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Ab sofort segeln wir Delphia 33,

Überführung ab September 2016!

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EasyBlog

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Nachdem ich im Urlaub mit warmem Bier bzw. dann doch lieber mit Rotwein vorlieb nehmen musste, steht nun natürlich als erstes die Reparatur der Kühlbox an.

Wir haben ein thermoelektrisches Kühlaggregat der Marke Supercool (Schweden) verbaut. Zunächst dachte ich, ich baue jetzt gleich um auf Kompressor. Allerdings kostet das wieder irre viel Geld, was wir einfach nicht haben. Der Vorbesitzer unserer Yacht war mit der Supercool überaus zufrieden und meinte, er kam gut zwei Tage mit dem Stromverbrauch ohne Landstrom klar. Da er nur die halbe Batteriekapazität von uns hatte und wir zudem mit Wind und Sonne permanent nachladen, bin ich jetzt einfach mal zuversichtlich, daß das trotzdem funktioniert. Diese Marke scheint mir unter den thermoelektrischen auch die Beste zu sein, außerdem kann man am Schaltpannel umstellen auf "Economy", was den Stromverbrauch deutlich reduzieren soll.

Nach einer Internetrecherche konnte ich den Importeur ausfindig machen. Die Firma heißt Leab.

Unter dem Link

http://leab.de/supercoolkuehlung/index.html

werden die Aggregate immer noch vertrieben und mir wurde eine problemlose und günstige Reparatur zugesagt. Ich bin mal gespannt ob alles klappt, jedenfalls geht heute das Paket raus.

 

Der Übeltäter (Lüfter auf der Abluftseite):

 

Das Supercool-Kühlaggregat:

 

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Am Donnerstag Mittag legen wir in Heidelberg ab. Unser Ziel ist wieder Hirschhorn, denn dort liegen wir kostenfrei und recht komfortabel. Außerdem gibt es einen Einkaufsmarkt in der Nähe und die schöne Altstadt ist auch gleich ums Eck.

Wir passieren wieder zwei Schleusen. Diesmal geht es aber zu Berg; das bedeutet, wir müssen etwas exakter aufstoppen als  bei der Talfahrt, um den Poller belegen zu können. Wir merken gleich beim ersten Schleusen, dass das einfließende Wasser eine ordentliche Strömung verursachen kann und die Festmacher somit aufmerksamer geführt werden müssen.

 

Trotzdem klappt alles gut und nach einer nicht zu langen Fahrt legen wir erneut am altbekannten Steg an. Dann geht es ein paar Kleinigkeiten einkaufen und anschließend schwimmen wir ein Stück Richtung Stadt, um uns dann lässig von der Strömung zurücktreiben zu lassen. Für einen erneuten Landgang sind wir etwas zu träge, also chillen wir bei ein paar Gläschen Vino und spielen Patience, Rommé und zwei Partien Schach. Gegen Abend sehen wir zahlreiche Wetterleuchten und später, als wir schon in der Koje liegen, beginnt es heftig zu Regnen.

Trotzdem schlafen wir recht gut, wenn auch leider etwas kurz. Denn für den Freitag mussten wir den Wecker stellen. Der Plan war, die gesamte Rückfahrt bis nach Heilbronn an einem Tag zu schaffen und das Ganze möglichst vor dem angekündigten Unwetter am späten Nachmittag!

Wir hätten den Wecker aber auch gleich auslassen können, denn meine Rückfrage bei der Schleuse Hirschhorn (unterhalb derer wir ja lagen) war etwas enttäuschend. Mehreren Berufsschiffen müssten wir die Vorfahrt lassen. Es kommen 2 Talfahrer, anschließend Bergfahrer und ich glaube, weit über eine Stunde später, wir.

Bei der Fahrt zu Berg muss man strömungsbedingt deutlich mehr Gas geben, um voran zu kömmen. Da die Logge 5,5 KT anzeigt und ich interessiert bin, wie schnell wir denn wirklich sind, schalte ich zum ersten Mal unseren Kartenplotter an.

Dabei fällt mir sogleich etwas auf: Innerhalb unserer Blech-Wassergarage hatte ich nie einen AIS-FIX, hier aber sofort mehrere. Ich scrolle mich durch das Menue und bin begeistert. Das "auf die Schnelle" angeschlossene AIS funktioniert tadellos. Wie es aussieht senden sämtliche Berufsschiffe auf dem Neckar Signale aus, die wir nun empfangen können. Das bedeutet, ich weiß sofort in welcher Peilung sich welches Berufsschiff bedindet, wie schnell und wie gross es ist, ob es festgemacht hat oder fährt und bei Kollisionsgefahr gibt es einen Alarm. Dieses System ist sogar auf dem Neckar eine große Hilfe, wie ich später merke. Ich weiss z.B. vor unübersichtlichen Kurven, ob ein Frachter auf mich zu kommt. Ich kann einschätzen, wie viele Schiffe gerade zu Berg oder zu Tal auf meine nächste Schleuse zu fahren und ggf. meine Geschwindigkeit etwas anpassen. Selbst in diesem hügeligen Gelände empfange ich Signale aus über 5SM mit der kleinen Digital Yacht-Antenne!!

Auf der Rückfahrt kommen wir wieder an den zahlreichen schönen Burgen und Ruinen vorbei. Trotz dessen, dass Uta jede mindestens schon zweimal abgeknipst hat, wird jede einzelne nochmals fotografiert. Auf dem Neckar treffen wir wieder alte Bekannte, wie Graureiher, Höckerschwan und Stockente. Es ist eine wahnsinnshitze und wir cremen uns dauernd ein, um nicht völlig zu verbrennen. Wir passieren bis Heilbronn insgesammt nochmal 6 Schleusen. Während diesem ganzen Urlaub haben wir somit 16 Mal geschleust!

Etwa ab der Schleuse Kochendorf frischt der Wind deutlich auf. Das Unwetter naht. Der Windgenerator dreht wie  wild. Übrigends ist der Aero4Gen unglaublich leise. Vorher hatte ich diesbezüglich grosse Bedenken, aber die erzeugten Geräusche kann man absolut vernachlässigen.

Natürlich sind alle Anlegemöglichkeiten belegt und in unsere Wassergarage komme ich wegen der dahinter parkenden Yacht auch nicht. Somit machen wir nach Rücksprache an einem Schlepper fest. Schnellstmöglichst räumen wir alles von Bord, machen das Boot klar für den bevorstehenden Sturm und fahren nach Hause. Kaum sitzen wir im Auto fängt es an zu Regnen. Das nennt man Timing!

Es war eine wirklich sehr schöne Urlaubswoche auf dem Revier vor unserer Türe. Nach dem SSS Kurs werde ich das Boot vollends fertigstellen und dann wird es endlich Zeit auch mal die Tücher hochzuziehen :-)).

 

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Gestern mittag ging es weiter flussabwärts. Nach etwa 8 km kommt schon wieder die nächste Schleuse - Neckarsteinach. Das Schleusen klappt schon immer routinierter. Ich fahre langsamer rein als anfangs und Uta springt sicher rüber und gibt die Festmacher zurück aufs Schiff.

Es geht weiter, vorbei an Neckarsteinach und Neckargemünd. Wieder nur 8km bis zur Schleuse. Vor der Schleuse bekommen wir zum ersten Mal die blaue Tafel von einem Berufsschiff gezeigt, was bedeutet, dass der Bergfahrer Steuerbord an Steuerbord passieren möchte. Ich wechsele also die Uferseite. Dann rufe ich, wie immer, den Schleusenwart vom Handy aus an und der deutet gleich an, dass es etwas länger dauern würde. Er würde zurückrufen, wenn es weiterginge. Wir sollen erst mal an der Spundwand festmachen, was wir dann auch tun. Es kommen auch tatsächlich einige Berufsschiffe, die vor uns geschleust werden. Dennoch dauert es eine gefühlte Ewigkeit, in der wir im warsten Sinne des Wortes, in der Sonne braten.

Irgendwann fährt ein Ausflugsdampfer ein und ich rufe den Schleusenwart nochmal an. Der meint dann er habe uns schon zweimal ausgerufen, wir könnten mit einfahren. Tja ausgerufen hat er wohl per Funk, anrufen wollte er auf dem Handy! Meine Antenne liegt bei meinem Mast in der Werft!

Wir legen sofort ab, müssen nochmal hektisch die Fender und Festmacher auf die andere Seite bringen und schleusen dann mit durch. Für die Touris auf den Dampfern sind wir immer das absolute Fotomotiv, ich weiss auch nicht. Wir scheinen ohnehin ein Kuriosum auf dem Neckar zu sein. Bisher haben wir neben kleineren Jollen und kleinen Segelbooten eigentlich nur einen Finnclipper35 auf dem Neckar gesehen, ansonsten waren wir die einzige Segelyacht.

Wir haben uns entschieden beim Motor-Boot-Club Heidelberg in der Außenstelle festzumachen. Hier liegen wir zwar nicht direkt in der Stadt, dafür aber in trauter Zweisamkeit und völlig ohne Trouble...Der Hafenmeister kam vorbei, erklärte uns wo wir was finden  und war sehr freundlich. Das Liegegeld scheint am Neckar Standart zu sein. Entweder zahlen wir 7,5 € Liegegebühr + 2,5€ Pauschale für Strom und Wasser oder nichts. Mitglieder regionaler Bootsvereine bekommen da noch Rabatt oder brauchen nichts zu zahlen. Der TransOcean Verein hilft hier aber wenig ;).

Gestern Abend waren wir dann noch sehr lecker thailändisch essen. Für heute hatte Uta mir bereits das absolute Kulturprogramm angekündigt. Widerspruch ist da zwecklos. Es ging aufs Schloss, mit zugegeben sehr guter Führung, ins Apothekermuseum und in den Fasskeller, in dem ein Weinfass mit einem Volumen von über 221000Ltr. liegt, das auch noch eine direkte Verbindung in den Festsaal hatte, wo täglich etwa 2000Ltr. entnommen wurden. Wasser war damals verpöhnt.

Später waren wir noch in der Heiliggeistkirche, um die Jahrhunderte verbittert zwischen Katholiken und Protestanten gestritten wurde. Danach gings durch die Altstadt und nun lassen wir hier gerade den Abend im Hafen ausklingen...

Die ersten Defekte gibt es auch zu melden: Die Kühlbox streikt und das elektrische Kloo macht auch keinen Mucks mehr. Ich habs schon komplett zerlegt, möchte da aber nicht weiter drauf eingehen. Gut das wir dieses Jahr nicht losgefahren sind. So eine Testwoche zeigt einem schon deutlich auf, was funktioniert und was nicht. Insgesamt mag ich das Schiffchen sehr  und wenn ich nach dieser Woche wieder ablege werden auch diese Kinderkrankheiten beseitigt sein - versprochen!

Weitere Bilde packe ich in eine separate Bildergalerie, die ich in den nächsten Wochen noch füttere!

 

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...so wird das hier genannt. Nach nochmal 3 Schleusen und über 30 Flusskilometern haben wir Hirschhorn erreicht. Wir liegen gerade an einem öffentlichen Steg, waren bereits in der wunderschönen Altstadt und auf der Burg. Ich bin fasziniert, dass wir auch gänzlich ohne Landstrom klarkommen. Alles funktioniert, sogar der Spannungswandler. Ich habe Internet vom UMTS Stick und alles ist gut. Zu lange möchte ich heute nicht schreiben, denn wir sind absolut im Urlaub. Nachfolgend noch ein paar Bilder, die alles beschreiben:

Kurz vor unserer Abfahrt in Obrigheim:

 

Unterwegs...

 

In der Schleuse:

 

Uta bei der Arbeit:

 

Und ein Blick vom Turm der Burg Hirschhorn in Richtung unseres Liegeplatzes:

 

 

 

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Wir sind endlich unterwegs! Zwar erstmal für eine Urlaubswoche aber selbst damit hatte ich kaum noch gerechnet. Uta hat ja einen Hiwi-Job an der Uni und sie wusste bis wenige Tage vor Abfahrt nicht, ob sie überhaupt weg kann in der Zeit. Nun ist der Prof auch im Urlaub und es stand dem nichts mehr im Wege.

Am Donnerstag und Freitag wurde noch kräftig weitergebastelt am Boot, am Samstag haben wir morgends etwas Proviant eingekauft, dann ging es aus der Wassergarage. Zunächst legten wir nochmal an einem Steg an, um Wasser aufzutanken und das Proviant einzuladen, dann ging es los.

 

Nach wenigen Kilometern kam die erste Schleuse, bei der wir uns über Telefon anmeldeten. Wir konnten gleich einfahren und wurden ohne Berufsschiffahrt geschleust, worüber ich bei dieser ersten Schleuse doch sehr dankbar war.

Dann ging es an Wimpfen und Offenau vorbei den Neckar entlang. Wir näherten uns der nächsten Schleuse, Gundelsheim.

Ich rief wieder den Schleusenwart an und er meinte er würde gleich ein paar Kanus schleusen, die gerade eingefahren sind. Wir sollen Gas geben, dann könnten wir noch dahinter. Also mach ich etwas schneller. Dann kam der große Schock: Der Motor geht plötzlich aus...

Zum Glück hatte ich noch etwas Restgeschwindigkeit und konnte mit Hilfe dieser und ein wenig Paddeln mit dem Ruderblatt  die lange Spundwant vor der Schleuse erreichen. Uta springt ans Ufer und macht fest. Ich musste mich erstmal sammeln und überlegte woran es gelegen haben könnte. Diesel war genug drin, der Motor sprang sofort wieder an und lief normal. Also habe ich erstmal noch etwas Diesel nachgetankt und den Tankdeckel etwas offen gelassen, nicht das wir ein Problem mit der Entlüftung haben. Mutig sind wir dann doch noch in die Schleuse und hatten seither zum Glück auch kein Problem mehr.

Wir machten später im Hassmersheimer Bootsverein fest, wo uns ein Platz im hintersten Eck, direkt neben dem Clubhaus zugewiesen wurde. Das Anlegen klappt gut. Später erfahren wir, dass ausgerechnet heute Karaokenacht ist ;-).

 

Wir haben es vorgezogen, uns auf den Weg zur Burg Hornberg zu machen. Nach anfänglichen Startproblemen lief der uralte Johnsson Außenborder doch noch und brachte uns und unser quietschgelbes Dingi auf die andere Neckarseite. Dort half uns ein Anwohner einen kürzeren Weg zur Burg zu finden. Ähm ich sag mal: Der Aufstieg war dann abenteuerlich.

Als wir oben waren wollte uns auch noch eine Tür den Weg zur Burg versperren. Nach diesem anstrengenden Aufstieg konnte aber auch das uns nicht mehr aufhalten und wir lösten das Problem mit einer etwas waghalsigen Klettereinlage...

Nach einer ausgiebigen Besichtigung der Burgruine gab es später leckere Spagetti und dann ging es ab in die Koje. Am nächsten Mittag fuhren wir in die Schleuse Neckarzimmern. Diesmal ging das schleusen nicht so glatt. Ich stoppte nicht am angepeilten Poller auf und dann wurde es kurz richtig hektisch aber am Ende hat alles ohne Kratzer geklappt.

Schwierig wurde aber die weitere Törnplanung, denn zum einen machen die Schleusen Sonntags um 16 Uhr Feierabend und zum anderen haben wir wirklich sehr begrenzte Möglichkeiten anzulegen am Neckar. Selbst grössere Bootsvereine wie Zwingenberg gaben mir auf telefonische Rückfrage eine Wassertiefe von 1,60 an und das reicht nunmal nicht.

Da plötzlich ein Gewitter aufkam mit starkem Regen und heftigem Wind machten wir kurzerhand in Obrigheim fest, wo wir derzeit auch noch liegen. Wir wurden herzlich empfangen und ich kann mich hier wirklich nur bedanken. Ein Mitglied des Vereines fuhr uns sogar zur Tankstelle, um Dieselkanister zu füllen und in die Stadt nach Mosbach. Nach einem Stadtrundgang mit Eisdiele, historischen Gebäuden und dem großen Elzpark ging es mit dem Bus zurück zum Boot. Wir schwammen dann einige Runden zur Abkühlung ums Boot, duschten uns und gleich gibts lecker mangare :-)

Bis demnächst!

 

 

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Endlich kamen auch die Aufkleber mit der Bootsbeschriftung an! Am Montag habe ich sie gleich mit Wasser und Spüli angebracht. Hat super geklappt!

 

Hier noch beim Basteln vom Dingi aus:

 

und hier die Heckansicht:

 

Heute wird endlich das Deck gestrichen!!

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Ja uns gibt es noch und wir arbeiten weiter!

Viele Yachten sind mittlerweile losgezogen. Schiffe mit deren Eignern wir teilweise schon in Kontakt standen. Es tut mir etwas weh auf deren Homepages zu lesen, wie es vorangeht. Wir waren wirklich sehr nah dran, auch unterwegs zu sein. Derzeit hat uns der Alltag wieder ziemlich fest im Griff. Ich arbeite wie verrückt, Uta studiert und kommt ihrem Hiwijob nach. So langsam rückt für sie aber die Magisterarbeit näher...Und Marcus? Seither habe ich leider nichts von ihm gehört, er wollte wohl wieder privat etwas chartern oder bei einer ähnlichen Überführung mitmachen.

Ich dachte mir, ich fasse noch einmal zusammen, was  wir innerhalb des letzten Jahres so am Boot geschafft haben, für diejenigen, die hier nicht alles mitgelesen haben:

  • Zusatzwassertank angefertigt und montiert
  • Windgeneratormast angefertigt, Windgenerator montiert
  • Solarmodul montiert
  • Batterien vom Vorschiff nach Mittschiffs, Verkabelung geändert, größere Batterien
  • Sterling Laderegelung montiert
  • Regelung für Wind und Solar montiert
  • AIS Antenne montiert
  • neuen Kartenplotter, neue UKW-Funke, etc. montiert
  • Rettungsinsel + Halterung montiert
  • Epirb programmiert und montiert
  • Instrumentenhalterung über Niedergang neu angefertigt + montiert
  • 2 getrennte, elektrische Selbststeueranlagen montiert
  • Motor aus- und eingebaut, Motorraum neu lackiert, Saildrivemanschette erneuert
  • Bilge komplett lackiert, Salonboden in Teak neu aufbereitet
  • Spülbecken + Wasserhahn im WC-Raum installiert
  • Elektrische Bilgepumpe + Sensorschaltung montiert
  • LED Salonlichter montiert (zusätzlich)
  • Antifouling erneuert
  • Rumpf poliert
  • Gasabnahme + Neuinstallation einiger Leitungen
  • Cockpitteak aufbereitet
  • Bugbeschlag für den Bügelanker umgebaut
  • Anschluss Decksdusche erneuert
  • Separ Dieselvorfilter montiert
  • in Arbeit: Überholung des Aggregats für die Kühlbox, Erneuerung WC

...und wahrscheinlich noch tausend Sachen mehr, die mir gerade nicht einfallen.

Letztes Wochenende haben wir weiter den Innenraum geputzt, jedes Eck, die Polster liegen mittlerweile drinnen und es sieht superschön aus!! Ich war mit dem Schlauchboot unterwegs und half zufällig zwei Mal einer HR beim Anlegen. Der Eigner, der selbst 10 Jahre seine Yacht renoviert hat, kam später an Bord und meinte unser Salon sähe viel gemütlicher aus, als der seiner 35er. Was für ein Lob :). Und dann noch der Kommentar: "Die hab ich doch an Land gesehen. Die hat ja ein saumässig schlankes Unterwasserschiff, die muss ja irre schnell sein. Wie segelt die denn?"

Wenn ich das nur beantworten könnte!!!

Was gibts es sonst noch Neues? Die Bootsbeschriftung habe ich kürzlich bestellt, das kleine Schlauchboot ist gerade zur Überarbeitung in der Schlauchbootwerft. Uta hat ihre Spanisch A1-Prüfung geschrieben. Ergebnisse stehen noch aus aber da sind wir mal zuversichtlich. Und bei mir rückt der SSS näher. Ich hoffe, das geht nicht komplett in die Hose. Das läuft wieder wie bei der Fachwirtprüfung. Ich komm erst in die Puschen, wenns eigentlich schon zu spät ist. Mal sehen. Als Deadline für den Lernbeginn habe ich mir den 1.9. gesetzt. Mitte September beginnt der Vollzeit-Kurs und drei Wochen später sehen wir, obs zumindest etwas gebracht hat.

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Der eine oder andere wird schon vermutet haben, daß wir wieder nicht los kommen. Es hat sich immer deutlicher abgezeichnet, daß die komplette Fertigstellung des Bootes dieses Jahr nur schwerlich zu schaffen sein wird. Nach ein paar, teilweise unglaublich arbeitsintensiven Monaten, ist das Boot zwar mittlerweile so gut wie startklar aber es gibt immer noch vieles, was noch ansteht. Z.B. der Segelmacher, von dem ich trotz verstrichenem Termin seit dem letzten Telefonat nichts gehört habe. Wenn ich dazurechne, daß ein Segel (ab Bestellung und das geht ja erst wenn endlich der Mast probegestellt wird) 4 Wochen Lieferzeit hat, dann wird mir der Start für dieses Jahr einfach zu spät.

Als sich das so mehr und mehr abgezeichnet hat, war ich zunächst doch sehr frustriert. Wir sitzen hier einfach in tiefster Binnenprovinz und das macht die Vorbereitungen sicher nicht einfacher.

Genug herumlamentiert. Man kann der Sache auch Gutes abgewinnen: Das Boot liegt nirgendwo so günstig wie hier. Ich habe Zeit und Möglichkeiten, es weiter zu optimieren und kann für den Törnstart weiter sparen.

Um konsequent am eigentlichen Ziel dranzubleiben habe ich mir jetzt etwas anderes überlegt. Der Sportseeschifferschein  ist noch so eine Baustelle, die ich jetzt schon ewig vor mir her schiebe. Ein Selbststudium schaffe ich neben dem Job nicht, ich bin wohl auch nicht der Typ dafür. Schulen gibt es hier nur wenige. Die eine bietet einen einwöchigen Kurs an. Das halte ich für Nonsens. Bei der anderen dauert ein Kurs etwa ein halbes Jahr und es müssen regelmässig mehrere Wochentage eingeplant werden. Beruflich auch nicht machbar.

Dann habe ich noch eine Option gefunden: Der Deutsche Hochseesportverband Hansa e.V. bietet einen sehr speziellen Kurs an, der wie für mich gemacht scheint und der zudem genau in der Zeit stattfindet, in der Uta für ihr Verlags-Praktikum ohnehin im Norden der Republik ist. Ich werde im September/ Oktober auf Elba einen dreiwöchigen Intensiv SSS Kurs in Theorie und Praxis besuchen, am letzten Wochenende alle Teilprüfungen absolvieren und hoffentlich zumindest einige davon bestehen. Das  wird sicher kein Zuckerschlecken und der Schulleiter hat mir gesagt, ich solle danach am besten etwas Urlaub einplanen. Die Sache ist gebucht, ich freu mich darauf und hoffe, daß uns einige Leser trotz allem treu bleiben. Wie schon gesagt - aufgegeben wird nicht!

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Die Fertigstellung des Innenraums schreitet weiter voran, aber auch hier dauert alles länger als geplant. Wir haben mittlerweile den Salonboden mehrmals lasiert und die LED Lampen über dem Salon angeschlossen (dort musste alles neu verkabelt werden, da LED und normale Lampen separat schaltbar sein sollten). Funktioniert jetzt perfekt. Die LED`s sind sehr hell und das gemütliche "normale" Licht ist auch noch vorhanden!

Ich wollte zwischendurch die Badeplattform wieder anbringen. Um es mir dabei leichter zu machen, bin ich kurzerhand mit dem Dingi in die Wassergarage hinter die SevenSeas gefahren. Leider habe ich dann erst festgestellt, dass ich Trottel die Badeleiter falsch herum an die Plattform geschraubt hatte. Aus Frust machte ich erstmal Pause. Spontan lud ich Uta zu einer Dingikreuzfahrt ein. Wir düsten mit dem Schlauchboot aus der Garage und ein Stück den Neckar entlang. Als wir gerade zurück fuhren, kam uns der Neckarbummler entgegen. Plötzlich ging der Motor aus. Öhm ich gebe zu: Ich hatte gehofft der Sprit reicht....

Ich zu Uta: "Schnell, paddel mit den Händen...." Sie: "Du verar... mich, oder? Mach das Ding an!"........

Jedenfalls haben wir uns dann mit der Hand paddelnd schnell an Land gerettet, um gleich darauf den Touries auf dem Neckarbummler zuzuwinken, als sei nichts gewesen.

Das blöde war dann, dass wir an einem eingezäunten Werksgelände angelandet waren, welches am Ufer beiderseits durch Dornenbüsche begrenzt war.  Wir rannten also über den Platz und standen schnell von innen an einem großen Werkstor. Draußen stand zufällig noch der Chef, der gerade Feierabend machen wollte. Er war doch etwas verduzt über den Besuch auf der anderen Seite. Freundlicherweise öffnete er das Tor und wartete sogar bis ich Sprit geholt hatte!!! Peinlich....

Der Motor lief gleich wieder und Uta ist dann auch noch ein wenig gefahren.

Ansonsten gibt es noch zu berichten, dass Uta gerade einen kleinen "Run"hat. Für die letzte Hausarbeit bekam sie die Note 1,0. Außerdem hat sie eine Hiwi-Stelle bei Ihrem Prof bekommen und gerade auch die Zusage von einem Verlag für ein 4-wöchiges Praktikum! Uta kann ihr Glück kaum fassen und kommt aus dem Grinsen nicht mehr heraus.

 

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Gestern haben wir den alten, gammligen Salonboden nochmals ausgebaut. Der Boden war bisher mit Teppich überdeckt. Entsprechend befand sich noch überall Kleber, Klebeband, etc. darauf und der Boden war ohne Teppich nicht mehr ansehnlich. Da man unter dem ganzen Dreck aber einen schönen Teakboden vermuten konnte entschied ich mich, den Boden doch noch komplett abzuschleifen, denn ein ständig feuchter und schwer zu reinigender Teppichboden ist sicher auch keine Ideallösung.

Das Ergebniss nach dem Abschleifen ist wirklich beeindruckend! Leider ist der Werft gerade die Lasur ausgegangen und muss erst neu bestellt werden. Ich hoffe mitte nächster Woche kann ich den Boden dann fertigstellen.

Außerdem wurden gestern noch einige Kabel mit Kabelbindern "aufgeräumt", der neue Holzkeil (Tischfundament) verklebt und der Salontisch wieder montiert. Die Kabel vom Windgenerator sowie den Wechselrichter, den ich neulich für 3,- € beim Flohmarkt erstehen konnte sind jetzt auch angeschlossen. Somit sind wir innen nach Bodenmontage und Salonpolsterreinigung wohl in ein paar Tagen komplett fertig.

Mit dem Segelmacher habe ich nochmals telefoniert. Er kam gerade aus Italien zurück und schien noch etwas gestresst zu sein. Mal sehen wann er sich meldet und wie die Segelreparatur und die Wantenanfertigung geklappt hat.

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Bisher hatte ich ja überhaupt kein Verständnis für die doch immer wieder auftretenden Differenzen zwischen Mobo-Fahrern und Seglern. Als wir vorgestern zum Boot kamen dachte ich aber ich seh nicht richtig: Ich lag ursprünglich außen an einem allgemeinen Steg der Werft. Doch da lag nun ein etwa 3 Meter langes Mobo, das offensichtlich nirgendwo sonst einen Platz finden konnte ;). Mein Segelboot wurde offenbar von Hand verholt und so dumm diagonal zwischen zwei Stege gebunden, daß man eigentlich nicht mal mehr an Bord kam. Das komplette frisch abgedampfte Deck war voll mit dreckigen Schuhabdrücken, zudem war dort schon wieder flacheres Wasser und das Ruder ist ja frisch repariert (sowas kann sich solch ein Badewannenkapitän wohl nicht vorstellen grrrr).

Jedenfalls kletterte ich irgendwie an Bord und Uta und Markus, der mir ja beim Einbau des Motors half, standen an Land. Man musste aus dieser Situation rückwärts herausfahren und dabei an einigen Booten und einem Frachter vorbei, wobei kaum mehr 2 Meter Platz an jeder Seite ist.

Markus kenne ich schon ewig. Wir haben auch beruflich miteinander zu tun und wenns da mal um ein paar Euro Diskussionen gibt kann das schon passieren, das wir uns ein paar Tage richtig angiften, was sich aber immer wieder beruhigt. Er ist manchmal vielleicht etwas rechthaberisch, ich möglicherweise auch. Das ist ja auch kein Problem, solange man nicht auf einem Boot ist, wie sich dann gezeigt hat:

Jedenfalls bin ich kaum an Bord und überlege, wie ich hier am besten raus komme, da meint er: "Mach jetzt den Motor an und fahr da raus". Zeitgleich wirft er mir die Festmacher an Deck. Ich war erstmal total perplex, suchte den Bootshaken, wollte den Motor starten, ach, der Batteriehauptschalter,..... Wie ihr Euch denken könnt ging das Manöver gehörig in die Hose, denn eine Sirocco manövriert sich zudem sehr eigensinnig, daran werde ich mich erst gewöhnen müssen.

Zum Glück ist dennoch nichts passiert, außer das ich wahrhaft stinksauer war und sich mein Kumpel keiner Schuld bewußt war. Er meinte dann: "Wenns Dir nicht passt dann geh ich halt". Ich: "Ok, dann fahr ich Dich jetzt zum Bahnhof". Tja und so kam es dann auch.

Uta und ich haben also vorgestern und gestern alleine weiter gearbeitet. Die Luke über dem Salon ist nun neu eingedichtet, einige Züge genauer eingestellt,  ein Eck der Bilge und ein Schapp wurden noch neu lackiert, dann ging der Großputz los, das ganze alte Geschirr raus, alles abgespült, wieder eingeräumt, das Vorschiff komplett rausgewischt, die Polster abgesaugt und wieder angebracht, etc.

Gestern sind wir dann wieder in die Wassergarage gefahren, da ja das Deck noch gestrichen werden soll. Beim Ansteuern der Einfahrt merkte ich schon gute 5 Meter vorher, das das Boot aufstoppt. Wieder Schlamm, offensichtlich wird das immer schlimmer. Unter beinahe Vollgas ging es dann in die Garage. Festmachen wäre dann wohl eigentlich nicht nötig gewesen.

Das ist also der derzeitige Stand. Chaos auf Deck, beginnende Ordnung unter Deck. Motor läuft super. Elektrik scheint alles zu funktionieren. Schön auch: Die Ladung der Solarzelle ist deutlich zu merken, obwohl es nur so ein kleines Ding ist.

Was mich noch etwas durcheinander bringt: Robert, Eigner einer anderen Sirocco, empfiehlt mir dringend, nicht auf eine Sprayhood zu verzichten. Die Sirocco segelt wohl überaus nass und der Bordkomfort wäre ohne Sprayhood deutlich reduziert. Mein Voreigner hielt es da eher wie ich bisher. Bei ihm war die Sprayhood das erste, was von Bord geflogen ist. Sicher hängen diese unterschiedlichen Ansichten auch mit den unterschiedlichen Segelrevieren (Ijsselmeer/ Kroatien) zusammen. Nur was ist jetzt für mich das Beste?? Verwirrung pur. Eine Sprayhood wäre wohl nochmal eine wirklich teure Anschaffung. Sicher kann ich diese aber jetzt und hier am einfachsten realisieren. Für die ganz klassische Passatsegelei bin ich nicht zu begeistern und das Boot ist auch eher für andere Kurse gebaut. Ich grübel mal weiter und werde die Tage nochmal mit dem Segelmacher darüber reden.

Markus hat sich übrigends schon wieder beruhigt.

 

 

 

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Gestern wurde als erstes das Boot angehoben, um Antifouling noch auf die Stellen zu streichen, an denen bisher die Stützen auflagen. Man sieht hier auch das reparierte Ruder und die endgültige Montage des Antriebs (sorry, Handybilder!):

 

Dann wurde wieder gekrant:

 

Nach dem Einwassern rannte ich gleich panisch ins Schiff  und schaute mir die Saildrivemanschette an. ALLES DICHT ! :-)

Dennoch fing die Problematik erst an: Der Motor wollte wieder nicht anspringen. Mit Hilfe der Handentlüftungspumpe ließ sich nicht genug Unterdruck aufbringen, um auch nur an einer Entlüftungsschraube Diesel zu sehen. Es folgten unendlich viele unterschiedliche, verzweifelte Versuche, die Luft aus dem System zu bringen: Handpumpe betätigen, bis der Daumen fast abfällt, Dekompressionshebel entriegeln und durchdrehen bei losgeschraubten Anschlüssen der Einspritzdüsen, 4 Dosen Starthilfespray. Eine Druckpumpe wurde an die Tankleitung angeschlossen, wodurch ein Überdruck im System erzeugt wurde, um zu sehen, ob alles dicht ist, etc., etc. Als wir kurz vorm Aufgeben waren, schraubte ich nochmal den im Herbst neu installierten Dieselfilter (den direkt am Motor) los. Das Teil war komplett gefüllt mit einer zähen gelben Masse. Diesel sieht eigentlich anders aus. Dieses sulzige Zeugs muss der endgültig letzte Rest des verfluchten kroatischen Diesels gewesen sein, denn den Tank hatte ich ja bereits vor einigen Wochen gesäubert. Also wieder ein neuer Dieselfilter rein, wieder der Entlüftungskampf. Irgendwann lief das Boot! Jetzt springt es auch immer problemlos an!!

 

Probefahrt:

 

Danach wurde noch das Deck abgedampft, denn am Montag wollen wir weiterarbeiten, um endlich wieder ein schönes Deck zu bekommen. Daß die Sache ziemlich anstrengend war, sah man gegen Abend auch an dem Bestand in der Spüle. Davon erhole ich mich jetzt erstmal weiter und wünsche allen Lesern ein schönes Pfingstwochenende:

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Am Montag konnten wir endlich den Motor einbauen. Er mußte erst zusammengebaut werden, anschließend wurde er mit dem Kran wieder aus dem Werkstattschiff gehoben und über einen Gabelstapler und einen Flaschenzug zurück an seinen Platz befördert.

Gestern machten wir uns ans weitere Zusammenschrauben. Der Saildrive ließ sich recht problemlos an den Motorblock anbringen, mit den vorderen Motorlagern hatten wir dann einige Probleme aber es ging. Die Arbeiten im hinteren Motorbereich muss man sich so vorstellen: Man kriecht Kopf voraus die Hundekoje nach hinten. Links ist eine kleine Luke, durch die man an den Motorraum kommt. Da schlängelt man sich dann erst mit der einen, dann mit der anderen Schulter hinein und kann dann mit beiden Händen arbeiten während man auf dem Auspuff liegt und die Hüfte in dem Ausschnitt der Motorwand steckt. Das Ganze bei gefühlten 50 Grad in dem Loch. Nach maximal 15 Minuten muss man sich einmal komplett herauszwängen, weil  selbst unempfindliche Gemüter sonst panisch werden.

Schließlich wurde der Saildrive und die Schraube mit Antifouling eingesprüht und dann die äußere Schutzmanschette angeklebt.  Außerdem wurde der untere Bereich des Ruders und des Skegs schon nachlaminiert. Danach war bei uns beiden die Luft raus und wir ließen die Arbeiten ruhen.

Bild noch vor dem Ankleben der äußeren Schutzmanschette und vor Saildriveantifouling:

 

Hier das überlaminierte Ruder und der Skeg, noch vor dem Spachteln und Schleifen:

 

Mich haben die letzten Tage doch sehr mitgenommen (so ganz nebenbei bin ich ja auch berufstätig). Als ich gegen später im Auto saß und mit Uta telefonierte wurde mir so schwindelig und komisch, daß ich anhalten musste und erstmal nicht weiterfahren konnte. Kaum fahre ich weiter, klingelt wieder das Telefon. Der Lebensgefährte meiner Mutter dran (er passte gerade auf Joy auf): " Du sag mal hat der Hund eigentlich eine Haftpflichtversicherung?"  - "Die habe ich irgendwann mal gekündigt, die tut ja doch keinem was, warum?" Naja - Joy hat einem anderen Hund so ins Ohr gebissen, das ein Stück wieder angenäht werden musste.

Gegen später steige ich aus dem Auto aus, das beinahe neue Motorola Defy fällt mir aus der Hand und das Display, welches eigentlich aus einem extra kratz- und stoßfesten Spezialglas sein soll, ist in tausend Teilchen gesprungen.  Insgesamt also ein ziemlicher Sch...Tag gestern, wenn sich auch die Fortschritte am Boot sehen lassen können.

Ich bin aber ehrlich gesagt mittlerweile absolut ausgebrannt und wünsche mir nichts sehnlicher, als ein - zwei Wochen nichts tun.

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Mir fallen schon keine Überschriften mehr ein. Wird wohl Zeit, daß wir fertig werden...

Leider vergesse ich dauernd die Kamera, einige Bilder werde ich also demnächst nachreichen. Zwischenzeitlich wurde das Antifouling zweimal gestrichen. Die meisten Langfahrtsegler streichen Micron Extra; das hatte ich eigentlich auch vor. Jedoch ist es in der Werft nicht so gerne gesehen, wenn man Antifouling selbst mitbringt. Die Werft verlangt allerdings 250 € für den 2,5 Ltr. Eimer und da steig ich aus. Der normale Ladenpreis beträgt etwa 130 €. Wenn ich das Zeug von einem der Versandhäuser bestelle und mitbringe, kann ich wohl mit Sicherheit davon ausgehen, daß sich meine Werftkosten an anderer Stelle erhöhen ;). Taktisch unklug also... Somit kam jetzt das von der Werft empfohlene Seajet 033 Shogun drauf für 120 € die Dose. Das Ganze wurde zweimal gestrichen, somit komme ich hoffentlich länger als eine Saison damit aus.

Gestern haben wir in brennender Sonne begonnen, das Deck anzuschleifen, zu reinigen und testweise die vorderste Ecke zu streichen. Leider ist das Deck von den vielen Arbeiten so verdreckt, irgendwie scheint diese Vorgehensweise (sich von vorne nach hinten zu arbeiten) nicht ideal zu sein. Der Plan wurde also geändert und am Donnerstag bringt ein Bekannter einen mobilen Hochdruckreiniger und einen sehr langen Schlauch mit und dann wird radikal abgekärchert, anschließend komplett geschliffen, nochmal abgedampft, mit Verdünnung gereinigt und von oben bis unten bzw. von vorne bis hinten das Deck gestrichen. So ist der Plan. Außerdem bin ich etwas davon abgekommen, dass ganze Deck mit dem International Interdeck zu streichen. Ich habe etwas Angst, daß dieser rutschfeste und körnige Lack zu leicht verdreckt und sich anschließend schlecht reinigen lässt. Wahrscheinlich werde ich nur die Laufflächen damit streichen und für den Aufbau und das Cockpit den glatten Toplac verwenden, in der Hoffnung, daß dieser einfacher sauber gehalten werden kann.

Für Montag/ Dienstag ist der Einbau des Motors vorgesehen. Der Kumpel, der ihn mit mir ausgebaut hat, findet nur an diesen Wochentagen Zeit. Hoffentlich klappt das, denn mir fehlt noch die Dichtung zwischen Saildrive und Motorblock.

Drückt mir die Daumen, daß es endlich fertig wird, ich bin mit den Nerven ziemlich am Ende. Der Bekannte der gestern half meinte noch: "Da muss man halt Spass am basteln haben!" Ehrlich gesagt habe ich den nicht mehr. Ich will Segeln und das ist nur die Hürde, die mich davor abhält!

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Also, das Thema Zeitplanung haut irgendwie nie hin. Heute wollte ich eigentlich den Motor einbauen. Gestern sollte er lackiert werden.

Leider ist mir gestern auf dem Weg zum Boot plötzlich der Auspuff am Auto abgebrochen (mitten auf der Autobahn). Er hing dann auch noch so blöd runter, daß ein weiterfahren unmöglich war. Der ADAC brauchte über eine Stunde bis er kam, die Reparatur dauerte einige Zeit und somit war der halbe Tag wieder futsch. Ich begann dann noch, den Motor zu entrosten, wurde aber nicht fertig.

Heute ging es weiter, ein Freund half dann noch mit. Es ergab sich, daß es, um den Motor vernünftig zu reinigen, erforderlich ist, zahlreiche Anbauteile zu demontieren. Also: Lima ab, Anlasser ab, Kabelbaum weg, Lima-Halter weg, Schwungscheibe weg,.....

Beim Demontieren der Schwungscheibe haben wir uns dann noch fast umgebracht. Man muss eine riesige (ich glaub 55er Schlüsselweite) Mutter öffnen, dann kommt ein Abzieher auf das Teil, denn die Schwungscheibe steckt fest (und festgerostet) auf einem Konus.  Besagte Scheibe ist ein großes und sehr schweres Stahlgussteil. Jedenfalls ziehen wir den Abzieher an, und klopfen vorsichtig mit dem Hammer auf die andere Seite, damit sie sich löst. Mit einem riesigen Knall springt das 40-50kg schwereTeil plötzlich ab und ist nicht zu halten. Sie fliegt richtig vom Motor weg, wir springen beide im Reflex zur Seite und die Scheibe knallt zwischen unseren Füssen auf den Boden. Hätte die einer abbekommen, wäre das sicher ein übelster Trümmerbruch geworden. Ich habe dann erstmal nachgesehen, ob alles in Ordnung ist, denn an der Scheibe ist ja der Zahnkranz, der vom Anlasser angetrieben wird. Zum Glück ist nichts abgebrochen!! Anschließend haben wir den Motor und die Anbauteile entrostet und entfettet, mit hitzebeständigem Zinkspray grundiert und danach im originalen Volvo-Grün neu lackiert. Sieht klasse aus, muss jetzt aber erstmal trocknen, bevor wir weitermachen können.

Tja und dann kam leider noch ein eklatanter Mangel zum Vorschein. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere Leser noch daran, wie das Boot in der Werft angeliefert wurde und ins viel zu flache Wasser gekrant wurde. Man konnte über Deck laufen und das Schiff ist auf dem Kiel von der einen auf die andere Seite gekippt. Beim herausfahren ist dann noch das Ruder aufgesessen. Das ging wohl alles nicht ganz ohne Schaden ab, denn am untersten Eck des Ruderskegs läuft um die Kante herum jetzt ein tiefer Riss. In Rücksprache mit der Werft habe ich jetzt das untere Ruderlager demontiert und besagten Riss mit der Flex erweitert, damit die Feuchtigkeit, die sich darin befindet, herauskommt. Das Ganze muss jetzt noch neu laminiert werden :(.

Und noch ein kleines Problem: Wir haben derzeit nur eine große Rollgenua, einen Blister und ein Großsegel. Für die Biskaja möchte ich aber unbedingt noch eine kleinere und schwerere Arbeitsfock dabeihaben. Ich habe jetzt verschiedenes überlegt, letztlich scheint die einzig vernünftige Lösung aber eine Neuanfertigung zu sein.  Diese Kosten tun dem zugegeben schmalen Budget richtig weh! Außerdem können wir die Fock erst nach dem Maststellen und Vermessen bestellen, also voraussichtlich am 21. Juni. Lieferzeit ca. 4 Wochen...

Es gibt so Tage, da sollte man einfach keinen Eintrag schreiben. Vielleicht wirds morgen besser.

 

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Was für ein Tag! Wir haben beide einen heftigen Sonnenbrand und werden morgen unglaublichen Muskelkater haben!!!

Folgendes konte heute erledigt werden:

- Motorraum gesäubert, angeschliffen und lackiert (wurde bereits unter der Woche begonnen)

- Unterwasserschiff angeschliffen

- Rumpf komplett poliert!

Das mit dem Sonnenbrand ist eigentlich etwas verwunderlich, denn es war heute perfektes Polier-Wetter, weshalb wir es auch bis zum Ende durchgezogen haben. Es war ziemlich bewölkt, die Sonne kam erst am Nachmittag heraus.

In einem Trödelladen konnte ich neulich einen augenscheinlich neuen Weltempfänger (Grundig Oceanboy 350) für 17,- € erwerben. Da im Boot wegen dem ausgebauten Motor der Strom abgeklemmt ist, kam der batteriebetriebene Weltempfänger heute zum ersten Mal zum Einsatz und durfte uns die Arbeit mit schnellen Sunshine Live-Beats ein wenig erleichtern.

 

Ich habe überwiegend die Flächen mit einer geliehenen Poliermaschine bearbeitet

 

Uta hat dann die Kanten oben und am Wasserpass nachgearbeitet. Das Boot sieht jetzt schon wieder viel besser aus!

 

Joy fand das ganze ziemlich dämlich

 

Am Sonntag ist erstmal ein Tag Pause und am Montag wird der Motor neu lackiert und der Stahlanpressring der Saildrivemanschette entrostet und lackiert, damit am Dienstag der Motor wieder rein kann. Parallel habe ich gerade bei MyHammer eine Ausschreibung eingestellt. Vielleicht findet sich eine Firma, die mir günstig die Aufkleber für die Beschriftung anfertigt und auch gleich anbringt.

 

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...kommt langsam auf! Gestern habe ich kurz mit dem Segelmacher telefoniert. Er hatte bis heute noch keine Zeit, die neuen Wanten anzufertigen und die Segel zu überarbeiten. Er nimmt sich das für die Woche 14. - 21. Juni vor. Ansonsten hat er wohl ohnehin keine Zeit mehr. Das bedeutet, daß in dieser Woche auch der Mast probeweise gestellt werden muss. Somit müssen weitgehend alle anderen Arbeiten vorher erledigt sein, damit wir wieder ins Wasser können!

Also: Nix mit ausruhen von einer arbeitsreichen Woche, jetzt gehts mit Uta und Joy ab zum Boot. Uta ist ein absoluter Morgenmuffel und freut sich schon riesig ;). Später mehr!

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Leider kann ich mich gerade beruflich noch nicht so losreißen, wie es wohl sein müsste, um schnell fertig zu werden. Letztlich brauche ich aber auch das Geld, welches ich durch zusätzliche Aufträge generieren kann.

Das sieht dann so aus, daß ich in der vergangenen Woche 3 Tage mit 14 Stunden Arbeitzeit hatte und 2 mit ca. 7 Stunden. Obwohl ich ausdrücklich darum gebeten hatte, mich etwas rauszuhalten, stellt sich die Situation für kommende Woche wohl so dar, dass ich 4-5 Tage um die 13 Stunden zu arbeiten habe, eventuell einmal sogar 17h. Da gehts am Boot nicht weiter. Nach so einer Woche bin ich selbst am Wochenende nicht mehr zu motivieren, da ist die Luft raus.

Für die Woche ab dem 30.5. habe ich bereits angedeutet, beruflich nichts zusätzliches zu machen. Außerdem haben mir 2 Bekannte fest zugesagt, am Boot zu helfen. Theoretisch müsste dann einiges fertig werden!

Ich tröste mich damit, dass die Rhein-Pegelstände wohl momentan ohnehin nur Probleme bereiten würden.

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Kürzlich erhielten wir Nachricht von einem anderen Sirocco Eigner, Robert. Er segelt seit vielen Jahren ein Schwesterschiff unserer SevenSeas und konnte mir einige Unterlagen zu dem Typ zur Verfügung stellen. Für mich ist das äußerst interessant, denn über Suchmaschinen waren kaum Infos zur Werft und zur Yacht zu finden. Nun habe ich sogar einen Verkaufsprospekt, Risszeichnungen, etc...

Vielen Dank nochmal dafür!! Natürlich wollte ich die Infos auch auf dieser Seite sammeln und zur Verfügung stellen. Wer jetzt denkt, man könne bei Joomla einfach ein PDF hochladen oder verlinken irrt. Ich habe jetzt über drei Stunden gebastelt und probiert, letztlich ein Attachment-Komponent installiert und die ersten Ergebnisse könnt ihr jetzt als Anhang finden unter ---> "Über uns" --->"die SevenSeas". Alles nicht so einfach. Genau wie der ganze Versuch, so eine Reise zu starten!

Edit: Gleich noch einen Besucherzähler integriert (ab heute im footer zu finden), weil Joomla gerade so Spass macht! :-)

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Heute früh war es soweit, der Antrieb sollte raus. Mit meinem Kumpel habe ich (eigentlich eher scherzhaft) ausgemacht, dass ich um halb 8 bei ihm auf der Matte stehe, um ihn abzuholen. Für diese Arbeit war mir etwas Hilfe doch wichtig.

Um 7 habe ich dann die neue Homepage des Trans-Ocean Vereins entdeckt. Da musste ich mich natürlich erstmal registrieren und unsere Homepage anmelden. Um Punkt halb 8 klingelt dann natürlich das Handy (eher scherzhaft gemeint), wo ich denn bleiben würde...

Also ab, den Kumpel abgeholt und zum Boot. Kabel und Leitungen waren bereits los, es galt noch die Schrauben von der Saildrivedichtung und die Verbindung zum Motor zu trennen, was dann doch eine ziemliche Fummelei war.. Der Senior Chef gab uns dann eine kleine Winde, diese hängten wir an den in Position gebrachten Kran. Da der Kran nicht direkt nach oben heben konnte, sondern vom Winkel her etwas nach vorne ziehen musste, haben wir eine zweite Winde an eine Querstrebe im Achterschiff angebracht, damit der gelöste Motor uns nicht entgegenspringt und dabei irgendetwas zerstört (z.B. der Wassertank unter dem Salontisch war stark gefährdet). Mit langsamem Dichtholen der Winsch nach oben und gleichzeitigem Lösen der Winsch nach hinten hat das Ganze dann ganz gut geklappt. Punkt 12 war der Motor gelöst und lag auf dem Salonboden. Da der Seniorchef und Kranbediener gerade Mittag machte war für uns auch erstmal ein Döner und ein Bierchen angesagt.

Um kurz nach eins wurde der Motor dann herausgehoben und landete gleich im Werkstattschiff, um dort später noch etwas aufbereitet zu werden.Dann kam der beinahe schwierigere Part, der Saildrive musste herausgehoben werden. Unter größtem Kraftaufwand versuchten wir, das Teil nach oben zu heben und dabei nach hinten zu kippen, es klappte aber nicht. Um mehr Platz zu gewinnen, wurde noch der Auspuff demontiert. Obwohl wir zu zweit waren schafften wir es dann immer noch nicht, den Saildrive nach oben zu heben, zu kippen und so aus dem engen Schacht zu kriegen. Erst unter Zuhilfenahme eines weiteren Arbeiters gelang es schließlich.

Nun liegen Motor und Saildrive im Werkstattschiff und morgen gehts weiter!

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