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Ab sofort segeln wir Delphia 33,

Überführung ab September 2016!

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EasyBlog

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Die Aktion begann bereits am Mittwoch. Unser Mast wurde von der Garage heruntergekrant, auf der er nun seit 1,5 Jahren herumliegt und auf ein paar Böcke gelegt. So lässt sichs besser daran arbeiten. Donnerstags säuberten wir den Mast zunächst von dem Dreck, der von 5 Jahren im Freien herumliegen entstanden ist.

Freitag ging es dann um 10 Uhr los, nachdem der Rigger mit unseren Segeln und dem neuen stehenden Gut angekommen war. Zunächst wurde unsere Furlex nochmal komplett zerlegt, gereinigt und neu gefettet, dann wieder montiert, anschliessend wurden die Salingsbeschläge demontiert, mit einer Trennpaste unterstrichen und wieder neu montiert. Danach wurden die neuen  Wanten und Stagen angebracht und gefühlte 100 Splinte aufgebogen.

Die neuen Umlenkrollen sollten auch in den Mastkopf. Vier Rollen müssen da hinein, dazwischen ein Trennblech, darüber die Sorgleinen, um die Fallen einziehen zu können. Nach einigem Gefummel war zwar die erste Rolle drin, die zweite ließ es sich aber nicht nehmen, in den Mast zu rutschen. Trotz intensiven Fischversuchen mit verbogenen Fingern und Drähten etc. wollte sich nicht mehr heraus kommen. Also musste der Mastkopf noch abgenommen werden. Dazu wurden nochmal 14 Nieten aufgebohrt und später wieder neu vernietet.

Irgendwann kamen wir unter riesigen Zeitdruck, denn die Werft wollte um 16.00 Uhr schliessen und wir waren noch lange nicht soweit. Also Vollgas. Leider waren die drei Liter Wasser aus der Kühlbox schon um 12.00 Uhr getrunken, die drei Radler kurze Zeit später. Es war eine irre Hitze, wir schon von den Arbeiten am Donnerstag völlig verbrannt und jetzt war seit Stunden nichts mehr zu trinken da und keine Zeit, kurz wegzufahren....

Wir gingen letztlich ziemlich am Stock, schafften es aber nach einigem Kranchaos, den Mast bis 17 Uhr zu stellen. Zunächst sah es so aus, als seien die Oberwanten zu kurz angefertigt worden. Zum Glück war dem nach einigem herumprobieren und nachdem der Mast noch etwas in den Fuss nachgerutscht ist doch nicht so.

Der Rigger erklärte uns dann, wie der Mast richtig getrimmt sein muss, der Mast soll im gesamten leicht nach achtern fallen, das Babystag zieht einen deutlichen Bauch nach vorne und wenn man vom Mastfuss nach oben schaut muss er absolut gerade sein. Der Winkel der Saling muss identisch sein, wofür der Rigger sich noch drei Mal in den Mast ziehen lässt und die Oberwanten nachstellt. Er erklärt uns, dass ordentlich Druck auf die Wanten muss. Wenn wir bei 4 BFT unter Vollzeug segeln  und auf der inneren Seite ein Want lose wird, ist die Spannung zu schwach. Zu Uta meine ich später: Wir lernen heute mehr als in drei SKS Kursen zusammen ;-). Die Aktion war für uns wirklich unglaublich interessant.

Nachdem der Spargel stand wollte ich noch kurz die Genua setzen und die Reffanlage testen. Auch hier wieder eine Riesenaktion, denn egal was wir machten, nach ein paar Umdrehungen der Reffanlage blockierte diese immer wieder. Es dauerte ziemlich lange, bis uns klar wurde, woran es lag. Beim Einziehen des Genuafalls übersahen wir eine kleine Öse durch die das Fall unterhalb des Masttops geführt werden muss. Läuft das Fall nicht durch diese Öse wickelt es sich im Topp immer um die Schiene der Reffanlage und blockiert dann....

Jetzt ist alles gut, gestern haben wir noch den Baum angebracht und das Boot aus dem Kranbereich verlegt, damit wir erstmal unsere Ruhe haben. Runter kommen wird der Mast wohl erst in ein paar Wochen. Der Segelmacher wird noch einmal kommen,  um unser Boot komplett zu vermessen, damit wir neue Segel bestellen können, wenn wir das möchten und das Geld dafür haben :-(. Bis dahin müssen uns die alten noch genügen.

Hier ein erstes Bild, entstanden noch während der Arbeiten.

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So wahnsinnig spannend sind unsere Einträge derzeit sicher nicht. Dennoch möchte ich weiterschreiben. Es ist ja auch für uns eine Erinnerung wie es voran ging.

Zunächst möchte ich freudig verkünden, daß wir nach diversen Fehlkäufen und Versuchen nun endlich den hoffentlich richtigen Außenborder fürs Dingi gefunden haben. Ich konnte einen von diesen - gerade unter Fahrtenseglern - oft so gelobten Yamaha 2 Taktern erstehen. In unserem Fall mit 2 PS. Und siehe da: Der springt doch tatsächlich problemlos an :-).

An diesem Wochenende haben wir auch das Thema Fugen und Farbe endgültig abgeschlossen. Das Laufdeck ist frisch gestrichen und sogar unser Baum bekam heute noch neue Farbe. Wir geben derzeit Vollgas, denn kommenden Freitag soll (hoffentlich) zum ersten Mal unser Mast mit dem neuen stehenden Gut gestellt werden. Außerdem müssen wir aus unserer Wassergarage raus, der nächste Mieter und Bastler wartet schon. Sie war praktisch aber wir werden sie nicht vermissen ;-).

Außerdem möchte ich mal gesagt haben, daß wir die Wochenenden auf dem Boot trotz der Arbeit irgendwie auch genießen. Es ist mittlerweile wirklich gemütlich, wir schlafen an Bord wie die Murmeltiere und es funktioniert soweit alles. Von Druckwasser über Heizung, Kühlbox, Gas, el. WC, LED Beleuchtung,.... Viel elektronischer Schnickschnack bei uns der hoffentlich noch lange das macht was er soll. Auf jeden Fall sorgt das Zeugs für Komfort.

 

 

 

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Wieder ein Wochenende rum, wieder etwas weitergearbeitet, ein paar Fugen neu, den Boden unseres Achtercockpits gestrichen, die Ankerkette in den Kasten gepackt, etc., etc. Ich fürchte die Zeit bis September wird wie im Fluge vergehen.

Ich möchte kurz erklären, was wir denn nun überhaupt so vorhaben:

Im August werden wir in der Marina Koper den Mast stellen und einen kurzen Probeschlag (den Ersten!) machen. Dann Anfang September geht es los, wir klarieren in Slowenien aus, segeln rüber nach Kroatien, klarieren dort ein. Dann werden wir versuchen, zügig voran zu kommen und möglichst schnell Dubrovnik zu erreichen. Dort möchten wir ausklarieren und in einem langen Schlag auf See Montenegro und Albanien passieren. Das Ziel ist Korfu, wo wir in der Marina Gouvia für Griechenland einklarieren möchten.

Wie wir dort ankommen (Schiffszustand und unsere Verfassung nach dem langen Schlag ;)), wann wir dort sind und wie die Wetterprognose aussieht entscheidet dann, ob wir durch den Golf und den Kanal von Korinth fahren oder ob wir um den südlichen Peloppones und das berüchtigte Kap Maleas fahren. Ich nehme auf jeden Fall Seekarten und Revierführer für beide Routen mit. Unser Ziel wird dann in der Nähe von Nafplio im Argolischen Golf sein.

Roundabout reden wir von ca. 1700km bzw. über 900 Seemeilen und 5 zu pasierenden Ländern. Wir sind also etwas aufgeregt aber auch voller  Vorfreude.

 

 

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Irgendwann im Januar hat es mich wieder gepackt und ich musste ein paar Tage Segeln buchen. Eigentlich wollte ich nochmal an einem SSS Törn bei Skipper Michael M. teilnehmen (diesmal völlig ohne Prüfungsdruck), da das aber gerade nicht angeboten wurde, buchte ich einfach ein Skippertraining über die Osterfeiertage ohne Wert auf den Skipper zu legen. Als wir unsere Crewliste bekamen, stand dann auch noch ein Skipper darauf, der nicht mal in der Teamliste der Segelschule SI aufgelistet war. Also war ich doch sehr gespannt, ob das was vernünftiges wird.

Freitag kam ich also nach einer endlos erscheinenden Autofahrt an, die Crews wurden ihren Yachten und Skippern zugeteilt und dann ging es erstmal an Bord der Orion, einer Bavaria 42. Wir packten unsere Sachen an Bord und entschieden uns für die Kojen. Das erste mal seit meiner Atlantiküberquerung vor 12 Jahren schlafe ich also wieder in einer Stock-Koje oben. Abends gehen wir essen in der Gruitmolen in Stavoren und lernen uns erstmal etwas kennen. Die Crew besteht aus SKS´lern, die zum Großteil nur ihren Prüfungstörn hatten und etwas Sicherheit dazugewinnen wollten. Wie sich herausstellte war unser Skipper wieder mal ein Volltreffer. Carsten ist Profiskipper, fährt häufig Arktistörns und ist schon unzählige Male rund Cap Horn....

Am Samstag ging es los, der Tag begann mit Sonnenschein. Nach der Einweisung machten wir uns im Hafenvorbecken etwas mit der Yacht vertraut, im Wind halten mit Bug und Heck, seitwärts Anlegen, Radeffekt, Rückwärtsfahren, etc. Dann ging es raus, Segel hoch, Kurs nach Medemblik.  Unterwegs übten wir ein mir völlig neues BOB Manöver, welches ich wohl als das einzig effektive im Kopf behalten werde. Keine Ahnung, warum das in keinem Lehrbuch steht und auch sonst nicht unterrichtet wird. Das Wetter wird unterwegs schlechter, es fängt sogar etwas zu Hageln bzw. Graupeln an. Anschließend lege ich am Meldesteiger im Regattahafen Medemblik an und wir lassen uns eine Box zuteilen, in die wir anschließend verholen. Diesen Abend wird gekocht und noch das eine oder andere Bierchen vernichtet.

Am nächsten Morgen ging es wieder raus und gleich rein in den Stadthafen. Dort übten wir Hafenmanöver, Eindrehen in die Dalben unter  Zuhilfenahme der Springs, Manövrieren auf engem Raum, Anlegen, Ablegen ohne Ende. Zwischendurch zeigte Carsten uns wie man eine Leine richtig wirft, um beispielsweise mit Abstand noch einen Dalben zu erwischen. Auch das hatte ich bisher noch nirgends gezeigt bekommen und es funktioniert sehr effektiv!! Danach raus und an der geschlossenen Tankstelle noch einige seitliche Anleger mit anschließendem Eindampfen in die Achterspring. Dann hieß es wieder Tücher hoch, Kurs Schleuse Makermeer. Von den anderen Teilnehmern war noch niemand jemals in einer Schleuse. Nachdem wir alleine durchgeschleust waren drehten wir und fuhren durch die andere Schleuse wieder Retour. Diesmal war die Schleuse voll und wir mussten sehr genau aufstoppen. Raus aus der Schleuse, Segel hoch und weiter Richtung Enkhuizen. Wir dürfen über Nacht am Meldesteig liegen bleiben, was hier wirklich die beste Lage mit den kürzesten Wegen ist. Abends gehen wir unglaublich gut essen in "de Mastenbar" direkt in der Marina. Ausnahmslos jeder von uns war schlicht begeistert.

Montag ist unser letzter Segeltag, wir machen uns also auf den Weg zurück nach Stavoren. Beim rausfahren überwachen wir die Ausfahrt auf dem Radar und sprechen nochmal alle Funktionen durch. Für mich eine willkomene Auffrischung. Unterwegs üben wir weiterhin jede Menge BOB Manöver  und holen dann erst im Vorbecken die Segel ein. Wir üben noch einige seitwärts Anleger und wollen anschließend in unsere Box. Der Skipper will es uns nochmal vormachen und das Manöver misslingt gehörig, er fährt von der Box weg und meint dann er brauche jetzt jemanden, der beim nächsten Manöver unbedingt auf den Steg kommt und schnell die Vorleine festmacht, denn unser Getriebe sei kaputt. Ich frage ihn etwas verdutzt, ob das jetzt eine Übung sei, worauf er mir entgegnete: "Das ist jetzt kein Spass, das Getriebe funktioniert nur noch vorwärts". Er demonstrierte kurz, wie er den Rückwärtsgang einlegt und das Schiff Fahrt voraus aufnimmt. Wir können also nicht mehr aufstoppen oder auf engem Kreis wenden, sondern müssen in einem Schwung, ohne Aufstoppen zu können an den Meldesteiger hinter einer Yacht einparken. Wir kommen sehr schnell rein, ich springe über und habe alle Mühe, schnell genug die Leine auf der Klampe umzulegen, so viel Kraft kommt plötzlich darauf. Es gelingt dennoch und wir kriegen auch eine Achterleine über und ziehen uns an den Steg.

So ging das Skippertraining zu Ende, es war wohl für alle Teilnehmer überaus lehrreich. Mich erwartete wieder eine endlose Autofahrt bei übelstem Regenwetter bis in die späte Nacht hinein. Jetzte sitze ich hier, frühstücke etwas, schreibe diese paar Zeilen im Blog und gleich geht es zur Arbeit. Diese Woche muss ich noch einiges vorbereiten, am Wochenende treffe ich mich mit dem Segelmacher. Ich bringe alle Teile mit, die ich noch habe ( Toggles, Bolzen, Klampen, etc ) und wir gleichen dann ab, ob das Rigg so komplett sein müsste, damit wir es am Tag des Probestellens auch hinbekommen.

 

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Der Termin steht  fest: Ende Juli wird unser Schätzchen verladen.

Die Transportfirma teilte mir bei Auftragserteilung mit, sie habe nochmal in den alten Unterlagen geschaut und da noch Bilder von vor über 10 Jahren gefunden. Sie haben das Boot bereits von der Ostsee ans Mittelmeer gebracht, von dort wieder zurück nach Stuttgart. Von da zu mir nach Heilbronn und nun geht es wieder ins Mittelmeer. Für diese Firma also schon eine alte Bekannte. Sie kamen mir beim Preis noch etwas entgegen und jetzt ist die Sache fix :-).

In Slowenien wird für unser Schiffchen sogar Polizeibegleitung benötigt!

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Eigentlich wollten wir uns am Samstag nur im Reisebüro erkundigen, wie man am besten nach Koper fliegt und ob es Kombiflüge gibt, die uns dann ab Athen zurückbringen.

Die angebotenen Flüge waren aber dermaßen günstig und zudem beides Direktflüge mit Lufthansa, daß wir einfach nicht widerstehen konnten und gebucht haben. Wir fliegen also Anfang September nach Triest, müssen von dort noch per Bus/ Bahn/ Taxi (??) nach Koper, wo dann unsere SevenSeas auf uns warten soll. Unser Rückflug geht dann einige Wochen später im Oktober ab Athen :-)).

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Die Heizung ist endlich fertig! Die Heizleistung der D2 ist top und scheint mir auch bei übelster Kälte mehr als ausreichend zu sein. Bei Betrieb hört man im Heck ein leises Tickern von der Dieselpumpe der Heizung und der Gebläsemotor summt etwas, was aber nicht stört.

Wunderbar, wieder etwas erledigt. Übrigends ist das el. WC nun auch fertig angeschlossen und alles funktioniert.

Langsam aber sicher rückt mein Rigg auf der To-Do Liste wieder nach oben. Ich rief also nochmal den Segelmacher an, die Segel sollen ja nun soweit fertig sein, die Wanten und Stagen auch. Was zuletzt fehlte waren die Umlenkrollen aus dem Masttop, die alten hatten einige Haarrisse im Kunststoff. Diese sind aber angeblich gestern (!!!!) gekommen. Wieviele Monate mach ich da jetzt rum?? Die Rollen müssen noch aufgebohrt werden aufs richtige Maß, denn exakt die gleichen waren nicht zu bekommen. Der Segelmacher hat prinzipiell Zeit in den nächsten Wochen, also müssen wir uns ranhalten, innen aufklaren, kleinere Restarbeiten und dann einen Termin vereinbaren, um den Mast probezustellen.

Ein neues Schlauchboot habe ich soeben auch noch bestellt, das Plastimo ist leider nicht hundertprozentig dicht. Gebraucht möchte ich soetwas nicht kaufen. Wir bekommen nun ein Quicksilver 200 mit Luftboden.

Das Angebot vom Transporteur kam zwischenzeitlich auch und mir wurde fast schlecht beim durchlesen. Knappe 4000,-  € werden aufgerufen. Und das von dem Transporteur, mit dem ich bisher immer sehr zufrieden war und der immer mit Abstand der  Günstigste war. Zum Glück habe ich mir auf der Messe Boot noch zwei Angebote von anderen Speditionen machen lassen. Eines lautet auf etwa 2500,- €. Im Zuge des Ganzen habe ich vorhin nochmal die Rhone au Rhin bzw. die Kanalvariante gegoogelt, die Angaben zum benötigten Tiefgang schwanken zwischen 1,50 und 1,80 Meter. So recht wohl ist mir dabei also auch nicht. Außenrum käme nur mit einem fähigen Mitsegler in Frage. Uta kann leider dieses Jahr unmöglich mehr als 4 Wochen wegen ihrem Unijob bzw. der Magisterprüfungsvorbereitung weg und jemand anderes fällt mir für die Gesamtstrecke nicht ein. Das Ziel ist auf jedenfall vorerst Griechenland, ein Hafenhandbuch habe ich mir auch zur Vorbereitung schonmal bestellt.

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Kürzlich fragte ich einen Arbeitskollegen um Rat, wie er in meiner Situation zur Segelplanung 2012 entscheiden würde:

a) Yachttransport der SevenSeas nach Slowenien, Segeln quer durch die Adria bis nach GR.

b) Eigenes Boot noch hier lassen, mehrwöchig Charten in Kroatien

c) mehrere Tiden-Meilentörns + preparation week + Ausbildungstörn Yachtmaster Offshore

 

Seine Antwort war irgendwie deutlich: c) schließe er von vorneherein aus. Zu anstrengend, kein Urlaub. b) sei irgendwie Nonsens, weil die Kosten für a) ohnehin irgendwann anfallen würden.  Also a). Als ich am nächsten Tag meine Bürounterlagen durchsah fand ich darin mehrere A4 Blätter mit dem ganzseitig groß und unterstrichen geschriebenen A. Später fand ich noch mehr A-Zettel und Notizen an anderen Stellen in der Firma. Ich musste doch schmunzeln. Heute hab ich also meinen Transporteur angerufen und um ein Angebot für den Yachttransport von Heilbronn nach Koper gebeten.

 

 

 

 

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Vergangenen Freitag war es soweit. Unser Flieger ging von Stuttgart über Zürich nach Athen. Wir landeten gegen Mittag und erwischten in letzter Sekunde sogar noch den richtigen Zug. Am Bahnhof wurden wir abgeholt und anschließend ging es noch ein gutes Stück mit dem Auto durch Griechenland. Vorbei an riesigen Orangenplantagen, die größtenteils noch voller Früchte hangen. Endlich wieder im Süden! Griechenland zeigte sich von seiner schönsten Seite, angenehm warm war es, die Sonne schien und bei uns kam schon richtige Frühlingsstimmung auf. Wir ließen es am ersten Tag gemütlich angehen, gingen noch sehr lecker essen am Strand mit Blick auf die Yacht, um die es ging.

Am nächsten Morgen setzten wir über und es ging an Bord der 45er Centercockpit Slup. Ein schönes Schiff inkl. Pött und Pann, ausgerüstet und startklar zum sofort ablegen. Wir schauten uns erstmal über und unter Deck um, dann besichtigten wir den Motorraum. Um ehrlich zu sein war dann bei mir schon die Entscheidung gefallen, das Schiff nicht zu kaufen. Der Motor lief tadellos und wurde erst vor wenigen jahren überholt. Leider gab es Ölleckagen an der Kopfdichtung und eine Bilge, die ich so nicht akzeptieren wollte. Das Resumee war für mich: Der muss raus, neu abgedichtet und gereinigt werden, genauso wie die Bilge. Ich hatte mit etwas Arbeit gerechnet. Farbe, Antifouling, Kleinkram den ich in 4 Wochen hätte erledigen wollen. Das klappt aber meiner Meinung nach so nicht und damit bin ich raus. Ich bin heilfroh, dass in meiner SevenSeas der Motor wieder drin ist, hier ist alles sauber und dicht. Meine Gedanken waren sofort wieder bei unserer schnuckligen 31er, die jetzt nunmal einwandfrei ist. Ich kann und will nicht nochmal von vorne anfangen. Auch nicht für den Komfort und die Möglichkeiten, die man mit einer 45er hätte. Das Schiff ist sicher ein Schnäppchen, für jemanden, der es entweder so nutzt, wie es ist oder der bereit ist, etwas mehr Zeit zu investieren.

Wir legten noch ab, machten einen Probeschlag, einige Halsen und Wenden. Dann kamen die Segel wieder herunter und das Schiff zurück an seine Boje. Ich wollte mir noch etwas Zeit lassen für die Entscheidung aber in meinem Inneren war die wohl bereits getroffen. Es ergab sich, dass der Eigner noch nach Athen musste. Spontan fragte ich, ob wir mitkommen könnten, um unsere wenigen freien Tage noch mit etwas Sightseeing aufzuwerten. Innerhalb 10 Sekunden hatte ich ein Hotel gegoogelt und anschließend ein freies Zimmer für zwei Nächte im Hotel "Fresh" reserviert. Link

Wir waren schlicht begeistert von dem Hotel. Wer sich Athen ansehen möchte, dem kann ich dies nur wärmstens empfehlen. Es liegt sehr zentral, Essen und Service ist wohl kaum zu toppen und das ganze noch sehr günstig. Sonntag früh machten wir uns auf den Weg zur Acropolis und ins gleichnamige Museum. Griechenland ist wahrlich eine Reise wert. Allerdings muss man sagen, dass wir den Eindruck hatten, die einzigen Deutschen hier zu sein. Wir haben zumindest nirgends auch nur einen Ton deutsch gehört. Engländer, Franzosen, alle sind da, keine Deutschen. Ein Taxifahrer fragte schnippisch: "Merkel gut Politik??" Ich versuchte etwas auszuweichen, er meinte dann "Merkel MAMA von Griechenland".

Abends gingen wir im Hotel essen. In der Lounge im obersten Stock mit Blick auf die Acropolis ließen wir es uns richtig gut gehen inkl. Cocktails und Co. Wenn man gerade KEIN Schiff gekauft hat darf auch etwas Geld für Genuss übrig sein.

Da unser Rückflug erst am Montag Nachmittag startete nutzten wir die Gelegenheit, noch das Nationale Archaeologische Museum zu besichtigen. Dann hieß es Byebye Süden - die Arbeit ruft.



Heute früh stand ich schon in der Werft, um nach dem Rechten zu sehen. Die Heizung soll in einer Woche fertig eingebaut sein. Als ich mein Schätzchen so schwimmen sah war ich doch überzeugt, das richtige getan zu haben. Außerdem hat das Schiffsalter und die Größe unserer SevenSeas unschätzbare Vorteile: Nirgends wird man mit Luxussteuer belangt, denn wir haben knapp unter 10 Meter. Mehrwertsteuernachweis ist ebenfalls kein Problem bei einer Yacht BJ. 1973. Also freie Fahrt auch in GR und Italien! :-) Wir wollen jetzt zügig die Restarbeiten abschließen und dann einen Weg ins Meer finden.

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Um in diesem eiskalten Winter die segelfreie Zeit totzuschlagen, kam mir gestern ein kleines Event gerade recht. Meine gute Freundin und Mitveranstalterin Silke lud mich zum Themenabend "SEGELN live" bei Avalon Premium Cars in Stuttgart ein. Da ich ihr an diesem Vormittag noch einen Käufer für einen neuen Evoque vermittelt habe, fand ich das auch angemessen :-).

Ich kannte das Event ja schon. Vor einigen Jahren schauten wir uns hierbei Johannes Erdmanns Vortrag an. Auch diesmal ließ es uns der Veranstalter an nichts fehlen.  Für Kost und Logis war gesorgt, das Ambiente schön. Auch wenn ich mir in nächster Zeit keinen Landrover leisten möchte  begeistern mich die Fahrzeuge. Vor einem Jahr waren wir mit einem RangeRover Sport bei einem Geländetraining dabei. Wer so etwas schonmal erleben durfte, wird ähnlich denken.

Das Event begann mit einem Vortrag von  Herrn Sach zum Thema Trimmen. Speziell auf Kats wurde hier Bezug genommen und ich war überrascht, wie viele Rückfragen nach dem Vortrag aus dem Publikum kamen. So viele Katsegler hatte ich hier nicht vermutet. Auch ich weiß jetzt, dass die Katsegeler den Halbwindkurs als Flieger bezeichnen. Man merkte, dass Herr Sach unglaublich viel Ahnung von der Thematik hat. Da der Vortrag aber überwiegend aufs Katsegeln bezogen war, freute ich mich schon auf die Pause und den zweiten Referenten, Egmont Friedel.

Sein kurzweiliger und sehr amüsanter Vortrag handelte von seinen Segelerfahrungen und Anfängen und von einer Atlantik West-Ost Überquerung gemeinsam mit Johannes Erdmann. Immer wenn ich Videoaufnahmen von Atlantiktörns sehe, gerate ich ins Schwärmen, diese lange Dünung, diese Sonnenuntergänge, dieses Freiheitsgefühl. Ich möchte am liebsten sofort da raus!

Leider versucht uns unser Staat hier zu fesseln. Ich zahle Unmengen an Steuern, es werden einem Sorgen wegen der Rente, der Krankenkasse, dem künftigen Einkommen eingeredet. Vom Staat, von Bekannten, von der Freundin. Die Kunst ist es wohl, einen Weg zu finden, sich von dem in einem akzeptablen Umfang lösen zu können. Rentner haben es da ungleich einfacher als jüngere Menschen, die Segeln wollen. Naja ich schwadroniere gerade etwas....

Zurück zum Thema. Edmont Friedel erzählte, wie er ein Boot in seiner Wohnung baute. Im dritten Stock wohlgemerkt. Ich musste SOFORT zurück an Rene denken. Der eine oder andere Leser erinnert sich vielleicht. Ein damaliger Freund von mir. Auch er wollte ein Schiff bauen. Und vorab zum Üben ein kleineres im Wohnzimmer. Sogar sein Haus sah ähnlich aus und auch seine Wohnung war im dritten Stock. Er hat es im Gegensatz zu Edmont nie umgesetzt. Aber genau so hatte ich mir die Aktion vorgestellt. Unglaubliche Bilder wurden präsentiert. Ich musste so lachen, als gezeigt wurde, wie der Rumpf einige Meter aus dem dritten Stock  heraus stand und man sah, wie zum Ermöglichen des Ganzen, ein Stück Fensterrahmen und Mauerwerk herausgeklopft wurde, damit der Kiel durchpasst ;-)).

Edmont erzählte viel darüber, wie er einfach Segeln wollte. Egal wie. Selbstgebautes Rigg auf dem Schlauchboot, mit der Holzjolle quer durchs Mittelmeer. Immer wieder dachte ich dann: Eigentlich hätte ich es so einfach. Ein perfekt ausgerüstetes Boot liegt bereit, Einhandtauglich und dennoch mehr als komfortabel. Was bremst mich? Das ist recht einfach: Eine gut laufende Firma, die ständigen Forderungen des Finanzamts, die Angst nach einer zeitlang Segeln nichts mehr zu haben. Im Prinzip habe ich zwei Optionen. Option 1: Ich setze voll aufs Segeln. Vielleicht habt ihr es schon etwas herausgelesen, wir werden demnächst ein großes Schiff am Mittelmeer besichtigen, dass genau diese Option ermöglicht. Nunja, der Chartermarkt ist hart umkämpft und außerdem brauche ich für diese Schiffsgröße Crew. Nur weiß ich einfach nicht, ob und wie Uta da mitspielt. Mal sagt sie ja, mal nein. Sie weiß einfach selbst nicht, was sie mit ihrem Studium anfangen soll, wie lang sie es ohne ihre Familie aushält, etc...Ich kriege keine verlässliche Auskunft und die Sache ist ja kein Kindergeburtstag. Wir reden hier über 5 stellige Investitionen und die Aufgabe einer gutlaufenden Firma. Da ich mich aber fast täglich frage, wie lange ich es hier noch aushalte ohne verrückt zu werden, muss irgendeine Lösung her. Option 2: Meine Firma läuft weiter, ich verdrücke mich einige Monate im Jahr und segle. Mir würde keine Yacht einfallen, die dafür besser geeignet wäre als die SevenSeas. Aber: Klappt das? Kriege ich das so organisiert, daß keine Probleme auftreten, obwohl ich nicht da bin? Oder werde ich dann irgendwann die Firma aufgeben müssen und habe dann kein großes Boot, mit dem die Charteroption möglich wäre??

Schon wieder abgeschweift. So ein Blog ist ganz gut, um sich mal die Seele freizulabern.  Ich hör jetzt aber besser auf.

Obwohl, mir fällt gerade Option drei ein: Das große Boot, einige Monate segeln, die Firma weiterlaufen lassen und dennoch mit dem großen Schiff alle Optionen haben. Allerdings wenn Uta nach dem Studium hier mal Fuss gefasst hat wird sie als Crew nur seltenst dabei sein können und für die Einhandoption ist das andere Boot einfach zu teuer und zu unhandlich...

Mist. Ich jammer auf hohem Niveau und trotzdem macht es mich fertig.

 

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wünsche ich allen Lesern, Freunden und Bekannten. Wir besinnen uns über die Feiertage auch mal etwas und werden wohl erst im neuen Jahr weiter machen.

Die Heizung heizt übrigends zwischenzeitlich. Bisher ist sie zwar nur provisorisch angeschlossen aber immerhin. Die Wanten und Segel haben immer noch nicht zu mir zurückgefunden aber das wundert ja schon niemanden mehr. Ansonsten kreisen derzeit wirre Gedanken in meinem Kopf herum, ein sehr viel größeres Schiff, berufliche Veränderung und überhaupt. Alles nicht so einfach, langweilig wirds nie aber wir sind ja noch jung. Mehr im neuen Jahr. Rutscht mir gut hinein!

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Nur ganz kurz: Die letzte Teilprüfung Wetter habe ich soeben bestanden! Heute wird erstmal gefeiert, mir fällt eine Riesenlast von den Schultern, der ganze Schein war wirklich kein Zuckerschlecken.

Danke an Rüdiger, an den DHH und an alle die auf Elba dabei waren!

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Nachdem ich gerade wieder einmal fast verzweifelt bin mit den unterschiedlichen Nebelarten, die zudem überall unterschiedlich beschrieben werden (im SKS Buch steht etwas ganz anderes als im SSS-Buch) und ich die Unterbegriffe nicht den Oberbegriffen zugeordnet kriege und überhaupt.....Abkühlungsnebel, Verdunstungsnebel, Mischungsnebel, Strahlungsnebel, Inselnebel, Hochnebel, Frontennebel, Warmwassernebel, Herbstnebel, Seenebel, Frühjahrsnebel....ich werd noch verrückt....

zeigte mir Uta dieses unglaublich tiefgründige Video und danach war alles glasklar. NEBEL

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Der Heizungseinbau ist etwas vorangeschritten. Zunächst musste ein Holzbrett an die Außenwand der Backskiste anlaminiert werden, um die Heizung darauf schrauben zu können. Man hätte die Heizung auch einfach an das Schott zwischen Hundekoje und Backbord-Backskiste schrauben können, allerdings wäre es dann nötig gewesen, gleich nach dem Heißluftaustritt ein Winkelstück zu verwenden. Das erzeugt Stauwärme und mindert zudem die Leistung, weshalb ich mich für diesen aufwendigeren Einbau entschieden habe.

 

Der Auspuff ist auch (bisher provisorisch) vormontiert, er erhielt zudem einen hochwertigen Schalldämpfer zur Geräuschdämmung und als Schutz der Anlage vor Wasserschlag.

 

Ansonsten steht bei mir akute SSS-Wetter Prüfungsvorbereitung an.  Ich hoffe, dieses Lehrmaterial reicht halbwegs...

 

 

 

 

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Am Donnerstag traf ich mich mit dem Werftchef, um den Heizungseinbau zu planen. Nachdem wir noch schnell eine riesige Princess Motoryacht umgeparkt hatten, ging es daran die Einbaumöglichkeiten durchzusprechen. Innerhalb kürzester Zeit sah die SevenSeas dann wieder aus wie die letzte Baustelle :-(. Die Cockpithölzer wurden weitestgehend wieder entfernt, die Backskisten geleert, die Polster ins Vorschiff geworfen, und alle Holzabdeckungen dazu. Ehrlich gesagt: Frustrierend. Aber eine vernünftige Heizung muss einfach sein. Wir konnten nach einigem Hin und Her einen Einbauort festlegen und demnächst soll es auch an die Installation der Ebersbächer D2 Standheizung gehen.

Vorher muss aber noch das neue WC rein, um das Boot komplett winterfest machen zu können. Auch das wird ein richtiger Spaß werden, denn es muss ein ziemlich gammliges Seeventil ausgetauscht werden. Da wir aber derzeit im Wasser liegen kann ich nur hoffen, dass das ohne riesige Sauerei und starken Wassereinbruch klappt.

Es gibt also kommende Woche einiges zu tun. Außerdem muss ich endlich anfangen, für die SSS Wetterprüfung zu lernen.

Heute früh sind Uta und ich mit dem falschen Fuß aufgestanden. Uta machte sich als erstes daran, beim BaföG-Amt anzurufen, da sie seit Monaten keines mehr bekommt. Die Sachbearbeiterin vertröstete Uta wegen den vielen Erstsemestlern abermals, was bei uns beiden für noch bessere Stimmung sorgte.

Da ich gerade so gut gelaunt war viel mir noch etwas ein..........

Ich rief meinen Segelmacher an, der uns ja dieses Jahr an der Abfahrt hinderte. Ich erinnerte ihn zunächst an unseren geplanten Termin zur Fertigstellung vom 14.-21. Juni. Wie sich im Gespräch herausstellte hat er wohl immer noch nichts gemacht. Wenigstens gibt es jetzt einen festen Termin:  Am 16.12. hole ich meine reparierten Segel und die neuen Wanten und Stagen ab. Endgültig!

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Uta hat es geschafft. Am Samstag machte sie sich an die letzte Etappe zu ihrem SKS. Sie musste nur noch die Navi-Kartenaufgabe absolvieren.

Wir hatten die letzten Wochen ziemlich fleißig geübt und sind froh, daß wir diese Sache nun endlich abhaken können. Den Schein bekam sie gleich in die Hand gedrückt und präsentierte ihn mir gleich darauf stolz in der Gaststätte des Sportheimes in Wipfeld, wo ich zu dem Zeitpunkt schon stundenlang auf sie wartete.

Meine Prüfungsanmeldung für die letzte SSS Teilprüfung ist mir heute vom DSV bestätigt worden. Die Rechnung ist auch schon bezahlt. Hoffentlich klappt das im Dezember genauso gut.

Ich habe mich zwischenzeitlich entschieden, mich doch direkt an den Sporthochseeschifferschein zu machen. Wenn man schon im Lernen drin ist fällt das sicher leichter, als Jahre später. Das bedeutet jetzt aber, daß ich über Winter noch 500 - 1000sm segeln muss, um den Schein machen zu dürfen. Hierfür bin ich also auf der Suche nach einem - gerne anspruchsvollen -  Überführungstörn zwischen Januar und März nach dem Motto "Biete Hand, suche Koje". Wenn jemand der Leser also etwas weiß, vielleicht selbst plant oder vielleicht einen Skipper in dem Zeitraum braucht, würde ich mich über Nachricht sehr freuen.

Vor lauter SKS lernen mit Uta kam ich natürlich wieder nicht dazu, das Boot einzuwintern. Langsam wird es dafür aber höchste Zeit. Das neue elektrische Klo ist angekommen und auch schon beim Boot. Ein Glück, es hat genau dieselben Abmessungen der Befestigungspunkte wie das alte, somit muss nichts abgeändert werden. Das Angebot für die Heizung habe ich nun auch. Es kommt also die nächsten Wochen eine Ebersbächer rein. Kostet etwa 800,- € + Marineeinbaukit etwa 400,- € + Arbeitszeit, wohl zwischen 8-10 Stunden.

Was tut man nicht alles, um ein wenig Komfort auf dem kleinen Schiffchen zu haben. Fahrtensegeln mit dem Halbtonner. Ich freu mich da schon wahnsinnig drauf :-).

 

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Langsam wird es doch erheblich kälter und ich habe das Boot noch nicht für den Winter vorbereitet. Gestern machte ich mich auf den Weg in die Werft, zunächst nur, um nachzusehen, ob unser Baby noch schwimmt. Es ist alles in bester Ordnung. Prima.

Leider habe ich derzeit wenig Zeit zu bloggen oder am Boot zu arbeiten, nach der schönen Zeit auf Elba hat mich der Alltag wieder fest im Griff. In meiner kleinen Firma herrscht  ziemliches Chaos. Es sind Mitarbeiter krank, für die ich keinen Ersatz habe, es gibt technische Probleme, etc. Ich will das gar nicht breittreten. Leider bleibt aber  alles an mir hängen und ich arbeite nahezu rund um die Uhr. Mit etwas Glück sieht es nächste Woche wieder besser aus.

Der Motor muss eingewintert werden, die Wassertanks sollten abgelassen werden, das neue WC montiert (muss ich jetzt gleich mal bestellen...), die Seeventile brauchen etwas Frostschutz.

Außerdem habe ich bei meinem gestrigen Besuch beim Werftchef um ein Angebot für eine Standheizung gebeten. Meiner Anfrage nach einem grundsoliden Gerät ohne Schnickschnack inkl. kompletter Installation und Abnahme kam dann gleich die Frage entgegen: "Willsch nach Patagonien oder wie soll die ausglegt sei?". Tja, wenn ich wüsste...es wäre wohl ein ziemlicher Wahnsinn mit dem kleinen Boot, obwohl ich es für überaus hochseetüchtig halte.

Bin mal gespannt, was das wieder kosten soll, die Werft scheint Ebersbächer anbieten zu wollen.

Ich mache dann nächste Woche auch ein paar aktuelle Bilder.

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Nachdem wir verschiedene Telefonate führten und einigen Papierkrieg klären konnten, ist es nun soweit: Wir haben die hoffentlich vorerst letzten Prüfungsanmeldungen verschickt.

Uta macht im November ihre Navi-Kartenaufgabe als letzte Prüfungsetappe für ihren SKS und ich habe mich für Dezember angemeldet, die letzte SSS Teilprüfung im Bereich Wetter zu machen. Ich find es übrigends ziemlich klasse, wenn Uta mich jetzt irgendetwas zur SKS Navi fragt und ich kann ihr ganz lässig und spontan antworten ;-).

Bei der Prüfung werde ich wohl auch Marcus wiedertreffen, der sich nun ebenfalls an den SSS Stoff wagen möchte.

Wie geht es ansonsten weiter? Uta hatte sehr viel Spass an ihrem Verlags-Praktikum und es scheint mir, als würde es ihr seither etwas schwerer fallen, wieder zur Uni zu gehen. Sie ist mittlerweile im 7. Semester., d.h. es stehen ihr noch 1-2 Semester Regelstudienzeit bevor und anschließend ein gewisser Zeitaufwand für ihre Magisterarbeit. Sagen wir mal, wenn es hoch kommt noch 2 Jahre.

Ich grübele derzeit, wie ich mit dem Boot weitermache. Sollen wir es, wie ursprünglich geplant, nach Portugal segeln? Ein Jahr ins Ijsselmeer? Hmmm. Alles nicht so einfach, denn so oder so kostet alles sehr viel Geld - Stichwort Liegeplatz + Wartung. Wäre es sinnvoller, das Boot noch hier zu lassen und zu sparen bis zum Start der großen Reise? Oder müssen wir das Schiffchen endlich unter Segeln testen?? Sollen wir vorerst weiter auf dem Neckar rumfahren und zum Segeln lieber chartern (ob ihrs glaubt oder nicht: Solange wir nicht an Bord wohnen kommt das günstiger!) ? Was meint ihr??

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Nach drei Wochen auf der Insel bin ich am Sonntagabend wieder zu Hause angekommen.

Doch von vorne erzählt: Nachdem die Crewliste ankam, organisierte ich eine Mitfahrgelegenheit. Pierre holte mich am Samstag früh um 5 Uhr ab und dann ging es, abgesehen von einigen Fahrerwechseln, quasi Nonstop nach Italien. Wir holten noch ein weiteres Crewmitglied am Flughafen in Pisa ab und anschließend ging es auf die Autofähre nach Portoferraio.

Nach kurzer Autofahrt erreichten wir dann unser Hotel Tirrena und bekamen unsere Zimmer zugeteilt. Langsam trudelten immer mehr Teilnehmer ein und am nächsten Morgen trafen wir uns alle in unserem „Folterkeller“. So nannten wir ihn später immer wieder. Gemeint ist der DHH Schulungsraum unter dem Hotel.

Unser „Lehrer“ Rüdiger stellte sich vor und begrüßte uns. Er erzählte uns von früheren Kursen und er wies uns darauf hin, dass wir hier einiges vor hätten und uns noch die Köpfe rauchen würden. Wir würden immerhin den wohl schwersten Segelschein Deutschlands machen. Zwar könne man mit dem SHS noch eines draufsetzen, jedoch sei der stoffliche Sprung vom SKS zum SSS größer. Nachdem alle 12 Kursteilnehmer sich vorgestellt hatten, wurde mir immer klarer, dass die Aktion für mich keinesfalls einfach werden würde. Alle anderen Teilnehmer hatten bereits den SKS. Ich war doch tatsächlich der Einzige, der hier mit dem SBF See ankam. Zudem hatten viele bereits einige Teilprüfungen in Deutschland absolviert, manche hatten bereits SSS Kurse besucht und alle waren älter als ich.

Rüdiger stieg dann recht schnell in den Stoff ein. Bis Mittwoch hatten wir bereits die Gezeitenberechnung besprochen. Immer wieder kamen beiläufig Hinweise: „Das müsst ihr noch durchlesen!“. Wir alle wussten sehr schnell, dass wir, um eine Chance zu haben, richtig Gas geben müssen, was wir auch taten. Oft fanden sich mehrere Teilnehmer schon früh um 6 im Keller ein und lernten bis um 8 Uhr, dann gab es Frühstück, anschließend Unterricht bis ca. 18.00 Uhr, danach lernen, Abendessen, lernen….

Mein Tisch-Chaos am 2.Tag!:

 

Rüdiger überließ uns das eigene Zeitmanagement. Wenn wir nicht mehr könnten sollten wir einfach etwas anderes machen. Da einige bereits Teilprüfungen hatten, wurden schnell auch außerhalb des Schulungsraumes alle möglichen Tische des Hotels mit SSS-Stoff vollgestellt und überall wurde gelernt.

Das Hotel bot perfekte Lernbedingungen. Überall im Garten Tische, Schattenplätze, einen Pool, um sich kurz abzukühlen, etc.

Ich fand es überaus interessant, zu beobachten, wie nahezu alle Teilnehmer die gleichen Lernphasen durchmachten. Als am Mittwochabend Matthias, der Schulleiter, an unseren Tisch kam und in unsere Gesichter blickte meinte er: „Na so wie ihr ausseht habt ihr heut sicher Gezeiten gemacht….“. Für mich persönlich war das absolute Tief gegen Anfang der zweiten Woche erreicht. Ich weiß noch, wie Rüdiger das Radarplotten durchsprach und ich mir die relative Bewegung, welche eigentlich nicht schwierig ist, einfach nicht vorstellen und somit auch die Lösung der Aufgabe nicht nachvollziehen konnte. Nachdem ich mir das etwa eine Stunde angehört hatte, ich ließ es vielmehr auf mich einprasseln, konnte ich nicht mehr. Ich bin aufgestanden und ein paar Runden im Pool geschwommen.

Da ich wusste, dass mein Projekt sehr ambitioniert ist und ich mir vorher, quasi als Wunschziel, das Bestehen von 2 Theorie + der Praxisprüfung vorgenommen hatte, änderte ich stillschweigend meine Planung. Ich konzentrierte mein Lernen fortan auf Seemannschaft und Wetter, das zeitlich aufwendige Üben der Navi und Rechtssachen wollte ich mir anschließend in Ruhe in Deutschland vornehmen.

Während der Wetterübungen begannen wir auch langsam die Gribfiles für unseren Prüfungstermin zu ziehen. Zehn Tage vor der Praxisprüfung sah man schon langsam, dass sich etwas zusammenbraute, es wurden Windgeschwindigkeiten von über 40 KT erwartet, zunächst für den Folgetag, doch das sollte sich noch ändern…

Zunächst ging aber unsere zweite Woche zu Ende. Ich fühlte mich in Wetter und Seemannschaft etwas sicherer, hatte aber erst zwei Naviübungen gemacht und bisher wenig Recht. Ich begann mir nebenbei gelegentlich die Theoriefragen zu Navi, die Lichter und Leuchtsignale bei Recht anzusehen. Pierre, mit dem ich das Zimmer teilte, fragte mich immer wieder ab, oft bis mir die Augen zufielen. Wenn jemandem eine Frage einfiel, stellte er sie dem anderen. „Kurz-lang-lang“ oder „erzähl mal was zum Zeitschlitzverfahren“ oder „welche Wolken kommen vor der Kaltfront?“, „beschreibe das Wetter nördlich der Idealzyklone“. So ging das jeden Abend, bzw. jede Nacht.

Am darauf folgenden Montag ging es zu fünft auf unsere Yacht, die Indigo, eine Sun Odyssee 45, voll ausgestattet inklusive Radar und anderem technischen Kram. Die restlichen Teilnehmer des Theoriekurses wurden auf andere Yachten verteilt. Wir waren jetzt auch eine neue Truppe, denn es kamen Teilnehmer hinzu, die nicht an der Theorie teilgenommen hatten. Wir begannen mit den üblichen Manövern, Boje über Bord unter Motor, unter Segeln, Wenden, Halsen, Hafenmanöver. Leider hatten wir nur wenig Wind, etwa Bft 1-2. So ging das bis Donnerstag. Die Wetterprognose wurde immer deutlicher, aber es wurde etwas weniger Wind angekündigt. In Böen 32 KT. Dieses Wetter wurde für unseren Prüfungstag vorhergesagt. Wenn unser Skipper uns fragte, was wir noch üben wollten war die Antwort eigentlich immer gleich: Hafenmanöver!! Es war bei dem wenigen Wind schon immens, wie man die Abdrift des Buges bei Seitenwind bei der Ansteuerung in die Box einberechnen und vorhalten musste. Uns allen war somit ziemlich bang bezüglich des angekündigten Starkwindes am Prüfungstag.

Am Freitag war es dann soweit. Für unsere zwei Yachten (die anderen Boote lagen in einer anderen Marina) waren zwei Prüfer zuständig. Da die Prüfer immer gemeinsam an Bord kommen, musste eine Entscheidung gefällt werden, wer anfängt. Unsere Skipper berieten sich und es wurde die Vereinbarung getroffen, dass wir als erstes die Prüfung absolvieren sollten und wir dafür den anderen später den Platz räumen, damit sie mehr Raum zwischen den Fingerstegen für die Anlegemanöver haben.

Wohl darauf spekulierend, bei dem anfänglich noch schwachen Wind nur ablegen zu müssen drängte sich Matthias gleich vor: „Ich würde gern anfangen!“. Also begann er und legte ab. Kaum waren die Leinen los fragte einer der Prüfer, wer denn mit in die Folterkammer kommen wolle. Ich erklärte mich bereit und machte mich als erster Prüfling an die Praxisprüfung unter Deck. Wir setzten uns zunächst und dann packte er eine Wetterkarte und ein Satellitenbild aus. „Erzählen Sie mir doch etwas zum heutigen Wetter.“ – „Ausgeprägtes Tief über Mitteleuropa, lange Kaltfront, die heute hier durchzieht. Etwas Abdeckung durch Korsika, dennoch starke Windgeschwindigkeiten zu erwarten.“ Ich kann Euch sagen, das beigelegte Satellitenbild war imposant bis erschreckend! Er stellte noch einige andere Fragen: „Wo ist auf dieser Karte der stärkste Wind zu erwarten? Wie weht der Wind hier, wie weht er dort, zeichnen Sie mir hier die Windrichtung ein, …“. Anschließend stellte er mir Fragen über die Gasanlage, danach ging es ans Navi. „Stellen Sie mir mal ein ordentliches Radarbild ein. Was sehen Sie hier auf dem Bildschirm?“ Ich war zunächst ziemlich irritiert, denn wir hatten immer weiter draußen geübt. Da ich der Erste war, befanden wir uns noch in der Nähe des Hafens. Außerdem hatte die Seacloud, ein Segelkreuzfahrtschiff, in der Bucht geankert. Noch Fragen? Dann wollte er das Radar umgestellt haben auf North-up, weniger Verstärkung, Positionsbestimmung. Später kamen noch einige grundsätzliche Fragen zu GPS. Danach fragte er:"Können Sie das einfach so in die Karte eintragen?" Ich grübelte und es dauerte doch einige Zeit, bis das erwartete Schlagwort "WGS84!" aus mir heraussprudelte. ;-).

Ich war so froh als ich dort unten entlassen wurde!! Kaum kam ich den Niedergang hoch meinte der andere Prüfer: „Da ist ja noch einer. Möchten sie auch gleich BOB unter Motor fahren, bevor wir Segel setzen oder brauchen sie eine kurze Verschnaufpause? Wer geht als nächstes nach unten?“ Ich legte gleich los. Das Manöver klappte und der Prüfer setzte seinen Haken. Dann wurden die Tücher hochgezogen, bzw. gesetzt. Wir hatten eine Rollanlage sowohl bei der Genua als auch beim Groß; zudem eine Elektrowinsch fürs Groß (an so was muss man sich erstmal gewöhnen! SSSSSSSSSS). Nacheinander mussten wir Kreise unter Segeln fahren, aufkreuzen, BOB, etc. Insgesamt klappten die Manöver bei allen sehr gut, obwohl wir noch nie solch einen Wind hatten und nur stark gerefft fuhren! Der Prüfer machte in seinen gelben Prüfungskarten einen Haken nach dem anderen. Anschließend ließ er einreffen, ausreffen, dann kam ich und es hieß: „Segel bergen!“ Ich fuhr das Manöver und startete die Maschine. „Bringen Sie uns mal zurück in den Hafen!“ „Mist“ dachte ich. Ansteuerung und Anlegen standen bevor. Naja. Plötzlich ließ der Wind deutlich nach. Die Ruhe vor dem Sturm? Vor dem Steg fuhr ich eine Tellerwende und dann ging es mit etwa 15 KT Wind direkt von Backbord Richtung Steg. Es klappte zum Glück auf Anhieb und wirklich punktgenau. Ich war selbst stolz. Haken :-)! Einer musste noch An- und Ablegen. Dann wurde festgemacht. Herzlichen Glückwunsch! Alle bestanden!!

Wir konnten unser Glück kaum fassen während die Kollegen auf der Lullaby ziemlich ängstlich dreinblickten. Die Prüfer gingen auf deren Schiff. Wie besprochen machten wir uns gleich klar zum Ablegen und verließen den Liegeplatz. Unser Ziel: Altstadthafen, Kaffee trinken! Nach ein paar Kreisen im Hafen bekamen wir einen Liegeplatz zugewiesen.

 

 

Wir machten fest und kaum waren die Springs ordentlich angebracht und alle Fender in richtiger Position ging es los. Urplötzlich kam so starker Wind auf, dass die Wellen über die Stege knallten und die Gischt uns ins Gesicht spritzte. Schiffe im Hafen wurden extrem abgetrieben und konnten sich nur mit größter Mühe in irgendwelche Boxen retten. Müll flog durch die Luft, Riesige Styroporpakete lösten sich irgendwo und schwammen in der Bucht herum. Wie es den anderen wohl ergeht??? Viel später legten wir ab. Wir fuhren nur unter Motor Richtung Marina und hatten vom Winddruck extreme Lage! Die Fender hingen dabei horizontal in der Luft! Unser Skipper legte dann selbst in der Marina an. Dort stand Rüdiger, Skipper der anderen Yacht. Er sah ziemlich blass aus und stammelte irgendetwas von: „so was hab ich noch nicht erlebt… Mann über Bord… .“ Später erfuhren wir was wirklich los war: draußen gab es Windgeschwindigkeiten mit 46 KT auf der Anzeige des wahren Windes. Rüdiger wollte bei 35 KT zunächst abbrechen. Als er sich schon mit einem der Prüfer darauf verständigt hatte, kam in dem Moment der andere hoch schaute sich kurz um, meinte dann: „Gibts bisschen Wind? Fahrt mal da rüber, da ist etwas geschützter, dann machen wir weiter…“. Nach den Segelmanövern mussten noch drei Leute an- und ablegen. Dabei passierte es: Ein Teilnehmer fuhr wegen dem Wind schnell in die Box, stoppte stark auf. Der Bediener der Achterleine hatte sich in dem Moment nicht richtig festgehalten und fiel über Bord! Die Rettungsweste löste sofort aus, aber er kam alleine nicht auf den Steg! Erst mithilfe der Anderen und der Badeleiter schaffte er es. Zum Glück konnte das Boot in einem Meter Abstand gleich sicher gehalten werden!!

Es gab aber noch andere Pannen: Eine der Yachten, die in der anderen Marina starteten, trieb während der Hafenmanöver in die Moorings und hing in diesen fest. Einer der Prüfer (!!) zog sich dann bis auf die Unterhose aus, tauchte und klarierte das Chaos.

So ging also ein Prüfungstag zu Ende, von dem alle wohl noch sehr lange erzählen werden. Leider konnten wir das Bestehen der Praxis nicht feiern, denn für den nächsten Morgen stand die Theorieprüfung an. Statt zu feiern lernten wir also weiter, wie die Besessenen.

Nach einer kurzen Nacht ging es ans Frühstück. Als die Kaffemaschine neben unserem Tisch laut brummte meinte Pierre: „Wessen Bluthochdruck ist das denn jetzt?“ ;-).

Es ging los mit Navi, anschließend kam Seemanschaft, dann Recht und zum Schluss Wetter. Trotz dessen, dass ich Navi und Recht nur wenig gelernt hatte, versuchte ich mir  Mühe zu geben. Die Navi-Aufgabe startete in Brest mit einem Auflaufen, Yacht wurde nach oben geschoben – wann kommen sie wieder frei? Rüdiger hatte uns immer wieder eingetrichtert, zunächst die Gezeiten, dann die Fragen und zum Schluss die Karte zu lösen, damit wir mit der Zeit einigermaßen klarkommen. Anschließend kamen wir in der Übungskarte an einem beobachteten Ort an: "Sie setzen Kurs ab, passieren Leuchtfeuer ... ." Dann gab es noch einige Radarseitenpeilungen, Magnetkompasspeilungen, Distanzen und Besteckversetzungen. "Beschreiben sie das Leuchtfeuer." Zum Schluss ging es am anderen Ende durch das Verkehrstrennungsgebiet. "Sie haben Wind aus…Strom,…bestimmen Sie den Kartenkurs und den Magnetkompasskurs. Irgendwie verlief die Lösung der Aufgaben bei mir recht flüssig. Dennoch erschien es mir nicht wahrscheinlich, mir Hoffnungen machen zu können.

Nach Recht und Seemannschaft ging es ans Wetter. Ich löste die Aufgaben, las es mir noch einmal durch und gab ab. Zwar fand ich es etwas seltsam, als Erster den "Folterkeller" zu verlassen, jedoch fiel mir nichts mehr ein und ich wollte das Ganze einfach hinter mir haben. Ich ging hoch auf die Terasse und bestellte mir, ohne zu überlegen, ein Bier. Ich war völlig fertig! Rüdiger meinte dann: „Aber nur eins, vielleicht musst du noch in die Mündliche.“ Daran hatte ich überhaupt nicht mehr gedacht! Als die anderen kamen ging natürlich das Diskutieren los. Dabei stellte sich heraus, daß ich eine ganze Aufgabe (auf der Rückseite) übersehen hatte. Rüdiger meinte nur: „Das ist jetzt nicht wahr. Ey ich hau dich, wenn das stimmt. Ich hab doch gesagt gebt erst ab, wenn die Zeit um ist.“

Etwa eine Stunde später wurden wir herunter gerufen und die Ergebnisse verkündet. Als der Prüfer mein Ergebnis vorlas, glaubte ich zunächst nicht richtig zu hören: Navi bestanden, Recht bestanden, Seemannschaft mündliche, Wetter leider nicht.

Vor der mündlichen Seemannschaft-Prüfung hatte ich ehrlich gesagt weniger Angst. Vielleicht lags auch am großen Bierchen ;-). Es wurden Fragen gestellt wie: "Angenommen sie kaufen sich eine ältere Yacht, worauf achten Sie beim Kauf...". "Angenommen sie möchten Hochsee befahren, wie rüsten sie ihre Yacht aus?" "Beschreiben Sie das Manöver ´Eindampfen´, Beschreiben Sie den Radeffekt; es gibt verschiedene Arten von Schrauben, welche kennen Sie, nennen Sie Vor-und Nachteile". Zugegeben, die Fragen kamen mir irgendwie alle überaus gelegen ;-). Nachdem ich dann ausgiebig über die verschiedenen Schrauben philosophiert hatte und letztlich dabei war, die Anstellwinkel und das Aufstoppverhalten beim Drehflügelpropeller zu erläutern, war meine Mündliche schnell um. "Warten Sie bitte kurz draußen!" Nach nicht einmal einer Minute kam einer der Prüfer heraus und zeigte nur den Daumen nach oben :-).

Beim Abendessen und danach gab es noch viel zu erzählen und zu feiern. Nachdem das eine oder andere Bier gehoben wurde kam der Spruch auf: "Richtig segeln lernen - DHH". Schallendes Gelächter. Für uns alle hat dieser Spruch jetzt doch einen ziemlichen Wahrheitsgehalt. Rüdiger bedankte sich rührend bei uns, daß wir alle so toll zusammengearbeitet und uns gegenseitig aufgebaut hatten. Es gab wohl schon andere Gruppen, bei denen eher gegeneinander gekämpft wurde. Wir überreichten unserem Lehrer noch ein kleines Präsent und so langsam ging eine tolle aber auch sehr anstrengende Zeit auf Elba zu Ende.

Einige aus unserer Gruppe denken über eine Haupt- oder Nebenberufliche Tätigkeit in der Wassersportbranche nach. Manch einer  war schon lange als Skipper unterwegs und braucht sich bei den Fragen nach der Qualifikation nun nicht mehr wegzuducken. Aber die meisten machten den Schein einfach für sich selbst zur Fortbildung. Man kann am Scheinwesen kritisieren, was man möchte. Ich bin überzeugt, dass niemand sich solch ein Wissen freiwillig und ohne den Druck einer Prüfung aneignen würde. Das Resultat ist ein routinierterer Umgang mit Navihilfsmitteln, Wetterkarten, etc.

Für mich steht jetzt noch die Wetter-Teilprüfung an. Hierfür werde ich wohl, nach Ablauf der zweimonatigen Wartefrist, in Frankfurt die letzte Teilprüfung absolvieren.

Rüdiger übergab uns am nächsten Morgen noch einen alten, abgelaufenen Band des Sporthochseeschifferschein-Buches. Natürlich nur, um mal reinzusehen....

Jetzt wird aber erst mal gesegelt!

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Es geht los. Uta nimmt morgen den ICE Richtung Hamburg und ich fahre nächste Woche der Sonne entgegen - nach Elba.

Einen Monat lang werden wir soweit voneinander entfernt sein, wie noch nie zuvor. Uta macht ihr Praktikum in einem Verlagslektorat und ich begebe mich in die Hölle. So oder ähnlich muss Napoleon auch darüber gedacht haben ;). (Wenn er auch aus anderen Gründen nach Elba kam.)

Im Ernst: Drei Wochen SSS Theorie und Praxis stehen mir bevor. Und ehrlich gesagt fühle ich mich schrecklich schlecht vorbereitet. Irgendwie scheine ich älter zu werden, jedenfalls fällt mir das Lernen immer schwerer. Ich habe versucht, mir den Navi-Kram vorab anzuschauen aber die Verlockungen, mich abzulenken, sind einfach unglaublich groß. Das Internet ist da die Gefahr Nr.1, dann gibt es aber soooo vieles, was man noch unbedingt machen muss und wenn am Ende wirklich Zeit wäre, muss ja noch der Hund raus....

Ich bin mal gespannt, was daraus wird. Allerdings kann ich mir auch in extrem kurzer Zeit Stoff aneignen, wenn es wirklich sein muss. So hat zumindest die Handelsfachwirtprüfung geklappt und daran sind auch einige gescheitert. Ich habe mir fest vorgenommen, da unten so gut es geht zu lernen. Internet gibts dort keines, Hund is auch keiner da und auch keine sonstige Ablenkung. Tschakka!

Ansonsten gibt es noch zu berichten, dass ich endlich das große Schlauchboot und den dazugehörigen 10PS Außenborder verkauft habe.  Das Ganze war einfach zu groß als Beiboot für unsere 31 Fuss Yacht. Ich bin auf der Suche nach einem 2.00 - 2.20m Schlauchboot mit Festrumpf. Falls jemand etwas Interessantes in der Richtung anzubieten hat, bitte melden!

Das Kühlaggregat ist noch nicht zurückgekommen - das werde ich wohl erst nach Elba erledigt kriegen - ebenso das nicht funktionierende elektrische WC.

Für die nächste Woche steht trotzdem noch vieles an, was vor Elba erledigt sein muss. Z.B. stresst mich mein kleiner MG-Roadster, der derzeit nicht anspringt und noch repariert werden muss, da das Saisonkennzeichen im September ausläuft und er derzeit noch weit weg von seiner Garage steht. Dann muss ich die Wassergarage aufräumen, denn zum Herbst kommt noch ein zweites Boot rein und das Boot möchte ich auch noch abdecken, bei Regen tropft etwas Dreck von der Decke und der neue Lack ist heilig!!

Die nächsten Wochen wirds hier im Blog also ruhiger, dafür gibt es später umso mehr zu berichten.

 

 

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