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Ein Seeungeheuer - oder: Die Fahrt nach Itea

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Zurück an Bord treffe ich einen Entschluss: Wir werden früh morgens auslaufen und entweder Galaxidi oder Itea ansteuern, um von dort aus doch noch einen Ausflug ins sagenumwobene Delphi zu machen, damit Utas kultureller Hunger endlich gestillt wird ;-).

Noch im Dunkeln lösen wir die Leinen und laufen - etwas wehmütig - aus der Marina aus. Gegen Mittag wird es wieder sehr heiß und wir beschließen, eine Bucht für einen Badestop zu suchen. Ich entscheide mich für die nordwestlich gelegene Bucht der Ormos Anemokampi.

 

Wir haben die Bucht für uns alleine und nach einer obligatorischen Lotrunde fällt der Anker auf etwa 3 Meter Tiefe. Das Wasser ist herrlich klar und nach dem die Sonnenpersenning aufgespannt ist springt Uta schon ins Wasser. Sie taucht kurz nach dem Anker und schwimmt dann Richtung Kiesstrand.

 

Als sie nur noch wenige Meter von Land entfernt ist kreischt sie plötzlich laut los. "AAAAHHH da ist etwas - irgendwas Schwarzes - es war an meinem Bein!!!" und strampelt und schlägt dabei wild um sich. "Meine Herrn" denke ich mir "was ist denn jetzt schon wieder?". "AAAAAAAAA da war es schon wieder!!!!! HILFEEE! Kommst Du jetzt endlich???" "Jetzt komm doch lieber mal Du aus dem Wasser!" entgegne ich und Uta schwimmt zurück Richtung Badeplattform, nicht ohne sich ständig umzudrehen und nach dem Monster zu suchen. Als sie An Bord ist ist zittert sie am ganzen Körper. Ich muss lachen, denn ich glaube nicht an Monster im Golf von Korinth. Wir schauen zurück aufs Wasser. Es ist ruhig, klar und nichts ist zu sehen. "Was soll denn da sein?" meine ich und Uta grübelt, ob es eigentlich Muränen in Griechenland gibt.

"Ich blute!" meint sie und zeigt mir einen Mini-Kratzer am Bein. "Ich kratze mich wohl kaum selbst am Bein während ich schwimme!". Sie wirft mir natürlich vor, sie nicht gerettet zu haben. Nachdem Uta schon so manchen Actionfilm mit mir ertragen musste und wir Männer ja gerne Helden sind, fasse ich mir ein Herz, nehme die Taucherbrille mit und begebe mich auf die Jagd nach dem Ungeheuer.

Ich schnorchle Richtung Land. Zugegeben mit einigem Respekt. Ich drehe mich mehrfach um, um eine etwaige Attacke von hinten abwehren zu können. Als ich an die Stelle komme, muss ich innerlich doch laut lachen. Auf dem Grund liegt ein altes Autorad, daran befestigt eine alte, dreckige Schwimmleine, oben mit einem dicken Gummiruckdämpfer. An dem war sicher irgendwann mal eine  Boje für ein kleines Boot. Da die Boje fehlte, war das Teil über Wasser nicht mehr zu erkennen. Soso, damit hat Uta also gekämpft :-).

Wir chillen noch einige Zeit in der Bucht.

 

Als Uta später am Heck duscht, kommt schon wieder ein Ungeheuer direkt hinter der Badeplattform vorbeigeschwommen:

 

Später erfahren wir, dass diese absolut ungefährlich sind. Wir gehen Anker auf. Der Entschluss ist nun, Itea anzulaufen. Wir rechnen mit einer großen, modernen Marina. "Port of Entry" steht da im Hafenhandbuch. Nachdem wir zwischen den Untiefen vor Itea hindurchmanövriert sind, laufen wir in den Hafen ein. Am langen Steg an der Innenseite des Wellenbrechers liegen zwei Yachten. Als wir an der ersten Yacht vorbeifahren werden wir schon von der Crew der "Nancy" informiert: "Hier ist niemand, kein Wasser, kein Strom, macht einfach irgendwo da vorne fest. Braucht ihr Hilfe?". Wir verneinen und legen längsseits an. Um einen vergammelten, nicht funktionierenden Stromkasten legen wir die Springs.

 

Ich laufe gleich danach Richtung Bürogebäude, um mir selbst ein Bild zu machen. Alles ist zu, dreckig und auch die Dusch- und Toilettengebäude sind verschlossen.

Auf dem Rückweg rege mich doch etwas auf. Gerne hätte ich die Formalitäten ordentlich erledigt gehabt, da ich schließlich, um nach Delphi zu kommen, die SevenSeas einige Zeit alleine lassen muss. "Was ist eigentlich mit den Griechen los?" frage ich Uta "Hier geht ja gar nichts mehr!" Uta drückt mir zur Besänftigung das verspätete Anlegebier in die Hand. Gemeinsam machen wir uns anschließend auf den Weg, um im Ort wenigstens nach der Behörde der Hafenpolizei zu suchen.

Wir fragen uns durch und finden das etwas versteckte Büro im ersten Stock über einer Apotheke. Der Beamte ist alleine und scheint etwas übereifrig bemüht, uns alles recht zu machen. Er schiebt uns zwei Stühle hin und der Schreibkram beginnt. Im Büro ist es dank Klimaanlage sehr kühl, durch die offen stehende Balkontüre weht ab und zu ein warmes Lüftchen hinein...

Wir bezahlen 13,- € und werden ermahnt, vor dem Auslaufen nicht nochmal ins Marinaoffice zu gehen:"Just go!". Für mich hat die ganze Vorgehensweise ein wenig ein "Gschmäckle" (die Sache stinkt) aber vielleicht irre ich mich auch. Auf dem Rückweg erkundigen wir uns im Busbüro nach dem Abfahrtszeiten der Busse, anschließend kehren wir noch in eine Taverne an der Promenade ein und ruhen von dem ganzen Stress etwas aus. Die Preise hier sind weitaus niedriger als in Patras!

Auf dem Weg zum Boot kommen wir an einem Metzger vorbei, später gibt es an Bord gefüllte mexikanische Tortillas mit Hähnchenfleisch. Während wir im Cockpit den Tag ausklingen lassen, erwacht die Stadt. Jeder Bürger von Itea scheint abends einmal bis zum Molenkopf und zurück zu schlendern.

 

 

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Guest Thursday, 15 November 2018
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