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Adventsegeltörn bzw. Wintersegeln in Griechenland! Teil 1

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Am 5.12. ging es wieder an Bord. Diesmal mit neuer Crew! Mit dabei: Eine langjährige Freundin - Silke und Andre, der sich über eine Hand-gegen-Koje Suchanzeige in einem Forum bei mir gemeldet hatte.


Ich flog mit Silke ab Stuttgart. Andre wartete im Athener Flughafen auf uns, da er schon früher gelandet war. Von hier ging es mit dem Zug nach Korinth, wo uns freundlicherweise Hans, der TO-Stützpunktleiter mit dem Auto abholte.


Obwohl wir früh morgens losgeflogen sind, wird es während der Autofahrt schon dunkel. Wir müssen noch unser Gepäck an Bord bringen. Hier fängt eigentlich das Abenteuer schon an, über einen kleinen wackligen Steg setzen wir mit einem Mini-Kunststoffboot über zur SevenSeas. Dass das hier kein durchorganisierter Mitsegelurlaubstörn ist, zeigt sich spätestens jetzt, denn um überhaupt irgendwas ins Boot packen zu können, müssen zuerst die Segel an Deck. Dann wird das Gepäck verstaut und im dunkeln noch die Segel angeschlagen, denn irgendwo müssen die ja hin ;). Danach sind wir alle ziemlich k.o. und freuen uns, dass Hans uns nochmal mit dem Auto abholt und mit uns wieder zu der leckeren Taverne Nico in Drepano fährt.

 

 

 

Mit ein paar Bierchen und leckerem Essen gestärkt, fallen wir nach einem lustigen ersten Abend in die Kojen. Am nächsten Tag fährt Hans mit uns zum Lidl, wo wir günstig und schon für den ganzen Törn einkaufen - zwei Einkaufswagen voll. Nachdem alles verstaut ist machen wir mittags die Leinen los und motoren aus der Bucht heraus. Nordwind war angekündigt, durch die Landablenkung mussten wir jedoch die ersten Meilen genau gegenan bei Starkwind. Wir sind motort und Silke, die noch nie auf einem Segelboot war, wird gleich mal richtig eingeschaukelt. Danach wissen wir, dass sie offenbar nicht so leicht seekrank wird!

 

 

Bei dem ordentlichen Wind hebt sich der Bug der SevenSeas so manches Mal doch imposant, um dann mit riesen Gischt in die Wellentäler zu platschen. Als wir endlich den Kurs wechseln, können wir auch Segel setzen und es geht mit ordentlich Speed auf Amwindkurs Richtung Nafplion. Wie sich zeigt, ist das kleine Dingi im Schlepp mit der Situation etwas überfordert. Es hebt einige Male ab und dreht sich in der Luft herum. Wir klarieren es immer wieder, ich bin aber doch froh, dass es nicht sehr weit ist bis Nafplio. Wir motoren in den Hafen und legen am Yachtsteg längsseits an. Es gibt Platz ohne Ende um diese Jahreszeit, was ja zu erwarten war!

 

 

Wir liegen direkt vor dem kleinen Häuschen der Hafenpolizei. Obwohl es mittlerweile nach 20.00 Uhr ist, sitzt noch jemand darin. Ich frage also an, ob wir morgen vorbeikommen sollen wegen der Formalitäten, aber der Polizist möchte gleich die Papiere sehen. Also hole ich alles und dann beginnt eine etwas zähe Diskussion, denn leider scheint er nicht zu verstehen, dass unser Schiff unter 10 Meter Länge hat. Wären wir über 10 Meter, bräuchten wir ja dieses "Stempelbuch". Das haben und brauchen wir aber nicht, was er nicht versteht. Leider ist die Kommunikation durch sein holpriges Englisch etwas schwierig. Letztlich will er alle Papiere und Pässe behalten und mit aufs Amt nehmen. Dabei sehe ich allerdings rot und bitte ihn höflichst, diese bei mir behalten zu dürfen. Nachdem ich ihm versichere, morgen mit allem auf die Polizeistation zu kommen, lässt er die Papiere zum Glück bei uns. Anschließend laufen wir noch durch die wirklich sehr schöne Stadt.

Über Nacht lief durchgehend die Heizung wodurch es wirklich gemütlich war.

Am nächsten Morgen besuchte ich das Büro der Hafenpolizei. Zum Glück bin ich da auch hin, denn die gestern ausgefüllte Crewliste lag schon auf dem Tisch der jungen Polizistin. Wegen des angeblich fehlenden Dokumentes gab es keine Rückfragen mehr, ich musste 13, 50 € zahlen. Es war der freundlichen Beamtin sehr unangenehm, dass sie nicht genau herausgeben konnte, sie leerte noch ihren privaten Geldbeutel, um mir alles vorhandene Retourgeld zu geben, da sie kein Trinkgeld annehmen wollte.

Danach machten wir die Leinen los und segelten Richtung Leonidion.

 

 

 

Nach ein paar Meilen sind wir unter Autopilot unterwegs, zweites Reff im Groß, Genua zu 80 % draußen. Alles gemütlich, wir machen vielleicht 5 Knoten bei Halbwind. Wie aus dem nichts kommt plötzlich eine heftige Fallböe. Der Autopilot gibt Ruder hart, dennoch krängt das Boot immer stärker und luvt an. Die erste Böe packt er, sofort wird die Genua weiter gerefft. Dann dasselbe nochmal und noch heftiger. In den nächsten Minuten haben wir alle Hände voll zu tun, das Groß runterzubekommen!

Das Ganze ging nur wenige Minuten, mit der anschliessend noch stärker gerefften Genua machen wir dann nur noch wenig Fahrt aber zum Ausreffen hat auch niemand mehr Lust nach diesem Schreck ;). Wenig später laufen wir  in den Hafen ein und machen zunächst am äußersten Ende des Wellenbrechers fest. Weiter vorne sollen teilweise Verunreinigungen  durch Unterwasserfelsen sein, weshalb ich erst vorlaufe, um mir den Grund anzusehen und dann noch weiter vor verhole. Diese Strategie kann man bei griechischen Marinas, die man nicht kennt, nur empfehlen. Oft sind im Hafenhandbuch 2-3 Meter angegeben und dann liegen irgendwelche Felsen am Grund, die garantiert jedes Ruder beschädigen würden.

Der Wellenbrecher von Leonidion ist furchtbar zerstört. Es sieht aus, als habe es ein Erdbeben gegeben. Von Hans erfahren wir später, dass hier bei einem Sturm mit über 10 Bft das Mauerwerk dem Seegang nicht standgehalten hat.

Nach dem Anlegebier schlendern wir durch den kleinen Ort. Der Hafenpolizist begrüßt uns freundlich und verzichtet auf Liegegeld. Ein Welpe, ein schwarzer Mischlingshund kommt auf uns zugerast. Er ist völlig verspielt und Silke ist total  begeistert von dem Kleinen; sie "kämpft" mit ihm und er zerrt an ihrer Hose. Er will anschließend  nicht mehr von unserer Seite weichen.

 

 

Die Tavernen sind alle zu bis auf eine Strandbar. Hier werden wir superfreundlich empfangen und lassen den Abend ausklingen.

 

 

 

 

Leider haben wir noch ein Wasserproblem. Alle Tanks an Bord sind leer und die Wasserhähne am Steg abgeschlossen. Ich frage ein paar Bauern, die auch in der Taverne sitzen, sie telefonieren herum und versuchen alles, um uns zu helfen. Wir geben uns anschließend noch einige Bierchen gegenseitig aus. Leider klappt das mit dem Wasser - zunächst - nicht. Also entscheiden Andre und ich, mit Kanistern Wasser von der Taverne zu holen. Nachdem wir drei Mal mit Kanistern bepackt von der Bar zum Boot gelaufen sind und schon einiges Wasser in die Tanks gefüllt hatten, stand der zuständige  Mann mit dem Schlüssel am Steg, öffnete das Schloss und reichte uns den Schlauch.

 

 

Noch so eine griechische Lehre: Es klappt eigentlich fast alles; alle sind bemüht, aber wir Deutschen müssen dort einfach einen Gang runterschalten.

Ich bin sehr froh für diesen Törn nun endlich randvolle Tanks zu haben! Silke kocht noch sehr lecker und wir spielen eine paar Runden Mensch-ärgere-dich-nicht. Ein Glück habe ich diese Heizung eingebaut. Nachts wird es doch recht kühl, aber mit der "Ebersbächer" ist es immer sehr angenehm unter Deck.

 

 

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Guest Thursday, 15 November 2018
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