es Kombiflüge gibt, die uns dann ab Athen zurückbringen.

Die angebotenen Flüge waren aber dermaßen günstig und zudem beides Direktflüge mit Lufthansa, daß wir einfach nicht widerstehen konnten und gebucht haben. Wir fliegen also Anfang September nach Triest, müssen von dort noch per Bus/ Bahn/ Taxi (??) nach Koper, wo dann unsere SevenSeas auf uns warten soll. Unser Rückflug geht dann einige Wochen später im Oktober ab Athen :-)).

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Die Heizung ist endlich fertig! Die Heizleistung der D2 ist top und scheint mir auch bei übelster Kälte mehr als ausreichend zu sein. Bei Betrieb hört man im Heck ein leises Tickern von der Dieselpumpe der Heizung und der Gebläsemotor summt etwas, was aber nicht stört.

Wunderbar, wieder etwas erledigt. Übrigends ist das el. WC nun auch fertig angeschlossen und alles funktioniert.

Langsam aber sicher rückt mein Rigg auf der To-Do Liste wieder nach oben. Ich rief also nochmal den Segelmacher an, die Segel sollen ja nun soweit fertig sein, die Wanten und Stagen auch. Was zuletzt fehlte waren die Umlenkrollen aus dem Masttop, die alten hatten einige Haarrisse im Kunststoff. Diese sind aber angeblich gestern (!!!!) gekommen. Wieviele Monate mach ich da jetzt rum?? Die Rollen müssen noch aufgebohrt werden aufs richtige Maß, denn exakt die gleichen waren nicht zu bekommen. Der Segelmacher hat prinzipiell Zeit in den nächsten Wochen, also müssen wir uns ranhalten, innen aufklaren, kleinere Restarbeiten und dann einen Termin vereinbaren, um den Mast probezustellen.

Ein neues Schlauchboot habe ich soeben auch noch bestellt, das Plastimo ist leider nicht hundertprozentig dicht. Gebraucht möchte ich soetwas nicht kaufen. Wir bekommen nun ein Quicksilver 200 mit Luftboden.

Das Angebot vom Transporteur kam zwischenzeitlich auch und mir wurde fast schlecht beim durchlesen. Knappe 4000,-  € werden aufgerufen. Und das von dem Transporteur, mit dem ich bisher immer sehr zufrieden war und der immer mit Abstand der  Günstigste war. Zum Glück habe ich mir auf der Messe Boot noch zwei Angebote von anderen Speditionen machen lassen. Eines lautet auf etwa 2500,- €. Im Zuge des Ganzen habe ich vorhin nochmal die Rhone au Rhin bzw. die Kanalvariante gegoogelt, die Angaben zum benötigten Tiefgang schwanken zwischen 1,50 und 1,80 Meter. So recht wohl ist mir dabei also auch nicht. Außenrum käme nur mit einem fähigen Mitsegler in Frage. Uta kann leider dieses Jahr unmöglich mehr als 4 Wochen wegen ihrem Unijob bzw. der Magisterprüfungsvorbereitung weg und jemand anderes fällt mir für die Gesamtstrecke nicht ein. Das Ziel ist auf jedenfall vorerst Griechenland, ein Hafenhandbuch habe ich mir auch zur Vorbereitung schonmal bestellt.

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Kürzlich fragte ich einen Arbeitskollegen um Rat, wie er in meiner Situation zur Segelplanung 2012 entscheiden würde:

a) Yachttransport der SevenSeas nach Slowenien, Segeln quer durch die Adria bis nach GR.

b) Eigenes Boot noch hier lassen, mehrwöchig Charten in Kroatien

c) mehrere Tiden-Meilentörns + preparation week + Ausbildungstörn Yachtmaster Offshore

 

Seine Antwort war irgendwie deutlich: c) schließe er von vorneherein aus. Zu anstrengend, kein Urlaub. b) sei irgendwie Nonsens, weil die Kosten für a) ohnehin irgendwann anfallen würden.  Also a). Als ich am nächsten Tag meine Bürounterlagen durchsah fand ich darin mehrere A4 Blätter mit dem ganzseitig groß und unterstrichen geschriebenen A. Später fand ich noch mehr A-Zettel und Notizen an anderen Stellen in der Firma. Ich musste doch schmunzeln. Heute hab ich also meinen Transporteur angerufen und um ein Angebot für den Yachttransport von Heilbronn nach Koper gebeten.

 

 

 

 

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Vergangenen Freitag war es soweit. Unser Flieger ging von Stuttgart über Zürich nach Athen. Wir landeten gegen Mittag und erwischten in letzter Sekunde sogar noch den richtigen Zug. Am Bahnhof wurden wir abgeholt und anschließend ging es noch ein gutes Stück mit dem Auto durch Griechenland. Vorbei an riesigen Orangenplantagen, die größtenteils noch voller Früchte hangen. Endlich wieder im Süden! Griechenland zeigte sich von seiner schönsten Seite, angenehm warm war es, die Sonne schien und bei uns kam schon richtige Frühlingsstimmung auf. Wir ließen es am ersten Tag gemütlich angehen, gingen noch sehr lecker essen am Strand mit Blick auf die Yacht, um die es ging.

Am nächsten Morgen setzten wir über und es ging an Bord der 45er Centercockpit Slup. Ein schönes Schiff inkl. Pött und Pann, ausgerüstet und startklar zum sofort ablegen. Wir schauten uns erstmal über und unter Deck um, dann besichtigten wir den Motorraum. Um ehrlich zu sein war dann bei mir schon die Entscheidung gefallen, das Schiff nicht zu kaufen. Der Motor lief tadellos und wurde erst vor wenigen jahren überholt. Leider gab es Ölleckagen an der Kopfdichtung und eine Bilge, die ich so nicht akzeptieren wollte. Das Resumee war für mich: Der muss raus, neu abgedichtet und gereinigt werden, genauso wie die Bilge. Ich hatte mit etwas Arbeit gerechnet. Farbe, Antifouling, Kleinkram den ich in 4 Wochen hätte erledigen wollen. Das klappt aber meiner Meinung nach so nicht und damit bin ich raus. Ich bin heilfroh, dass in meiner SevenSeas der Motor wieder drin ist, hier ist alles sauber und dicht. Meine Gedanken waren sofort wieder bei unserer schnuckligen 31er, die jetzt nunmal einwandfrei ist. Ich kann und will nicht nochmal von vorne anfangen. Auch nicht für den Komfort und die Möglichkeiten, die man mit einer 45er hätte. Das Schiff ist sicher ein Schnäppchen, für jemanden, der es entweder so nutzt, wie es ist oder der bereit ist, etwas mehr Zeit zu investieren.

Wir legten noch ab, machten einen Probeschlag, einige Halsen und Wenden. Dann kamen die Segel wieder herunter und das Schiff zurück an seine Boje. Ich wollte mir noch etwas Zeit lassen für die Entscheidung aber in meinem Inneren war die wohl bereits getroffen. Es ergab sich, dass der Eigner noch nach Athen musste. Spontan fragte ich, ob wir mitkommen könnten, um unsere wenigen freien Tage noch mit etwas Sightseeing aufzuwerten. Innerhalb 10 Sekunden hatte ich ein Hotel gegoogelt und anschließend ein freies Zimmer für zwei Nächte im Hotel "Fresh" reserviert. Link

Wir waren schlicht begeistert von dem Hotel. Wer sich Athen ansehen möchte, dem kann ich dies nur wärmstens empfehlen. Es liegt sehr zentral, Essen und Service ist wohl kaum zu toppen und das ganze noch sehr günstig. Sonntag früh machten wir uns auf den Weg zur Acropolis und ins gleichnamige Museum. Griechenland ist wahrlich eine Reise wert. Allerdings muss man sagen, dass wir den Eindruck hatten, die einzigen Deutschen hier zu sein. Wir haben zumindest nirgends auch nur einen Ton deutsch gehört. Engländer, Franzosen, alle sind da, keine Deutschen. Ein Taxifahrer fragte schnippisch: "Merkel gut Politik??" Ich versuchte etwas auszuweichen, er meinte dann "Merkel MAMA von Griechenland".

Abends gingen wir im Hotel essen. In der Lounge im obersten Stock mit Blick auf die Acropolis ließen wir es uns richtig gut gehen inkl. Cocktails und Co. Wenn man gerade KEIN Schiff gekauft hat darf auch etwas Geld für Genuss übrig sein.

Da unser Rückflug erst am Montag Nachmittag startete nutzten wir die Gelegenheit, noch das Nationale Archaeologische Museum zu besichtigen. Dann hieß es Byebye Süden - die Arbeit ruft.



Heute früh stand ich schon in der Werft, um nach dem Rechten zu sehen. Die Heizung soll in einer Woche fertig eingebaut sein. Als ich mein Schätzchen so schwimmen sah war ich doch überzeugt, das richtige getan zu haben. Außerdem hat das Schiffsalter und die Größe unserer SevenSeas unschätzbare Vorteile: Nirgends wird man mit Luxussteuer belangt, denn wir haben knapp unter 10 Meter. Mehrwertsteuernachweis ist ebenfalls kein Problem bei einer Yacht BJ. 1973. Also freie Fahrt auch in GR und Italien! :-) Wir wollen jetzt zügig die Restarbeiten abschließen und dann einen Weg ins Meer finden.

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Um in diesem eiskalten Winter die segelfreie Zeit totzuschlagen, kam mir gestern ein kleines Event gerade recht. Meine gute Freundin und Mitveranstalterin Silke lud mich zum Themenabend "SEGELN live" bei Avalon Premium Cars in Stuttgart ein. Da ich ihr an diesem Vormittag noch einen Käufer für einen neuen Evoque vermittelt habe, fand ich das auch angemessen :-).

Ich kannte das Event ja schon. Vor einigen Jahren schauten wir uns hierbei Johannes Erdmanns Vortrag an. Auch diesmal ließ es uns der Veranstalter an nichts fehlen.  Für Kost und Logis war gesorgt, das Ambiente schön. Auch wenn ich mir in nächster Zeit keinen Landrover leisten möchte  begeistern mich die Fahrzeuge. Vor einem Jahr waren wir mit einem RangeRover Sport bei einem Geländetraining dabei. Wer so etwas schonmal erleben durfte, wird ähnlich denken.

Das Event begann mit einem Vortrag von  Herrn Sach zum Thema Trimmen. Speziell auf Kats wurde hier Bezug genommen und ich war überrascht, wie viele Rückfragen nach dem Vortrag aus dem Publikum kamen. So viele Katsegler hatte ich hier nicht vermutet. Auch ich weiß jetzt, dass die Katsegeler den Halbwindkurs als Flieger bezeichnen. Man merkte, dass Herr Sach unglaublich viel Ahnung von der Thematik hat. Da der Vortrag aber überwiegend aufs Katsegeln bezogen war, freute ich mich schon auf die Pause und den zweiten Referenten, Egmont Friedel.

Sein kurzweiliger und sehr amüsanter Vortrag handelte von seinen Segelerfahrungen und Anfängen und von einer Atlantik West-Ost Überquerung gemeinsam mit Johannes Erdmann. Immer wenn ich Videoaufnahmen von Atlantiktörns sehe, gerate ich ins Schwärmen, diese lange Dünung, diese Sonnenuntergänge, dieses Freiheitsgefühl. Ich möchte am liebsten sofort da raus!

Leider versucht uns unser Staat hier zu fesseln. Ich zahle Unmengen an Steuern, es werden einem Sorgen wegen der Rente, der Krankenkasse, dem künftigen Einkommen eingeredet. Vom Staat, von Bekannten, von der Freundin. Die Kunst ist es wohl, einen Weg zu finden, sich von dem in einem akzeptablen Umfang lösen zu können. Rentner haben es da ungleich einfacher als jüngere Menschen, die Segeln wollen. Naja ich schwadroniere gerade etwas....

Zurück zum Thema. Edmont Friedel erzählte, wie er ein Boot in seiner Wohnung baute. Im dritten Stock wohlgemerkt. Ich musste SOFORT zurück an Rene denken. Der eine oder andere Leser erinnert sich vielleicht. Ein damaliger Freund von mir. Auch er wollte ein Schiff bauen. Und vorab zum Üben ein kleineres im Wohnzimmer. Sogar sein Haus sah ähnlich aus und auch seine Wohnung war im dritten Stock. Er hat es im Gegensatz zu Edmont nie umgesetzt. Aber genau so hatte ich mir die Aktion vorgestellt. Unglaubliche Bilder wurden präsentiert. Ich musste so lachen, als gezeigt wurde, wie der Rumpf einige Meter aus dem dritten Stock  heraus stand und man sah, wie zum Ermöglichen des Ganzen, ein Stück Fensterrahmen und Mauerwerk herausgeklopft wurde, damit der Kiel durchpasst ;-)).

Edmont erzählte viel darüber, wie er einfach Segeln wollte. Egal wie. Selbstgebautes Rigg auf dem Schlauchboot, mit der Holzjolle quer durchs Mittelmeer. Immer wieder dachte ich dann: Eigentlich hätte ich es so einfach. Ein perfekt ausgerüstetes Boot liegt bereit, Einhandtauglich und dennoch mehr als komfortabel. Was bremst mich? Das ist recht einfach: Eine gut laufende Firma, die ständigen Forderungen des Finanzamts, die Angst nach einer zeitlang Segeln nichts mehr zu haben. Im Prinzip habe ich zwei Optionen. Option 1: Ich setze voll aufs Segeln. Vielleicht habt ihr es schon etwas herausgelesen, wir werden demnächst ein großes Schiff am Mittelmeer besichtigen, dass genau diese Option ermöglicht. Nunja, der Chartermarkt ist hart umkämpft und außerdem brauche ich für diese Schiffsgröße Crew. Nur weiß ich einfach nicht, ob und wie Uta da mitspielt. Mal sagt sie ja, mal nein. Sie weiß einfach selbst nicht, was sie mit ihrem Studium anfangen soll, wie lang sie es ohne ihre Familie aushält, etc...Ich kriege keine verlässliche Auskunft und die Sache ist ja kein Kindergeburtstag. Wir reden hier über 5 stellige Investitionen und die Aufgabe einer gutlaufenden Firma. Da ich mich aber fast täglich frage, wie lange ich es hier noch aushalte ohne verrückt zu werden, muss irgendeine Lösung her. Option 2: Meine Firma läuft weiter, ich verdrücke mich einige Monate im Jahr und segle. Mir würde keine Yacht einfallen, die dafür besser geeignet wäre als die SevenSeas. Aber: Klappt das? Kriege ich das so organisiert, daß keine Probleme auftreten, obwohl ich nicht da bin? Oder werde ich dann irgendwann die Firma aufgeben müssen und habe dann kein großes Boot, mit dem die Charteroption möglich wäre??

Schon wieder abgeschweift. So ein Blog ist ganz gut, um sich mal die Seele freizulabern.  Ich hör jetzt aber besser auf.

Obwohl, mir fällt gerade Option drei ein: Das große Boot, einige Monate segeln, die Firma weiterlaufen lassen und dennoch mit dem großen Schiff alle Optionen haben. Allerdings wenn Uta nach dem Studium hier mal Fuss gefasst hat wird sie als Crew nur seltenst dabei sein können und für die Einhandoption ist das andere Boot einfach zu teuer und zu unhandlich...

Mist. Ich jammer auf hohem Niveau und trotzdem macht es mich fertig.

 

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Heute startete die 43. Boot Düsseldorf und wir hatten kostenlose Tickets und eine Einladung erhalten. Sehr früh machten wir uns auf den über 300 km weiten Weg.

Über die letzten Jahre haben wir schon einiges an Wissen und Technik angehäuft, weshalb uns dieses Mal entsprechend weniger Fragen unter den Nägeln brannten. Unser Messebesuch glich deshalb eher einem verträumten Sonntagsspaziergang auf einem Rummelplatz. Ganz entspannt eben und ohne das anstrengende von Stand zu Stand Gehetze.

In Halle 15 besichtigten wir erstmal die neuesten Segelyachten. Eine 45 Fuß große Beneteau machte den Anfang. Der Platz im Salon, in den Kajüten, an Deck und überhaupt ist einfach unbeschreiblich. Nicht, dass ich etwas gegen unsere schnuckelige 31 Fuß große SevenSeas sagen möchte – sie ist top in jeder Hinsicht! Aber so manches Mal wünscht man sich ein paar blaue Flecken weniger. Beziehungsweise könnte es sich als etwas schwierig gestalten, wenn meine Familie mich mal besuchen sollte. Geschweige denn, ist es möglich Mitsegler auf einer solch ranken Yacht unterzubringen.

Der Blick vom Cockpit der 45er Beneteau zum Bug ist jedoch etwas einschüchternd, einen gewissen Respekt vor diesen Dimensionen kann ich nicht leugnen. Wenn ich mir vorstelle mit so einem großen Schiff an einer Marina anzulegen, wird mir etwas mulmig. Wie im Autoverkehr. Da bevorzuge ich auch eher die Größe eines Ford Fiestas, als die einer Mercedes-Limousine. Aber Stephan meint: „Man gewöhnt sich an alles. Alles Übungssache.“

Nachdem wir uns einige weitere Yachten dieser Größenordnung angeschaut hatten, schlenderten wir zu Halle 11. Tom Logisch, von logischyachts, erläuterte uns sehr verständlich die Vorzüge einer Hydrovane gegenüber anderen Windselbststeueranlagen. Da er selbst einige Blauwasseryachten im Programm hat, konnte er uns auch einige weitere Fragen zum Projekt beantworten. In Halle 11 ließ sich Stephan später noch von unserem Versicherer beraten bezüglich Skipperhaftpflicht bei gewerblicher Tätigkeit.

Wir schlenderten von Halle 10 – 1 und wieder zurück und uns fällt noch ein großes Schiff, ein Langkieler ins Auge. Die Island Packet 46. Als „Blauwasser-Urgestein“ wird sie von der Yacht beschrieben. Natürlich müssen wir da rein! Auch hier: Imposante Größenverhältnisse, Platz ohne Ende. Trotzdem stoße ich mir den Kopf an der Sprayhood an, da ich wegen dem höheren Bimini die Höhe unterschätzt hatte.

Fazit: Blaue Flecken gibt’s auch auf großen Booten!

Da wir in den nächsten Wochen für einen Probeschlag ans Mittelmeer fliegen, haben wir uns in der Touristikhalle noch ordentlich mit Infomaterial eingedeckt.

Recht schnell vergingen die Stunden auf der Messe. Beim Hinausgehen traf Stephan am DHH-Stand sogar auf seinen SSS-Lehrer. Er lud uns zum DHH-Abend in der Stadt ein. Aber entgegen unserer eigentlichen Planung, entschieden wir uns doch nur einen Tag auf der Messe zu verbringen und noch am selben Abend wieder nach Hause zu fahren.

 

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wünsche ich allen Lesern, Freunden und Bekannten. Wir besinnen uns über die Feiertage auch mal etwas und werden wohl erst im neuen Jahr weiter machen.

Die Heizung heizt übrigends zwischenzeitlich. Bisher ist sie zwar nur provisorisch angeschlossen aber immerhin. Die Wanten und Segel haben immer noch nicht zu mir zurückgefunden aber das wundert ja schon niemanden mehr. Ansonsten kreisen derzeit wirre Gedanken in meinem Kopf herum, ein sehr viel größeres Schiff, berufliche Veränderung und überhaupt. Alles nicht so einfach, langweilig wirds nie aber wir sind ja noch jung. Mehr im neuen Jahr. Rutscht mir gut hinein!

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Nur ganz kurz: Die letzte Teilprüfung Wetter habe ich soeben bestanden! Heute wird erstmal gefeiert, mir fällt eine Riesenlast von den Schultern, der ganze Schein war wirklich kein Zuckerschlecken.

Danke an Rüdiger, an den DHH und an alle die auf Elba dabei waren!

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Nachdem ich gerade wieder einmal fast verzweifelt bin mit den unterschiedlichen Nebelarten, die zudem überall unterschiedlich beschrieben werden (im SKS Buch steht etwas ganz anderes als im SSS-Buch) und ich die Unterbegriffe nicht den Oberbegriffen zugeordnet kriege und überhaupt.....Abkühlungsnebel, Verdunstungsnebel, Mischungsnebel, Strahlungsnebel, Inselnebel, Hochnebel, Frontennebel, Warmwassernebel, Herbstnebel, Seenebel, Frühjahrsnebel....ich werd noch verrückt....

zeigte mir Uta dieses unglaublich tiefgründige Video und danach war alles glasklar. NEBEL

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Der Heizungseinbau ist etwas vorangeschritten. Zunächst musste ein Holzbrett an die Außenwand der Backskiste anlaminiert werden, um die Heizung darauf schrauben zu können. Man hätte die Heizung auch einfach an das Schott zwischen Hundekoje und Backbord-Backskiste schrauben können, allerdings wäre es dann nötig gewesen, gleich nach dem Heißluftaustritt ein Winkelstück zu verwenden. Das erzeugt Stauwärme und mindert zudem die Leistung, weshalb ich mich für diesen aufwendigeren Einbau entschieden habe.

 

Der Auspuff ist auch (bisher provisorisch) vormontiert, er erhielt zudem einen hochwertigen Schalldämpfer zur Geräuschdämmung und als Schutz der Anlage vor Wasserschlag.

 

Ansonsten steht bei mir akute SSS-Wetter Prüfungsvorbereitung an.  Ich hoffe, dieses Lehrmaterial reicht halbwegs...

 

 

 

 

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Hola!

Nach einer gefühlten Ewigkeit melde auch ich mich mal wieder zu Wort.

Die letzten Wochen voll SKS-Lernerei und aufwendigen Referatvorbereitungen haben mich ganz schön geschafft! Besonders in so einer Zeit sehnt man sich nach einem Törn, bei dem man den Kopf wieder freibekommt und die Seele baumeln lassen kann und sich auf das grundlegendste beschränkt: leben und erleben. Stichwort: Kakan.* (*Eine kleine Insel in Kroatien.)

Das hat man davon, wenn man zum Einschlafen Sönke Roever liest.

Nach dem wirklich spannenden, supertollen und sehr lehrreichen Praktikum fiel es mir anfangs in der Tat schwer, mich wieder meinem Studium- und Hiwijoballtag zu widmen. Ich vermisste die wirklich interessante Arbeit, die supernetten Leute, das wunderschöne norddeutsche Städtchen Glückstadt und die Spaziergänge am Deich. Glückstadt hat mich wirklich glücklich gemacht. Aber Studium, Hiwijob und SKS-Lernerei, hatten mich bald wieder im Griff.

Zum Glück habe ich den SKS-Schein nun endlich in der Tasche! Jetzt brauche ich nur noch etwas mehr Erfahrung und Sicherheit beim Segeln. Ob ich mich irgendwann - mit entsprechend Meilen und Erfahrung - zum SSS durchringen kann, weiß ich selbst noch nicht. Im Moment reicht es mir mit Prüfungen. Stephan ist jedoch der Meinung, dass ich den SSS noch machen soll: "Dann hast du endlich mal eine vernünftige Ausbildung!" sagt er immer.

Gerade bleibt mir ein bisschen Zeit zum Verschnaufen, bevor ich mich an die erste Hausarbeit für dieses Semester mache. Zwei weitere werden noch folgen. Dann bin ich Scheinfrei und kann endlich mit der Magisterarbeit beginnen.

Tja was gibt es noch Neues. Ich habe den Spanischkurs A 1 erfolgreich gemeistert. Mal sehen ob ich den Kurs 2 noch mache, ob das zeitlich hinhaut.

Dass der Staat seinen studentischen Nachwuchs vor lauter Bürokratie verhungern lässt, weiß nun dank Stephan auch jeder.

Nächste Woche ist hier in der Gegend ein Vortrag im Rahmen der Reihe „Die Welt in Bildern“ diesmal geht es um Patagonien, den dürfen wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

 

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Am Donnerstag traf ich mich mit dem Werftchef, um den Heizungseinbau zu planen. Nachdem wir noch schnell eine riesige Princess Motoryacht umgeparkt hatten, ging es daran die Einbaumöglichkeiten durchzusprechen. Innerhalb kürzester Zeit sah die SevenSeas dann wieder aus wie die letzte Baustelle :-(. Die Cockpithölzer wurden weitestgehend wieder entfernt, die Backskisten geleert, die Polster ins Vorschiff geworfen, und alle Holzabdeckungen dazu. Ehrlich gesagt: Frustrierend. Aber eine vernünftige Heizung muss einfach sein. Wir konnten nach einigem Hin und Her einen Einbauort festlegen und demnächst soll es auch an die Installation der Ebersbächer D2 Standheizung gehen.

Vorher muss aber noch das neue WC rein, um das Boot komplett winterfest machen zu können. Auch das wird ein richtiger Spaß werden, denn es muss ein ziemlich gammliges Seeventil ausgetauscht werden. Da wir aber derzeit im Wasser liegen kann ich nur hoffen, dass das ohne riesige Sauerei und starken Wassereinbruch klappt.

Es gibt also kommende Woche einiges zu tun. Außerdem muss ich endlich anfangen, für die SSS Wetterprüfung zu lernen.

Heute früh sind Uta und ich mit dem falschen Fuß aufgestanden. Uta machte sich als erstes daran, beim BaföG-Amt anzurufen, da sie seit Monaten keines mehr bekommt. Die Sachbearbeiterin vertröstete Uta wegen den vielen Erstsemestlern abermals, was bei uns beiden für noch bessere Stimmung sorgte.

Da ich gerade so gut gelaunt war viel mir noch etwas ein..........

Ich rief meinen Segelmacher an, der uns ja dieses Jahr an der Abfahrt hinderte. Ich erinnerte ihn zunächst an unseren geplanten Termin zur Fertigstellung vom 14.-21. Juni. Wie sich im Gespräch herausstellte hat er wohl immer noch nichts gemacht. Wenigstens gibt es jetzt einen festen Termin:  Am 16.12. hole ich meine reparierten Segel und die neuen Wanten und Stagen ab. Endgültig!

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Uta hat es geschafft. Am Samstag machte sie sich an die letzte Etappe zu ihrem SKS. Sie musste nur noch die Navi-Kartenaufgabe absolvieren.

Wir hatten die letzten Wochen ziemlich fleißig geübt und sind froh, daß wir diese Sache nun endlich abhaken können. Den Schein bekam sie gleich in die Hand gedrückt und präsentierte ihn mir gleich darauf stolz in der Gaststätte des Sportheimes in Wipfeld, wo ich zu dem Zeitpunkt schon stundenlang auf sie wartete.

Meine Prüfungsanmeldung für die letzte SSS Teilprüfung ist mir heute vom DSV bestätigt worden. Die Rechnung ist auch schon bezahlt. Hoffentlich klappt das im Dezember genauso gut.

Ich habe mich zwischenzeitlich entschieden, mich doch direkt an den Sporthochseeschifferschein zu machen. Wenn man schon im Lernen drin ist fällt das sicher leichter, als Jahre später. Das bedeutet jetzt aber, daß ich über Winter noch 500 - 1000sm segeln muss, um den Schein machen zu dürfen. Hierfür bin ich also auf der Suche nach einem - gerne anspruchsvollen -  Überführungstörn zwischen Januar und März nach dem Motto "Biete Hand, suche Koje". Wenn jemand der Leser also etwas weiß, vielleicht selbst plant oder vielleicht einen Skipper in dem Zeitraum braucht, würde ich mich über Nachricht sehr freuen.

Vor lauter SKS lernen mit Uta kam ich natürlich wieder nicht dazu, das Boot einzuwintern. Langsam wird es dafür aber höchste Zeit. Das neue elektrische Klo ist angekommen und auch schon beim Boot. Ein Glück, es hat genau dieselben Abmessungen der Befestigungspunkte wie das alte, somit muss nichts abgeändert werden. Das Angebot für die Heizung habe ich nun auch. Es kommt also die nächsten Wochen eine Ebersbächer rein. Kostet etwa 800,- € + Marineeinbaukit etwa 400,- € + Arbeitszeit, wohl zwischen 8-10 Stunden.

Was tut man nicht alles, um ein wenig Komfort auf dem kleinen Schiffchen zu haben. Fahrtensegeln mit dem Halbtonner. Ich freu mich da schon wahnsinnig drauf :-).

 

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