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Ab sofort segeln wir Delphia 33,

Überführung ab September 2016!

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Unser Logbuch

Über die Vorbereitungen einer Weltumsegelung und die Reise selbst.

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Wie ihr wisst sind wir gerade auf der Suche nach unserem nächsten Segelboot. Das gestaltet sich schwieriger als gedacht, denn letztlich suche ich nach der sprichwörtlichen "eierlegenden Wollmilchsau". Die nächste Yacht soll die letzte sein. Entsprechend muss jetzt alles passen! Mit den Jahren lernt man ja immer wieder etwas dazu und die Ansprüche steigen. Ich fasse einfach mal zusammen, was unsere derzeitigen "must have" sind, denn wir wollen möglichst gleich mit der gewünschten Ausstattung kaufen und keinesfalls wieder gleich irgendwelchen Umbauten oder Erneuerungen durchführen.

- Zwischen 33 und 35 Fuss.

- Absoluter Top Zustand, keine Baustelle, ready to go

- Achterkoje und Kartentisch

- Gasanlage und Herd, el. Ankerwinsch, Autopilot, Decksdusche, bevorzugt mit Badeplattform

- Hochseesicher und geeignet, die ganze Welt zu bereisen aber mit Detaillösungen, die speziell im Mittelmeer das Segeln angenehm machen.

Ursprünglich suchte ich nach einer Mittelcockpityacht. Gerne auch als Langkieler. Davon bin ich wieder etwas abgekommen, denn für das rückwärtige Anlegen in Griechenland brauchen wir eine Yacht, die sich vernünftig rückwärts steuern lässt. Je mehr ich mit Eignern von Langkielern rede, desto klarer wird mir, dass diese Schiffe das einfach nicht können. Unsere Sirocco ließ sich sehr exakt dirigieren, gerade auch rückwärts. Also vielleicht doch ein neuerer Riss. Nach ein paar Segeltörns mit Jeanneaus mochte ich schon immer die Sun Odyssey. Leider käme hier wohl nur die 31 oder die 32.2 in Frage und die wirken auf mich innen einfach noch zu klein. Trotz vorhandener Achterkoje. Ab der 33er werden die Jeanneaus leider zu teuer. Dann kam der Gedanke auf, eine 340er Bavaria Caribic zu nehmen. Ich war nie ein Freund der Bavs, bin es immer noch nicht. Sie wirken auf mich immer etwas "seelenlos". Dennoch ist die Preis-Leistung hier zugegeben nicht zu verachten und die große Badeplattform etc. sind zum Leben an Bord und zum Anlegen in Gr optimal. Aber so ganz kann ich mich mit dem Bavaria Gedanken einfach noch nicht anfreunden und außerdem haben die meisten ein Teakdeck und das ist im heissen Griechenland einfach ein Unding.

Tja und dann gibt es einfach immer wieder irgendeinen Haken. Was mir besonders oft auffällt sind die vielen Yachten, die nach 1985 gebaut sind und die keinen ordentlichen Mehrwertsteuernachweis haben. Man fragt dann am Telefon und es wird einem nur lapidar gesagt: "Ist bezahlt". Wenn man aber nachhakt, in welcher Form der Nachweis darüber vorliegt, heisst es oft nur: "Steht im Flaggenzertifikat". Letztlich reicht das aber im Fall einer Zollkontrolle nicht aus und ich glaube die meisten Verkäufer wissen das auch aber suchen halt nach einem Dummen.

Und so durchsuche ich weiter die ganzen Bootsbörsen auf der Suche nach "meiner" Yacht. Eventuell geht es demnächst nach Kroatien, da habe ich gerade was sehr sehr schickes im Auge und werde die Yacht ggf. noch im November besichtigen. Bei den Yachten, die in Kroatien verkauft werden ist zumindest die Mehrwertsteuerproblematik oft klar, denn die meisten Eigner haben im Zuge des EU-Beitritts von Kroatien eine ermäßigte Steuer nachbezahlt und somit aktuelle Dokumente eines EU Landes.

Es bleibt also spannend, sobald es etwas Neues gibt lasse ich es Euch wissen!

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Die SevenSeas wurde nach unserem Törn im September 2015 verkauft!

Aktuell sind wir auf der Suche nach einem etwas größeren Schiff.

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Endlich war es soweit! Am 13.09.2014 ging unser Flug mit Air Serbia nach Athen. Trotz Zwischenstop in Belgrad und zigfachen Passkontrollen waren wir letztlich froh, diese Airline gebucht zu haben. Wie so oft, wenn wir segeln gehen streikt nämlich mal wieder Personal der Lufthansa, was irgendwie gefühlt schon ziemliche Routine ist und mich seit einem Jahr keine Flüge mehr mit dieser Airline buchen lässt. Zum Glück!

Wie geplant werden wir bei unserer Ankunft schon von einem zuvor telefonisch bestellten Taxifahrer aus Kilada (wo unser Boot in der Werft an Land lag) empfangen. Wir haben uns die Dekadenz geleistet, uns ein Taxi zu bestellen, dies aber aus gutem Grund. Es war vereinbart, gleich den meisten Proviant für den bevorstehenden mehrwöchigen Törn einzukaufen und der Taxifahrer staunte nicht schlecht als wir nach einem Zwischenstopp am Supermarkt den ganzen Kofferraum der E-Klasse mit unseren Einkäufen voll packten.

Angekommen am Boot wurden wir gleich vom deutschen Mechaniker vor Ort empfangen, der den Auftrag hatte, sämtliche Dieselfilter und das Öl zu wechseln. Um Platz im Schiff zu haben schlugen wir noch schnell die Genua an und gingen anschließend etwas essen. Das Verstauen und Putzen erledigten wir am nächsten Tag. Da zuvor ein Männertörn stattgefunden hat war Uta mit der vorgefundenen Zustand nicht einverstanden ;).

Die Nacht auf Montag verbrachten wir noch an Land. Leider war uns fast kein Schlaf vergönnt. Unsere Bootsnachbarin, die auch aus unserer Gegend vom Neckar kam, hatte einen ziemlichen Ausraster. Irgendwie muss sie vor 10 Jahren hier hängen geblieben sein und seither an Land stehen.

In einer Endlosschleife erschallte der Schlager von Michelle „Wer Liebe lebt“ und im Takt dazu ließ sie das Signalhorn ertönen. Wenn sie gerade nicht sang schrie sie immer wieder: „I am a prisoner here since 10 years. 10 years!! My engine is broken. I only have to paypaypay. Tomorrow i will go to the church and pray. All the money is gone!” Und dann kam wieder Michelle.....

Irgendwie hatte ich aber soweit Mitleid, dass ich nichts sagte und sie ihren Kummer kund tun ließ. Mich wundert, dass es sonst niemanden interessierte, zumal der Werfteigner sein Haus nebenan hat. Uta kramte irgendwann die Ohropax raus. Leider hatte sie nur zwei mitgenommen!

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 Das Kranen klappte wieder super, hier sind einfach Vollprofis am Werk. Unser Mechaniker kam noch dazu und war beim ersten Testlauf des frisch gewarteten Motors dabei. Dann hieß es: „Leinen los!“. Wir wollten mal schauen, wie weit wir kommen. Zunächst war Flaute, wir motorten ein paar Stunden. Als es um ein kleines Kap ging war endlich Wind zu spüren und ich machte klar zum Segel setzen, ging in den Wind und nahm etwas Gas weg.

Sofort starb der Motor ab und ließ sich nicht mehr starten. Der Wind kam auflandig und wir guckten dumm. Genua raus und Kurs weg von der Küste war sogleich die erste Maßnahme. Uta hielt Kurs, ich kramte das Werkzeug raus und schaute nach dem Motor. Relativ schnell war der Fehler gefunden. Wir haben eine große Handzusatzentlüftungspumpe. Der Mechaniker ließ diese nach dem Service auf „Pump“ stehen. Sie hätte auf „Run“ stehen müssen, sonst zieht sie beim Motoren Falschluft. Sowas merkt man dann immer, wenn man mal das Gas weg nimmt. Also die volle Entlüftungsaktion bei 40 Grad + in der Hundekoje während das Schiff segelt. Da kommt Freude auf. Beim ersten Startversuch sprang er dann an und lief sogleich wieder problemlos.

Dann ging es unter Segeln weiter, vorbei an Spetses. In Dokos schauten wir mal rein aber die guten Plätze waren alle schon belegt. Also weiter Richtung Poros. In einer kleinen Bucht verbrachten wir die Nacht vor Anker. Ich nenne sie immer Froschbucht, denn man liegt dort hinter einer kleinen Insel, die aussieht wie ein kauernder Frosch. Abends sahen wir in einiger Entfernung Wetterleuchten, bei uns war aber alles ruhig und wir konnten ruhig schlafen. Später erfuhren wir von unserem Bekannten Hans, dass in der absolut geschützen Bucht, in der wir eine Mooring haben und normal liegen, die Hölle los war. Es gewitterte und blies mit echten 10 Bft. Drei Yachten haben sich nachts von Mooringbojen losgerissen, sie konnten aber alle gerettet werden. Verrückt, denn wir waren gerade mal 30 Meilen davon entfernt und bei uns war nichts. Poseidon muss mal wieder richtig erzürnt gewesen sein.

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Am Morgen ging es nach Frühstück und Baderunde weiter Richtung Poros. Die schmale Durchfahrt zwischen der Insel und dem Festland passierten wir gegen 12.00 Uhr und kamen somit zur perfekten Zeit an. Meist gibt es die guten Plätze so um die Mittagszeit. Die einen Yachten sind schon raus, die meisten segeln noch und drängen sich dann ab 16.00 Uhr um die verbleibenden Plätze. Wir konnten komfortabel längsseits an den kleinen Yachtsteg.

Die folgenden Tage gingen wir viel durch die Stadt spazieren, hoch auf den Uhrenturm, fuhren mit einem geliehenen Roller um die Insel, besuchten die schönsten Buchten und genossen den Urlaub in vollen Zügen.

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Doch wir wollten weiter, die lange Überfahrt nach Kythnos stand bevor und an einem Morgen legten wir mit dem ersten Licht ab, passierten wieder die schmale Passage und setzten dann Segel, Kurs Kykladen.

Die Überfahrt war letztlich recht sportlich, gerade das letzte Drittel. Vor der Ansteuerung unserer Sandbucht hatten wir mit teilweise heftigen Wellen und guten 6 - 7 Bft zu kämpfen. Das Groß war lange weg und die Fock sehr klein gerefft. Zunächst probierten wir die Ostseite der Sandybay. Hier lagen aber schon zig Yachten und uns war es schlicht zu voll. So motorte ich noch mal ein Stück weiter, um in die westlicher gelegene Seite einzufahren. In einer kleinen Seitenbucht lagen wir schließlich vor dem starken Nordwind super geschützt und ganz allein. Das beste daran: Die Landleine, die ich schwimmend aubrachte, befestigte ich an einem Fels, der direkt neben der hier befindlichen heißen Schwefel-Quelle lag. Wir hatten unseren privaten Pool mit heißem Wasser direkt neben unserem Ankerplatz. Es war perfekt. Ich war zugegeben richtig fertig von der Überfahrt, gönnte mir den obligatorischen Mythos-Anleger und viel wieder in den Urlaubsmodus J.

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Wir blieben zwei Nächte, erkundeten die Gegend und kletterten auf den höchsten Berg mit einer Wahnsinnsaussicht. Unten zog irgendwann ein Mann mit einem Hund sein kleines Boot auf den Strand. Als wir nach einer ziemlichen Kletterei wieder unten ankamen wurden wir von Hund und Besitzer begrüßt. Er war merklich stolz auf seinen noch jungen „German Schäferhund.“ Wir kamen ins Gespräch und er erzählte uns, dass er immer 6 Monate auf Kythnos wohnt und den Rest der Zeit in Athen. Beruflich baut er Miniatursegelschiffe und verkauft diese dann. Er fragte ganz interessiert alle technischen Daten unserer SevenSeas ab. Verdrängung, Ballastanteil,….Währenddessen spielte ich mit dem Hund, der vollkommen überdreht zwischendurch an mir hochsprang. Einige Schrammen davon werde ich wohl noch den Rest meines Lebens mit mir herumtragen….Sei es drum, es war lustig!

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Dann ging es weiter. Retour Richtung Hydra. Wir passierten die auf halber Strecke liegende Insel … nördlich, in der Hoffnung so konstanteren Segelwind zu haben. Das Gegenteil passierte, der Wind schlief völlig ein und wir entschieden spontan, zum ersten Mal das griechische Festland anzulaufen. Wir motorten also in die große Bucht neben dem Kap Sounion. Schon von weitem konnte man als erste Landmarke den berühmten Poseidon Tempel ausmachen, der imposant auf einem Berg über dem Kap thront.

 

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In der Bucht angekommen wunderte ich mich, dass keine einzige andere Yacht da war. Ich wählte den – laut Hafenhandbuch – best haltenden Ankerplatz direkt vor einer kleinen Kapelle und wir spannten als erstes unsere Sonnenpersenning über den Baum, denn die Hitze war, wie so oft wenn mittags kaum Wind geht, nicht auszuhalten. Uta kochte leckeres Abendessen und die Bucht füllte sich zusehends. Wo wir gerade noch alleine lagen zählte ich am späten Abend über 30 Yachten. Wir ließen den Abend bei ein paar Mensch-Ärgere-Dich-Nicht Spielen ausklingen.

Am nächsten Tag ging es wieder mal zu Fuß bergauf. Natürlich müssen wir den Tempel besichtigen und genießen die fantastische Aussicht von dort oben!

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Der Legende nach hat sich König Aegeus hier in das seitdem nach ihm benannte Ägäische Meer gestürzt als er das Schiff seines Sohnes Theseus mit schwarzen Segeln aus Kreta zurück kehren sah. Die schwarzen Segel waren ein verabredetes Zeichen für den Tod Theseus', der jedoch noch lebte und im Siegesrausch über den Minotaurus vergessen hatte, die schwarzen Segel gegen weiße auszutauschen.

Wir bleiben noch eine Nacht und entscheiden uns am nächsten Morgen Richtung Hydra aufzubrechen. Der Segeltag vergeht bei gutem Wind und oft zügiger Fahrt mit 6,5 Kts. So gesehen brachte der „Umweg“ bei Flaute nach Kap Sounion den Vorteil, dass wir jetzt von dem relativ konstanten achterlichen Wind profitieren.

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Da ich vom letzten Besuch direkt im Hafen von Hydra dazugelernt habe laufe ich eine Bucht weiter östlich an und ankere nah an dem Hotelstrand mit Heckleine.

 

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Wir laufen abends noch die 2 Kilometer Fussweg nach Hydra Stadt. Die Aussicht von diesem Weg bei untergehender Sonne ist einfach traumhaft! Auf Hydra gibt es übrigens keine Autos, dort wird alles mit Eseln durch die engen Gassen tranportiert.

 

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Im Ort schauen wir uns ein wenig um und genießen gegen später ein paar Cocktails mit besten Blick auf das übliche Hafenkino dort. Für die die, die das nicht kennen: Dieser Stadthafen ist MINI! Gegen 13.00 Uhr ist er in der Regel voll. Bis Mitternacht laufen jedoch noch Yachten ein und versuchen krampfhaft irgendwo in dritter oder vierter Reihe zu ankern. Ankersalat ist hier normal. Ein untersetzter, bärtiger Mann ist hier so was wie der Hafenaufpasser. Man sieht ihn dann oft im Dinghi irgendwelche Anker und Leinen klarieren. Wie gesagt –einmal mitgemacht muss ich das nicht mehr haben und laufe lieber die zwei Kilometer in die Nachbarbucht…

 

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Der Wetterbericht sagt für den nächsten Abend Starkwind aus Nord voraus. Obwohl wir gerne noch etwas geblieben wären, laufen wir am nächsten Morgen aus, denn die Bucht ist gen Nord völlig ungeschützt.

Ich studiere die Karte und suche nach sicheren Ankermöglichkeiten im Norden der Strasse von Hydra. Letztlich entscheide ich mich für Ermioni. Das liegt in einer gen Nord geschützten Bucht und ich lag dort schon einmal sehr sicher bei starkem Nordwind.

…to be continued!

 

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Wir sind ab Samstag wieder an Bord und werden ein par Wochen in den Cycladen verbringen!

Die SevenSeas erhielt hier in Kilada einen großen Motorservice von einem deutschen Mechaniker, das Rigg wurde durchgecheckt, eine LED Dreifarblampe montiert, etc. Sie ist also bereit für neue Abenteuer. 

Geplant: Samstag Ankunft und Verproviantieren, Sonntag klar Schiff, verstauen, etc., Montag gehts ins Wasser, dann nach Ermioni, Poros, Kythnos, Mykonos, Delos....weiter plane ich wie immer nicht. So kommt kein Stress auf und wir bleiben offen für schöne und spontane Ziele.

Uta ist jetzt seit zwei Jahren im Nonstop Arbeitsmodus und muss da ganzganz dringend mal für ein Weilchen raus!

Und ich habe mit jedem Kurzurlaub eigentlich auch immer weniger Lust zu arbeiten. Darf man das im Internet so sagen? 

Da gab es doch noch so ein großes übergestecktes Ziel...eine Weltreise soll es werden. Es wird Zeit, das mal wieder mehr in den Focus zu nehmen. Materielle Ziele alleine machen langfristig nicht glücklich! Wir haben ein gut segelndes und günstig zu unterhaltendes Schiffchen und ich habe immer mehr Lust auf neue, exotische Ziele! Wobei ich auch nach ein paar Jahren noch sagen muss, dass ich mir kaum etwas schöneres als Griechenland vorstellen kann!

Dennoch steht nach diesem Törn erst mal wieder ein Umzug an. Diesesmal in eine wirklich traumhafte Wohnung. 

Bis demnächst! Mehr sicher wieder in Kürze via Facebook. (Ihr findet uns auch dort unter weltumsegelung.com !)

Hier nochmal ein Bild, wie wir in der Werft ankamen:

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Es wird Zeit, dass ich mal wieder meinen Blog update - am Samstag geht der Flug :-)!

Ich hatte meinen Bekannten vor Ort kürzlich gebeten, die SevenSeas in die Werft nach Kilada zu bringen, damit dort ein frischer Antifoulinganstrich angebracht wird. Leider stellte sich beim Versuch das Schiff zu starten heraus, dass die Kühlung nicht funktioniert und derzeit kein Kühlwasserstrahl aus dem Auspuff kommt. Da sich das Problem offenbar nicht einfach lösen ließ, habe ich beschlossen, selbst nach dem Rechten zu sehen und fliege somit am Samstag mit meinem Freund und Kollegen Markus, mit dem ich eigentlich auch oft gemeinsam am Basteln und Schrauben bin, nach Griechenland.

Der vorläufige Plan ist also: Ankunft Samstag. Sonntag früh sollte der Motor wieder Wasser spucken und dann legen wir ab gen Kykladen. Wir haben 14 Tage Zeit und ich habe nicht vor so lange am Boot zu basteln, ich war seit einem Jahr nicht in Urlaub!!!

Bisher haben wir gemeinsam noch alles zum laufen bekommen. Zuletzt Utas kleiner Cinquecento Sporting, der eine Zylinderkopfüberholung brauchte und anschliessend auch noch einigen elektrischen Ärger machte. Das Teil läuft auch wieder wie neu :).

Also drückt uns die Daumen, dass wir auch diese Baustelle zum Laufen bekommen und den wohlverdienten Kykladen-Urlaub antreten können!!!!!

Updates gibt es dann von unterwegs wohl wieder öfter via Facebook!

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Unsere SevenSeas wartet jetzt seit ziemlich genau einem Jahr auf uns und bis heute haben wir es noch nicht geschafft, neue Flüge zu organisieren. Uta kämpft noch mit dem Urlaubsplan in ihrer neuen Firma. Man spricht sich dort mit Kollegen ab und der Chef genehmigt dann 5 Tage vor Urlaubsantritt schriftlich das Urlaubsgesuch. Wie man da einen Flug nach GR für mehrere Wochen verlässlich planen soll ist uns noch nicht ganz klar aber Uta wird nächste Woche versuchen, dass mit ihrer Vorgesetzten zu klären.

Ansonsten gibt es auch gute Neuigkeiten. Unsere SevenSeas ist jetzt wirklich "heimisch" geworden in Griechenland, denn wir haben jetzt eine eigene Boje an der sie liegt (bisher war das immer gemietet!). Darüber freue ich mich sehr!!

In meiner eigenen Firma läuft wieder personell alles nach Plan. Somit werde ich wohl auch demnächst mal mit einem Kumpel ein paar Tage segeln gehen. Aber auch hier ist noch nichts gebucht, ich denke aber es gibt bald News.

 

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Ihr fragt Euch sicher, warum wir die Flüge für unseren lang erträumten Urlaub gestrichen haben. Das fiel uns ganz und gar nicht leicht aber es gab gleich mehrere Gründe, warum ich vor ein paar Tagen so handeln musste:

  • Unsere Joy ist seit dem Umzug nicht richtig fit. Sie hat ein instabiles Knie am linken Hinterlauf, wurde deshalb geröntgt und bekam die Diagnose von altersbedingten Verknöcherungen an der Wirbelsäule, die wohl irgendwie auf Nerven drücken, welche wiederum Auswirkungen auf die Muskeln haben. Außerdem rutscht sie immer öfter auf unserem Parkettboden aus. Das Ganze erinnert doch stark an ihre Erkrankung aus jungen Jahren, welche damals wohl psychische Gründe hatte (siehe ihre Beschreibung unter "über uns"). Vielleicht kommt sie auch jetzt mit dem Umzug nicht ganz klar, sie wurde immerhin völlig aus ihrem gewohnten Revier herausgerissen und trifft auch ihre "Freunde" in Würzburg nicht mehr. Jedenfalls glauben wir, dass ihr derzeit eine so lange Abwesenheit von uns beiden ganz und gar nicht gut tun würde. 
  • Ich habe einen Vollzeitmitarbeiter, auf den ich mich immer sehr verlassen konnte. Mit ihm habe ich letztes Jahr vor Flugbuchung abgesprochen, dass er sich in meiner Abwesenheit um die Firma kümmert. Tja - er hat letzte Woche überraschend zum Ende Februar gekündigt. Ich muss jetzt also Personal suchen, einarbeiten und kann einem völlig neuen unmöglich so lange alles anvertrauen. 
  • Uta ist ja gerade mit ihrem Studium fertig. Da wir vor dem langen Urlaub noch nicht den richtigen Job für sie suchen wollten dachten wir, sie kann ja bis zum Törn einfach mal bei einer Zeitarbeitsfirma jobben, vielleicht irgendwelche Paletten durch die Gegend schieben oder so. Dort kündigt sie dann im März, wir gehen schön lange segeln und danach erst sucht sie wirklich nach einem adäquaten Job. So war der Plan. Jetzt hat die Zeitarbeitsfirma sie aber in einem Top-Unternehmen im Büro untergebracht und diese Firma sagt ihr nach nur zwei Wochen (!!), dass sie sie unbedingt übernehmen wollen und auch bereits sind, eine hohe 4-stellige Ablösesumme für sie zu zahlen. 
  • Letzten Samstag bekomme ich die Mail von wegen "ihre Flugzeiten haben sich geändert". Ich wittere die Chance und kann unsere Flüge kostenfrei stornieren.

So ist das also gelaufen. Ich kümmere mich also gerade um neues Personal und werde schnellstmöglich mit einem Freund und Kollegen einen Flug nach Athen buchen, um einfach mal nach dem Rechten zu sehen, ein paar kleinere Arbeiten zu machen und vielleicht noch zwei Wochen zu segeln. Uta wird speziell in der ursprünglich geplanten Zeit gebraucht, da viele andere Mitarbeiter da in Urlaub sind. Sie hat bereits verhandelt, dass sie trotz der Neuanstellung im Oktober 4 Wochen segeln gehen darf ;).

Ich hoffe ihr seit nicht enttäuscht, so läuft es manchmal im Leben. Sobald ich neue Flüge habe werdet ihr es erfahren :).

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Folgende Mail erhielt ich gestern:

 

"...Sehr geehrter Herr,


wunschgemäß haben wir die Flugbuchung ... storniert und zur vollständigen Erstattung an die Fluggesellschaft weitergeleitet. Sie erhalten eine Gutschrift auf das bei der Buchung angegebene Bank- bzw. Kreditkartenkonto.

Wir verzichten auf die in unseren Allgemeinen Geschäftsbedingungen hinterlegten Stornierungsgebühren in Höhe von 50,00 EUR. Die bei Buchung angefallene ServiceFee behalten wir jedoch ein.

Bitte beachten Sie, dass der Erstattungsprozess seitens der Fluggesellschaft bis zu 6 Wochen dauern kann. Im Anschluss erhalten Sie die Gutschriftsrechnung. Wir bitten Sie, in der Zwischenzeit von Rückfragen abzusehen.


Mit freundlichen Grüßen

Ihr Linienflugteam"

 

Wir haben nun doch die Flüge stornieren müssen und organisieren uns gerade neu :-(. Mehr dazu in den nächsten Tagen denn ich muss gleich weiter zum Griechisch-Unterricht. Wie ihr seht sind wir wenigstens mit einem blauen Auge davongekommen. Zufällig hatte die LH gerade zum X-ten Mal die Flugzeiten unserer Flüge geändert und ich sollte mich bei der Gesellschaft binnen drei Tagen melden, falls das Probleme bereitet... ;).

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Liebe Leser,

erst mal ein frohes neues Jahr Euch allen! 

Wir sind mittlerweile umgezogen, falls man das so nennen kann. Denn "wohnen" können wir eigentlich noch nicht. Seit drei Wochen teilen wir uns den neuen Wohnraum mit einigen Handwerkern, die jeden Tag neues zu erledigen haben. Das zerrt mittlerweile ziemlich an den Nerven, lässt sich allerdings nicht vermeiden, da wir unsere Würzburger Wohnung bereits übergeben haben. Bye bye schönes Unterfranken!

Am 16.12. hatte Uta ihre letzte mündliche Prüfung. Sie darf sich jetzt "Magistra" nennen und hat wirklich ordentlich abgeschlossen :). Sie hatte unverhofft direkt Aussicht auf ihre Traumstelle als "Assistentin der Verlagsleitung" bei einem lokalen Medienunternehmen. Nach einigen Terminen erhielt sie urplötzlich zwar eine Zusage "wir wollen Sie!" aber sie sollte eine andere Funktion ausüben, nämlich Anzeigen verkaufen. Ein schlechter Witz, denn mit der ursprünglichen Stellenausschreibung hatte das rein gar nichts mehr zu tun. Sie sagte also ab und jobbt derzeit für ein modernes Unternehmen in der Datenerfassung. Somit steht unserem langen Segeltörn schon kein Job im Weg!!

Hab ich eigentlich schon geschrieben, dass ich griechisch lerne? Seit einigen Monaten besuche ich einen IHK Kurs für Neugriechisch. Die Buchstaben sitzen schon, verstehen tu ich auch einiges, allerdings hapert es noch mit dem sprechen, da ich regelmäßig zu faul bin, um Vokabeln zu lernen. Nächsten Freitag gehen wir vom Kurs aus griechisch essen und dürfen nur griechisch sprechen. Ich muss wohl noch einiges lernen kommende Woche ;).

Das war es mal wieder, gleich gehts lustigerweise nach Würzburg ins Kino denn in Heilbronn läuft "all is lost" nicht. 

Bis demnächst! Viele Grüße

Stephan

 

 

 

 

 

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Nach langer Schreibpause melde ich mich mal wieder zurück. Es hat sich viel getan, wie Ihr sicher auch schon am Design der Homepage bemerkt habt. Aufgrund technischer Probleme war vor einigen Monaten eine komplette Überarbeitung nötig. Nun sieht man auch unsere SevenSeas schon auf der Startseite in Porto Heli vor Anker. 

Für unsere nicht Facebook-Leser möchte ich nochmal ankündigen, dass wir Flüge für nächstes Jahr gebucht haben. Wir werden von Ende April bis Anfang Juli (!!!) in der Ägäis unterwegs sein und können das auch kaum noch abwarten, denn der Alltag macht uns derzeit ziemlich fertig.

Da Uta nur noch zwei mündliche Prüfungen vom Studienabschluss trennen, war es an der Zeit, eine neue Wohnung zu suchen, da ich seit vielen Jahren zwischen Heilbronn und Würzburg pendle und davon ziemlich die Nase voll habe. 

Wer heutzutage schon einmal versucht hat, mit einem Hund umzuziehen, kann sich vielleicht vorstellen, wie einen die Wohnungssuche in den Wahnsinn treibt. Das ganze gipfelte in einem Mietvertrag für eine echte Traumwohnung, den ich am Monatsletzten unterzeichnete, daraufhin via Fax abends um 23.00 Uhr unsere Würzburger Wohnung kündigte und mir zur Feier des Tages ein Bierchen gönnte. Wenige Stunden später erhalte ich eine Email vom neuen Vermieter. Er teilte mir mit, dass er den geschlossenen Vertrag für nichtig erkläre. Seine Frau als Miteigentümerin habe sich strikt gegen einen Hund als Haustier ausgesprochen. Er bedauere dies zutiefst, da er einen sehr guten Eindruck habe, blablabla..... Ob wir uns nicht vorstellen könnten, den Hund abzugeben?

Da frag ich mich doch, in was für einer Welt der lebt? Für mich ist allein diese Aussage ethisch absolut verwerflich! Naja, jedenfalls suchte ich weiter, füllte Formulare aus, führte unzählige Telefonate. Aber immer wieder scheiterte es an unserem großen, schwarzen "Kampfhund". Ich weise nochmal daraufhin, dass Joy ein verschmustes, 14-jähriges Labbi-Baby ist, welches zum Bellen zu faul ist. Sie will nur lieb gehabt werden und wenn möglich immer dabei sein!!

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Jedenfalls haben wir uns jetzt (gezwungenermaßen) entschieden, eine kleine Wohnung zu erwerben. Denkmalgeschützt, in den 90ern kernsaniert, mit Terrasse und Carport fürs Auto. War zwar nicht geplant aber passt soweit. Allerdings drücken uns gerade Maklerprovision, Küchenkauf, etc. mächtig auf den Geldbeutel.

Wie es so ist macht genau in dem Moment meine Leidenschaft für englische Autos mal wieder echte Probleme und die Werkstattrechnungen summieren sich :(.

Uta ist derzeit, neben der Vorbereitung auf die mündliche Prüfung, auf Jobsuche. Ein paar Vorstellungsgespräche gab es schon. Mal sehen, wo sie landen wird. 

Der Umzug steht Ende Dezember an. Gibt zwar Angenehmeres, als zwischen Weihnachten und Neujahr umzuziehen aber das wird schon werden. 

Wir freuen uns jetzt erstmal auf die neue, größere Wohnung und auf den langen Törn in Griechenland. Unserer SevenSeas geht es soweit gut, allerdings liegt sie bis zum Törn über 1,5 Jahre im Wasser. Ob wir sie ohne einen Werftaufenthalt nutzen können ist noch unklar. Evtl. gäbe es die Möglichkeit, das Unterwasserschiff von einem Taucher grob reinigen zu lassen. Eventuell müssen wir auch nochmal raus dafür. Wir werden sehen. Ich habe auch überlegt, ob ich vor dem Törn die Tauchervariante mache und sie nach dem Törn mal eine Zeit lang an Land stelle, um richtig auszutrocknen. Zukunftsmusik. Wir werden berichten!

 

 

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Kommenden Montag bin ich wieder unterwegs. Mit Swiss Air gehts früh morgens los nach Athen, wie immer von dort aus mit dem Zug weiter und irgendwann am Abend bin ich wieder bei meiner SevenSeas. Ich kann es kaum noch abwarten!

Mit Silke und Andy, einem ihrer Arbeitskollegen soll es auf diesem Vorsaison-Törn zum ersten Mal Richtung Kykladen gehen.

So Pi mal Daumen hab ich mir mal eine Route zusammengesponnen. Da darf natürlich wie immer auch noch alles verändert werden ;).

https://maps.google.de/maps/ms?msid=210983432878665209108.0004d8446007348df159b&msa=0

 

Mal sehen was kommt. Sehr spannend ist für mich derzeit noch die Frage nach dem Vorsegel. Wir haben nämlich keines! Die alte Genua war zur Reparatur beim Segelmacher, dessen Laden wohl einen Wasserschaden erlitt (das ist noch etwas untertrieben, ein Flussufer ist übergetreten und es war wohl alles überschwemmt!). Und die neue, kleinere Fock, welche ich noch für die windreiche Ägäis haben wollte, ist auch noch nicht angekommen. Aber am Montag habe ich beide Segel! Ganz bestimmt...!!!????

Uta und ich sind im übrigen wieder zusammen! Wir können und wollen nicht mehr ohne einander sein nach so langer Zeit. Sicherlich tat unserer Beziehung diese Schocktherapie gut, wenngleich ich hoffe, dass sich solch ein  Drama nie wiederholt.

Kleine Updates gibt es in den nächsten Wochen via Facebook, das ist einfacher und kann "mal kurz übers Handy" erfolgen. Blogeinträge folgen später hier.

Ich wünsche auch Euch Lesern endlich besseres Wetter in Deutschland! Ansonsten bringe ich nach dem Törn etwas Sonne aus Griechenland mit!

 

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Am nächsten Morgen machen wir früh klar zum Auslaufen. Für den Abend und den nächsten Tag ist eine heftige Wetterverschlechterung angekündigt und wir müssen einen sicheren Platz für Sturm aus Süd finden. Leonidion wäre hierfür denkbar ungeeignet.

Nach ein paar Stunden fällt die Entscheidung, das schlechte Wetter in Kyparissi abzuwettern. Kurz vorm Anlegen wacht dann auch André wieder auf ;). Wir machen zunächst am zentralen Steg vor dem kleinen Örtchen fest. Dieser befindet sich mitten in  der großen Bucht.

 

André geht gleich mal eine Runde schwimmen. Der Schwell am Steg und der nun auslaufende Fischer lassen mich aber übles ahnen, weshalb ich gleich nachdem André wieder an Bord ist die Leinen los mache. Ganz im südlichen Eck der Bucht gibt es eine kleine Kapelle mit einem Steg. Direkt dahinter sind steile und nach Süden schützende Berge. Das will ich mir ansehen.

Wir steuern uns wieder vorsichtig an den Steg heran, zunächst mit dem Bug voraus, während die Crew Ausschau nach etwaigen Unterwasserfelsen hält. Auf der linken Seite des Steges sieht es tiefer aus, allerdings begrenzt eine Reuse den Bereich zum Ansteuern. Wir machen fest und bereiten alles für die angekündigte Front vor. Alle Fender nach Backbord, den großen Kugelfender am Steg festgemacht, etc. Nachdem soweit alles klar ist, gehe auch ich noch eine Runde schwimmen. Immerhin sind es hier Mitte Dezember noch knapp 19 Grad Wassertemperatur.

Gegen Abend fängt der Wind an, es erscheint  zunächst harmlos, steigert sich aber kontinuierlich. Nachts um halb 2 sehe ich mich gezwungen, aufzustehen. Ich ziehe Ölzeug und Südwester an und sehe bei strömendem Regen und Starkwind nach dem Rechten. Die Festmacher muss ich teilweise dichter nehmen, am nächsten Tag zeigt sich warum: Das Liros-Tauwerk hat an der belasteten Seite um mindestens 30% an Stärke abgenommen durch den Reck. Noch morgens knallen brechende Wellen an unseren Rumpf und ich messe an unserem wirklich geschützten Steg 38 Knoten Wind. Draußen möchte ich jetzt nicht sein... Der Wind nimmt zwar wieder etwas ab, es regnet aber immer wieder leicht, weshalb wir noch eine Nacht bleiben.

 

Zwischendurch laufen wir auch einmal über einen kleinen Wanderweg entlang des Buchtrandes in den kleinen und schönen Ort, der jedoch in der Nachsaison wie ausgestorben wirkt. Die wenigen Bewohner, die wir treffen schauen uns teilweise etwas merkwürdig an, Hans meint später, wir seien zu dieser Jahreszeit quasi Außerirdische für die ;).

Gegen Abend kommt noch ein großes Fischerboot, welches auch am Steg festmachen möchte. Wir verholen weiter in die Ecke, so dass sie vor uns anlegen können.

Am nächsten Morgen geht es weiter, Kurs Süd, wir möchten nach Monemvasia. Gleich nach der Bucht setzen wir Segel. Die erste Stunde geht es mit knapp drei Knoten voran, dann reicht der Wind nicht mehr zum Segeln und wir müssen den Jockel starten und motoren. So geht das ein paar Stunden. Für den nächsten Tag ist schon wieder eine Front angekündigt. Gerne würden wir in Monemvasia das schlechte Wetter abwarten. Wir ahnen aber, das der Steg dort weniger geeignet ist und machen uns Gedanken über Alternativen. Als wir in die Nähe von Gerakas kommen, steuere ich etwas darauf zu, um mir schon mal die Einfahrt anzusehen. Gerakas scheint für Schlechtwetter perfekt. Es ist eine tief ins Land geschnittene Bucht, ähnlich eines Fjordes, mit schmaler Einfahrt und umgeben von Bergen.

Verrückt, obwohl ich durch den Plotter genau die rechtweisende Peilung der Einfahrt kenne und wir nur ein paar hundert Meter davon entfernt sind, lässt sie sich nicht einmal durchs Fernglas erahnen. Man sieht wirklich nur eine Felswand. Würde der Plotter und die Seekarten nicht die Bucht zeigen, könnte ich es nicht glauben. Aber zunächst wollen wir immer noch nach Monemvasia! Nicht mehr weit, hinter dem nächsten Felsen müsste es schon zu sehen sein! Wir haben für den ganzen Tag eine Wettervorhersage mit ausreichendem achterlichen Wind. Davon kommt aber nichts an. Als wir Monemvasia sehen, haben wir plötzlich einen 5-6 BFT Amwind-Kurs und setzen auch gleich Segel. Als wir näher kommen, wird aber immer klarer, dass wir nicht anlegen können. Am Steg herrscht zu starker Wellengang. Der nimmt weiter zu. Eine gute 7 haben wir mittlerweile. Wir wenden und fahren raumschots aus der Bucht von Monemvasia heraus, Kurs Richtung Gerakas. Wir reffen und kurze Zeit später passiert es: Ein lauter Knall! Die Genua weht aus und schlägt wie verrückt im Starkwind. Die Steuerbord-Schot hängt im Wasser, ich hole sie ein und sehe, dass sie gerissen ist! Silke meint, gesehen zu haben, wie ein etwa 40 cm langes Stück davon geflogen ist. "All hands on deck" rufe ich zu André, der gerade unter Deck ist, um Jacke und Rettungsweste anzuziehen. Wir starten den Motor, gehen in den Wind und rollen das Vorsegel ein. Den Rest des Weges machen wir unter Motor, ich möchte in Gerakas erst in Ruhe nach einer Ersatzschot in der Backskiste suchen. Der Schreck sitzt.

Gelegentlich kontrollieren wir auf unseren Apps die Wettervorhersage und die wird immer schlechter. Mein Windfinder sagt etwas von 8 - 9 BFT. André hat eine andere App auf dem Iphone, die sagt sogar etwas von Böen mit 10. Grund genug, wieder einmal Deckung zu suchen. Wir finden die Einfahrt, steuern hinein und drinnen wirkt wieder alles sehr ruhig. Direkt am Ende des Dörfchens ist ein Anlegesteg, an dem wir fest machen.

 

Die Sonne scheint und es ist herrlich warm, wir schlendern in den Ort. Meine beiden Mitsegler sind bereits auf Entzug und verzweifelt auf Zigaretten-Suche. Beim ersten Wirt im Ort fragen wir, ob es einen Minimarkt gäbe. Den gibt es zwar, aber der hat wohl keine Zigaretten. Aber halt, die Tochter fährt nachher nach Monemvasia zum Einkaufen. Sie wird gleich herbeigerufen und natürlich kann sie Zigaretten mitbringen. "Sollen wir Ihnen schon das Geld geben?" "Nein - brauchen Sie nicht..." In unserem Törnführer haben wir von einer Grotte in der Bucht gelesen, wir fragen also die Wirtstochter, wo diese denn genau sei und sie zeigt uns, wo wir in etwa die Einfahrt finden können, es sei aber sehr versteckt und nur schwimmend oder mit ganz kleinen Beiboot zu erreichen. Prima - ich habe das kleinste Dinghi, das es zu kaufen gibt.

André und ich machen es gleich klar und paddeln los, einmal quer über die Bucht. Hinter einem Felsen versteckt finden wir die kleine Höhleneinfahrt, als wir hineinpaddeln fliegen uns einige aufgescheuchte Fledermäuse entgegen. Herrlich schaurig :-).

 

Tief in der Höhle zischen wir erstmal ein fröhliches Ankommens-Bierchen weg, das wir wohlweisslich mitgenommen haben. Teilweise gibt es verrückte Fratzen in den Tropfsteinen, wir paddeln noch etwas hin- und her und lassen dieses ungewöhnliche Ambiente auf uns wirken.

 

Bei welcher Taverne wir den Abend ausklingen lassen, war ja nach der Zigaretten-Bestellung schon klar :).

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Wie ihr sicher gemerkt habt, war unsere Seite leider die letzten Wochen aufgrund technischer Probleme nicht erreichbar.

Sie läuft jetzt zwar wieder, es lässt sich aber nicht vermeiden, daß sie erneut komplett überarbeitet werden muss. Ich hoffe ihr verzeiht, wenn es in den kommenden Wochen erneut zu Problemen kommen sollte. Habt noch etwas Geduld mit uns.

Im April bin ich wieder ein paar Wochen unterwegs Richtung Kykladen. Der Blog wird natürlich nachgetragen.  Für Anregungen zur neuen Homepage wären wir jetzt dankbar!

Liebe Grüße

Stephan

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Am 5.12. ging es wieder an Bord. Diesmal mit neuer Crew! Mit dabei: Eine langjährige Freundin - Silke und Andre, der sich über eine Hand-gegen-Koje Suchanzeige in einem Forum bei mir gemeldet hatte.


Ich flog mit Silke ab Stuttgart. Andre wartete im Athener Flughafen auf uns, da er schon früher gelandet war. Von hier ging es mit dem Zug nach Korinth, wo uns freundlicherweise Hans, der TO-Stützpunktleiter mit dem Auto abholte.


Obwohl wir früh morgens losgeflogen sind, wird es während der Autofahrt schon dunkel. Wir müssen noch unser Gepäck an Bord bringen. Hier fängt eigentlich das Abenteuer schon an, über einen kleinen wackligen Steg setzen wir mit einem Mini-Kunststoffboot über zur SevenSeas. Dass das hier kein durchorganisierter Mitsegelurlaubstörn ist, zeigt sich spätestens jetzt, denn um überhaupt irgendwas ins Boot packen zu können, müssen zuerst die Segel an Deck. Dann wird das Gepäck verstaut und im dunkeln noch die Segel angeschlagen, denn irgendwo müssen die ja hin ;). Danach sind wir alle ziemlich k.o. und freuen uns, dass Hans uns nochmal mit dem Auto abholt und mit uns wieder zu der leckeren Taverne Nico in Drepano fährt.

 

 

 

Mit ein paar Bierchen und leckerem Essen gestärkt, fallen wir nach einem lustigen ersten Abend in die Kojen. Am nächsten Tag fährt Hans mit uns zum Lidl, wo wir günstig und schon für den ganzen Törn einkaufen - zwei Einkaufswagen voll. Nachdem alles verstaut ist machen wir mittags die Leinen los und motoren aus der Bucht heraus. Nordwind war angekündigt, durch die Landablenkung mussten wir jedoch die ersten Meilen genau gegenan bei Starkwind. Wir sind motort und Silke, die noch nie auf einem Segelboot war, wird gleich mal richtig eingeschaukelt. Danach wissen wir, dass sie offenbar nicht so leicht seekrank wird!

 

 

Bei dem ordentlichen Wind hebt sich der Bug der SevenSeas so manches Mal doch imposant, um dann mit riesen Gischt in die Wellentäler zu platschen. Als wir endlich den Kurs wechseln, können wir auch Segel setzen und es geht mit ordentlich Speed auf Amwindkurs Richtung Nafplion. Wie sich zeigt, ist das kleine Dingi im Schlepp mit der Situation etwas überfordert. Es hebt einige Male ab und dreht sich in der Luft herum. Wir klarieren es immer wieder, ich bin aber doch froh, dass es nicht sehr weit ist bis Nafplio. Wir motoren in den Hafen und legen am Yachtsteg längsseits an. Es gibt Platz ohne Ende um diese Jahreszeit, was ja zu erwarten war!

 

 

Wir liegen direkt vor dem kleinen Häuschen der Hafenpolizei. Obwohl es mittlerweile nach 20.00 Uhr ist, sitzt noch jemand darin. Ich frage also an, ob wir morgen vorbeikommen sollen wegen der Formalitäten, aber der Polizist möchte gleich die Papiere sehen. Also hole ich alles und dann beginnt eine etwas zähe Diskussion, denn leider scheint er nicht zu verstehen, dass unser Schiff unter 10 Meter Länge hat. Wären wir über 10 Meter, bräuchten wir ja dieses "Stempelbuch". Das haben und brauchen wir aber nicht, was er nicht versteht. Leider ist die Kommunikation durch sein holpriges Englisch etwas schwierig. Letztlich will er alle Papiere und Pässe behalten und mit aufs Amt nehmen. Dabei sehe ich allerdings rot und bitte ihn höflichst, diese bei mir behalten zu dürfen. Nachdem ich ihm versichere, morgen mit allem auf die Polizeistation zu kommen, lässt er die Papiere zum Glück bei uns. Anschließend laufen wir noch durch die wirklich sehr schöne Stadt.

Über Nacht lief durchgehend die Heizung wodurch es wirklich gemütlich war.

Am nächsten Morgen besuchte ich das Büro der Hafenpolizei. Zum Glück bin ich da auch hin, denn die gestern ausgefüllte Crewliste lag schon auf dem Tisch der jungen Polizistin. Wegen des angeblich fehlenden Dokumentes gab es keine Rückfragen mehr, ich musste 13, 50 € zahlen. Es war der freundlichen Beamtin sehr unangenehm, dass sie nicht genau herausgeben konnte, sie leerte noch ihren privaten Geldbeutel, um mir alles vorhandene Retourgeld zu geben, da sie kein Trinkgeld annehmen wollte.

Danach machten wir die Leinen los und segelten Richtung Leonidion.

 

 

 

Nach ein paar Meilen sind wir unter Autopilot unterwegs, zweites Reff im Groß, Genua zu 80 % draußen. Alles gemütlich, wir machen vielleicht 5 Knoten bei Halbwind. Wie aus dem nichts kommt plötzlich eine heftige Fallböe. Der Autopilot gibt Ruder hart, dennoch krängt das Boot immer stärker und luvt an. Die erste Böe packt er, sofort wird die Genua weiter gerefft. Dann dasselbe nochmal und noch heftiger. In den nächsten Minuten haben wir alle Hände voll zu tun, das Groß runterzubekommen!

Das Ganze ging nur wenige Minuten, mit der anschliessend noch stärker gerefften Genua machen wir dann nur noch wenig Fahrt aber zum Ausreffen hat auch niemand mehr Lust nach diesem Schreck ;). Wenig später laufen wir  in den Hafen ein und machen zunächst am äußersten Ende des Wellenbrechers fest. Weiter vorne sollen teilweise Verunreinigungen  durch Unterwasserfelsen sein, weshalb ich erst vorlaufe, um mir den Grund anzusehen und dann noch weiter vor verhole. Diese Strategie kann man bei griechischen Marinas, die man nicht kennt, nur empfehlen. Oft sind im Hafenhandbuch 2-3 Meter angegeben und dann liegen irgendwelche Felsen am Grund, die garantiert jedes Ruder beschädigen würden.

Der Wellenbrecher von Leonidion ist furchtbar zerstört. Es sieht aus, als habe es ein Erdbeben gegeben. Von Hans erfahren wir später, dass hier bei einem Sturm mit über 10 Bft das Mauerwerk dem Seegang nicht standgehalten hat.

Nach dem Anlegebier schlendern wir durch den kleinen Ort. Der Hafenpolizist begrüßt uns freundlich und verzichtet auf Liegegeld. Ein Welpe, ein schwarzer Mischlingshund kommt auf uns zugerast. Er ist völlig verspielt und Silke ist total  begeistert von dem Kleinen; sie "kämpft" mit ihm und er zerrt an ihrer Hose. Er will anschließend  nicht mehr von unserer Seite weichen.

 

 

Die Tavernen sind alle zu bis auf eine Strandbar. Hier werden wir superfreundlich empfangen und lassen den Abend ausklingen.

 

 

 

 

Leider haben wir noch ein Wasserproblem. Alle Tanks an Bord sind leer und die Wasserhähne am Steg abgeschlossen. Ich frage ein paar Bauern, die auch in der Taverne sitzen, sie telefonieren herum und versuchen alles, um uns zu helfen. Wir geben uns anschließend noch einige Bierchen gegenseitig aus. Leider klappt das mit dem Wasser - zunächst - nicht. Also entscheiden Andre und ich, mit Kanistern Wasser von der Taverne zu holen. Nachdem wir drei Mal mit Kanistern bepackt von der Bar zum Boot gelaufen sind und schon einiges Wasser in die Tanks gefüllt hatten, stand der zuständige  Mann mit dem Schlüssel am Steg, öffnete das Schloss und reichte uns den Schlauch.

 

 

Noch so eine griechische Lehre: Es klappt eigentlich fast alles; alle sind bemüht, aber wir Deutschen müssen dort einfach einen Gang runterschalten.

Ich bin sehr froh für diesen Törn nun endlich randvolle Tanks zu haben! Silke kocht noch sehr lecker und wir spielen eine paar Runden Mensch-ärgere-dich-nicht. Ein Glück habe ich diese Heizung eingebaut. Nachts wird es doch recht kühl, aber mit der "Ebersbächer" ist es immer sehr angenehm unter Deck.

 

 

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Euch ist bestimmt schon aufgefallen, dass wir mit den Eintragungen etwas hinterherhinken. Es sind einfach zu viele Erlebnisse, um alle detailliert darzustellen.

Nachfolgend möchten wir in einigen Bildern mit kurzen Texten die Fahrt bis zu unserem derzeitigen Liegeplatz veranschaulichen:

Wir wollten zunächst eine in den Revierführern beschriebene Bucht im Süden von Angistri ansteuern. Leider ließ sich schon von weitem erkennen, dass diese absolut voll war. Es herrschte mittlerweile relativ starker Ostwind. Wir legten uns also an die Westseite der Insel vor Anker. Zur Sicherheit wollte ich eine Landleine ausbringen. Da das Dingi nicht aufgeblasen war und Uta ohnehin schwimmen wollte, gab ich ihr ein Ende eines Tampens mit auf den Weg. Ich hatte mich bezüglich der Distanz allerdings völlig verschätzt und musste den Festmacher immer weiter verlängern. Letztlich war unser gesamtes Tauwerk verbraucht. Näher an Land konnten wir allerdings auch nicht, da wir bereits auf 2,5 Meter Tiefe ankerten. Beim Festmachen am Fels wurde Uta von einem ehemaligen griechischen Kapitän tatkräftig unterstützt. Wir unterhielten uns später noch länger mit ihm.

Uta erzählte ihm davon, dass sie gerade beim Tauchen einen Oktopus gesehen hatte. Er erklärte uns, dass diese mittlerweile recht selten geworden wären. Früher gab es hier wohl sehr viele, doch durch übermäßige Muschelernte wurde ihnen die Nahrungsgrundlage genommen.

Uta stolz mit der festen Landleine:

 

Der Tauwerks-Berg nach Einholen der Landleine:

 

Als wir am nächsten Morgen Anker auf gehen, sehen wir eine Bucht südlicher die Amarante. Wir fahren noch ein paar Kreise um ihr Schiff und unterhalten uns etwas. Anschließend segelten wir bis Dokos. Ich wollte schnell durch den Saronischen Golf, denn es gefiel mir hier nicht sooo sehr. Zuviel Charterer, zuviel weiße Yachten des immer selben bayrischen Herstellers. Und leider muss man auch sagen: Wo viele Charterboote unterwegs sind, ist auch viel Müll im Wasser, der unter Umständen auch gefährlich für Motor/ Schraube werden kann. Auf Dokos waren, wie zuvor in den meisten Buchten des Saronischen Golfes, die besten Ankerplätze belegt. Wir wussten, dass die Südseite der Bucht nicht sehr sicher war, sahen aber keine andere Möglichkeit. Also lagen wir auch hier wieder vor  Buganker und mit Landleine. Alles gut soweit, bis gegen 3 Uhr nachts der Wind auf Nord drehte und wir voll am Anker hingen. Ich wunderte mich selbst, wie ich sofort aufwachte, als der Wind plötzlich aus einer anderen Richtung kam. An Schlaf war nun nicht mehr zu denken. Als der Wind bei Sonnenaufgang kurz nachließ, lösten wir die Landleine und gingen Anker auf.

Belohnt wurden wir mit einem herrlichen Sonnenaufgang:

 

Wie segeln bis zur Durchfahrt zwischen Spetses und dem Festland. Durch den Düseneffekt wird der Wind zu stark, um Durchzukreuzen, ebenso setzt die Strömung gegenan, so dass wir die Segel bergen und hindurch motoren müssen.

Wir kommen früh in der Bucht von Porto Cheli an und relaxen den ganzen Tag. Wir schwimmen, laufen um die Bucht und im Ort herum und genießen es, mittlerweile fast angekommen zu sein und uns nicht mehr hetzen zu müssen. Es ist wunderschön hier und supergeschützt. Wir kaufen ein paar Dinge im Ort ein, es gibt unter anderem sehr leckeres und frisches Obst und existenziell wichtigen Biernachschub :-). Durch den feinen Sand sieht man hier zwar nichts beim Tauchen, aber es ist einfach herrlich und der Anker hält - wie eigentlich immer bisher - problemlos.

 

 

Am darauffolgenden Tag wollen wir eigentlich nach Tolo segeln, als plötzlich ein lokales Gewitter aufzieht entscheide ich, direkt unser Ziel, die Ormos Drepanou anzulaufen. Wir kündigen uns bei Hans, dem lokalen Stützpunktleiter des Trans-Ocean Vereines, an und machen an unserer Boje fest. Wir zischen erstmal ein Anlegebierchen und stoßen auf die Jungfernfahrt der SevenSeas an. Etwa 850 Seemeilen liegen für diese Überführung im Kielwasser und sie hat sich tapfer geschlagen. Bis zuletzt funktioniert alles an Bord und wir haben sogar einen heftigen Sturm vor Italien gemeinsam überstanden. Bis zu unserem Abflug ist noch etwas Zeit, die wir jetzt aber nutzen möchten, um uns noch etwas auszuruhen und die Umgebung kenenzulernen.

Abends gehen wir in die Taverne "Mermaid" zum essen. Am nächsten Tag treffen wir uns mit Hans, der uns freundlicherweise mit nach Nafplio nimmt. Wir schlendern durch die Stadt und natürlich darf ein Besuch auf der Festung nicht ausgelassen werden. Über 900 Stufen einfach bis zum Ziel...

Auf dem Weg gibt es immer wieder Markierungen:

 

Der harte Aufstieg wird mit einem einmaligen Ausblick belohnt:

Abends gehen wir mit Hans essen in der Taverne Nico in Drepanou. Es gibt köstliches Stifado, zartes Rindfliesch mit kleinen Zwiebeln in Rotweinsoße geschmort. Zum niederknien!!

Am nächsten Tag geht es mit dem Dingi an die Strandbar von Vivari:

Und abends wieder mit Hans und anderen Yachties essen, denn es war zu köstlich, um das nicht noch einmal zu genießen.

Am nächsten Morgen machen wir das Boot klar für die Abreise. Alles wertvolle kommt von Bord, die Segel werden abgeschlagen und ich bürste sogar noch einmal das gesamte Antifouling ab, während Uta das Deck schruppt.

 

Der Sonnenaufgang am Tag unseres Abfluges:

 

Byebye Greece, ich komme bald wieder!

 

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Wir laufen früh aus Itea aus, denn es ist ein weiter Weg bis Korinth und leider scheint es heute keinen Wind zu geben. Das frühe losfahren hat auch den Vorteil, dass man nicht gar so lange in der Sonne brät. Dennoch war dieser Tag wirklich anstrengend und furchtbar heiß.

Die  Überfahrt quer über den Golf von Korinth verläuft völlig unspektakulär. Der Diesel verrichtet zuverlässig seinen Dienst. Bei längeren Strecken nervt der laute Motor aber irgendwann doch. Ständig Motorbootfahren wäre eindeutig nichts für mich. Es ist einfach zu schön, wenn man die Krawallkiste ausmachen kann, um Segel zu setzen. Für heute ist uns das aber nicht vergönnt. Selbst den Delphinen scheint das Gedröhne zu laut. Wir sehen einige aber sie halten gehörigen Abstand zu uns.

Auch diese Marina wird wieder als Große Marina und "Port of Entry" beschrieben. Wir haben ja nun schon einiges gesehen, aber Korinth toppt alles. Die Marina besteht im Prinzip aus drei Stegen, an der Südseite soll sie laut Hafenhandbuch komplett untief sein, obwohl hier der scheinbar schönste Platz zum Festmachen wäre. Es ist rundum alles voll belegt. In meiner Verzweifelung entscheide ich mich, zunächst an einer Segelyacht, welche am Kopf eines dieser Stege lag, längsseits zu gehen. Als ich gerade festmachen will, ruft jemand nach uns. Ein graubärtiger Fischer heißt uns in feinstem British-English willkommen und bietet uns einen Platz direkt an der Mole neben dem grünen Leuchtfeuer an. Nachdem wir fest sind, ergibt sich ein längerer Dialog. Bald wundere ich mich dann doch über dieses perfekte Englisch und frage ihn, wo er denn eigentlich herkomme. Er meint: "I came from Plymouth six years ago and stayed." Ich frage ihn, ob er irgendwann zurück möchte. Er meint nur: "Now I live here and I have no plan. No plan no dissapointment!". Auf jeden Fall ist dieser Fischer für uns ein Segen. In unserer Abwesenheit passt er aufs Boot auf, während er nebenbei Netze knüpft. Sein alter, treuer Gefährte weicht nie von seiner Seite.

Er weiß auf jede Frage eine Antwort. Wo ist ein Mini-Market, gibts einen Strand, gutes Restaurant,....für alles erhalten wir perfekte Tips! Ich frage ihn nach dem Marina Office und der Port Police. Er meint nur: "Don´t bother them, they don´t bother you. Let them sleep. Don´t wake them up." Als ordentlicher Deutscher muss man hier wohl ganz schön umdenken. Aber wir haben schon etwas Vertrauen in den Fischer gewonnen und verzichten somit auf den Papierkrieg.

Wir gehen etwas an den Strand und später essen. Zwischendurch kommt die befreundete Yacht aus Itea an. Auch sie fahren mit ihrer 40er in die Marina ein, machen aber umgehend kehrt und bevorzugen es, im ungeschützteren Industriehafen anzulegen, wobei wir ihnen helfen.

Abends sitzen wir noch eine Zeit lang im Cockpit. Jemand läuft am Steg in unsere Richtung. Der Hund brummt einmal kurz und der Typ macht auf dem Absatz kehrt. Selten haben wir  uns so sicher gefühlt ;-). Wir sind dann doch etwas geschockt, als uns bewusst wird, dass der Fischer mit seinem Hund auch hier, neben seinen Netzen, am Leuchtfeuer schläft.

Am nächsten Morgen vereinbaren wir mit der Crew der Segelyacht "Nancy" gemeinsam durch den Kanal von Korinth zu fahren. Um 10 Uhr treffen wir uns beide vor der Hafenausfahrt und steuern Richtung Kanal.

Nachdem wir uns beide über Funk angemeldet haben müssen wir sicher noch eine Stunde warten bevor wir überhaupt ins Vorbecken kommen. Über Funk meldet sich eine weitere Yacht an und als wir später im Vorbecken kreisen freuen wir uns riesig, die einfahrende Amarante Crew zu sehen! Nun kreisen drei befreundete Yachten noch eineinhalb Stunden im Vorbecken des Kanals herum. Irgendwann öffnet sich die letzte Brücke und ein Passagierschiff kommt heraus. Es dreht und fährt wieder retour. Über Funk kommt endlich der erlösende Befehl: "Follow the passenger ship. Full speed!"

Von 1881- 1893 nahmen es die Griechen hier auf sich, 84 Meter tief durch das Gestein zu graben.  Der Kanal erspart einen Umweg von etwa 400 km und verbindet so den Saronischen Golf mit dem Golf von Korinth.

 

 

Wir können nicht ganz mithalten, machen aber über 6 Knoten Fahrt, leider bei etwa 1,5 Knoten Gegenstrom.

Die teuerste Wasserstrasse der Welt muss nach der Durchfahrt bezahlt werden. Das Anlegen an der hohen Mauer ist dank intensiver Neckar-Schleusen-Erfahrung kein Problem :-). Wir bezahlen etwa 115,- €  für die 3,5 Meilen, beraten uns noch etwas über die weitere Strecke mit den anderen Yachten und dann gehts hinein in den Saronischen Golf.

Kurze Zeit später setzen wir bei leichtem, raumem Wind die Genua. Die Kollegen mit der 34er Etap tun dasselbe. Ich freu mich wie ein Schnitzel, dass unser "thoroughbread racing horse" trotz der uralten, ausgelutschten Segel souverän an dieser viel neueren Yacht vorbeizieht.

In der Folge entwickelt sich wohl etwas gegenseitiger Ehrgeiz. Als der Wind später  vorlicher kommt und Uta gerade schlafen will sehe ich achteraus, wie ein Groß gesetzt wird. Sofort wird Befehl: "Klar zum setzen des Großsegels" gegeben!  Uta verdreht die Augen aber was sein muss, muss sein. Klasse am Halbtonner bei diesem schwachen Wind: Die andere Yacht geht sauber in den Wind und das ganze dauert ewig. Bei uns: Kurz anluven, hoch das Ding, abfallen, los gehts :-).

 

 

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Uta steht 7.45 Uhr auf, obwohl unser Bus erst um 10.45 geht. Sie scheint sehr aufgeregt wegen unserem heutigen Kulturprogramm und bereitet schon Kaffee und ein paar Snacks zum mitnehmen vor. Nachdem wir uns gestern kurz darüber unterhalten haben wie die Busse fahren, hat sich auch die benachbarte "Nancy"-Crew für einen Besuch in Delphi entschieden. Schon die Fahrt dorthin ist sehr imposant:

 

Um den Mittelpunkt der Welt zu bestimmen, schickte Zeus zwei Adler von beiden Enden der Welt los. Wo sie zusammenstießen fiel der Omphalos vom Himmel. Omphalos bedeutet "Nabel". Hier im Museum liegt also der Nabel der Welt:

 

In der Antike machte hier über Jahrhunderte das Orakel von Delphi Prophezeiungen. Mächtige Entscheidungsträger und Herrscher kamen um Fragen zu stellen. Um den Tempel zu betreten, mussten die Klienten zunächst ein Tier opfern und sich in den Kastalischen Quellen rituell reinigen. Aus einer Gesteinsspalte im Tempel des Apollon stiegen Gase auf, die das Orakel (die Pythia) in Trance versetzten. In diesem benebelten Zustand murmelte sie ihre Weissagungen, die dann von Priestern "übersetzt" wurden. Diese Aussagen beeinflussten die wichtigsten politischen Entscheidungen des gesamten Mittelmeerraumes. Oft bestimmte dies über Krieg oder Frieden.

Der Tempel des Apollon:

 

Die wichtigsten Städte hatten eigene Schatzkammern, in denen die Opfergaben untergebrachte wurden, die das Orakel milde stimmen sollten. Hier die Schatzkammer von Athen:

 

Das Theater fasste 5000 Zuschauer. Auch hier wurden politische Entscheidungen verkündet:

 

Als wir neben dem Theater stehen, schließen wir uns mal wieder an eine Reisegruppe an und hören der Führerin zu. Gegen Ende ihrer Erläuterungen meint sie, es gäbe ganz oben auf dem Berg noch ein großes Stadion. Um ihrer Reisegruppe den Weg zu ersparen zeigt sie ein paar Bilder davon herum. Mir war in dem Moment schon klar, dass Uta ohnehin keine Ruhe gibt, bevor wir es gesehen haben. Also laufe ich los....

Das Stadion liegt am höchsten Punkt der antiken Stadt. Es fasste 7000 Zuschauer. Hier fanden alle 4 Jahre die Pythischen Spiele statt. Sie waren nach den Olympischen Spielen das wichtigste sportliche Ereignis der Antike. Ein angenehm ruhiger Ort, denn kaum ein anderer Besucher macht sich die Mühe, hier hoch zu wandern:

 

Danach geht es noch vorbei an den Kastalischen Quellen, zur Marmaria, dem Heiligtum der Athena. Für mich wird das jetzt zugegeben zuviel, immerhin sind es schon den ganzen Tag über 30 Grad. Ich setze mich oberhalb des Heiligtums in den Schatten und beobachte, wie Uta dort jeden Stein umdreht. ;-). Leider haben ein schweres Gewitter und ein Erdbeben viel zerstört:

 

Danach streike ich, das Gymnasion, welches westlich daneben liegt, wird nicht mehr angeschaut. Mein Hunger treibt mich in die erste Taverne im Ort. Der Tag war sehr anstrengend, aber auch für mich war es ein absolutes, imposantes Highlight, welches man unbedingt gesehen haben sollte!

Diesen Blogeintrag konnte ich übrigens nicht von Uta verfassen lassen, sonst wäre ein Geschichtsbuch daraus geworden. Es gäbe natürlich noch viel viel mehr zu erzählen.

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Zurück an Bord treffe ich einen Entschluss: Wir werden früh morgens auslaufen und entweder Galaxidi oder Itea ansteuern, um von dort aus doch noch einen Ausflug ins sagenumwobene Delphi zu machen, damit Utas kultureller Hunger endlich gestillt wird ;-).

Noch im Dunkeln lösen wir die Leinen und laufen - etwas wehmütig - aus der Marina aus. Gegen Mittag wird es wieder sehr heiß und wir beschließen, eine Bucht für einen Badestop zu suchen. Ich entscheide mich für die nordwestlich gelegene Bucht der Ormos Anemokampi.

 

Wir haben die Bucht für uns alleine und nach einer obligatorischen Lotrunde fällt der Anker auf etwa 3 Meter Tiefe. Das Wasser ist herrlich klar und nach dem die Sonnenpersenning aufgespannt ist springt Uta schon ins Wasser. Sie taucht kurz nach dem Anker und schwimmt dann Richtung Kiesstrand.

 

Als sie nur noch wenige Meter von Land entfernt ist kreischt sie plötzlich laut los. "AAAAHHH da ist etwas - irgendwas Schwarzes - es war an meinem Bein!!!" und strampelt und schlägt dabei wild um sich. "Meine Herrn" denke ich mir "was ist denn jetzt schon wieder?". "AAAAAAAAA da war es schon wieder!!!!! HILFEEE! Kommst Du jetzt endlich???" "Jetzt komm doch lieber mal Du aus dem Wasser!" entgegne ich und Uta schwimmt zurück Richtung Badeplattform, nicht ohne sich ständig umzudrehen und nach dem Monster zu suchen. Als sie An Bord ist ist zittert sie am ganzen Körper. Ich muss lachen, denn ich glaube nicht an Monster im Golf von Korinth. Wir schauen zurück aufs Wasser. Es ist ruhig, klar und nichts ist zu sehen. "Was soll denn da sein?" meine ich und Uta grübelt, ob es eigentlich Muränen in Griechenland gibt.

"Ich blute!" meint sie und zeigt mir einen Mini-Kratzer am Bein. "Ich kratze mich wohl kaum selbst am Bein während ich schwimme!". Sie wirft mir natürlich vor, sie nicht gerettet zu haben. Nachdem Uta schon so manchen Actionfilm mit mir ertragen musste und wir Männer ja gerne Helden sind, fasse ich mir ein Herz, nehme die Taucherbrille mit und begebe mich auf die Jagd nach dem Ungeheuer.

Ich schnorchle Richtung Land. Zugegeben mit einigem Respekt. Ich drehe mich mehrfach um, um eine etwaige Attacke von hinten abwehren zu können. Als ich an die Stelle komme, muss ich innerlich doch laut lachen. Auf dem Grund liegt ein altes Autorad, daran befestigt eine alte, dreckige Schwimmleine, oben mit einem dicken Gummiruckdämpfer. An dem war sicher irgendwann mal eine  Boje für ein kleines Boot. Da die Boje fehlte, war das Teil über Wasser nicht mehr zu erkennen. Soso, damit hat Uta also gekämpft :-).

Wir chillen noch einige Zeit in der Bucht.

 

Als Uta später am Heck duscht, kommt schon wieder ein Ungeheuer direkt hinter der Badeplattform vorbeigeschwommen:

 

Später erfahren wir, dass diese absolut ungefährlich sind. Wir gehen Anker auf. Der Entschluss ist nun, Itea anzulaufen. Wir rechnen mit einer großen, modernen Marina. "Port of Entry" steht da im Hafenhandbuch. Nachdem wir zwischen den Untiefen vor Itea hindurchmanövriert sind, laufen wir in den Hafen ein. Am langen Steg an der Innenseite des Wellenbrechers liegen zwei Yachten. Als wir an der ersten Yacht vorbeifahren werden wir schon von der Crew der "Nancy" informiert: "Hier ist niemand, kein Wasser, kein Strom, macht einfach irgendwo da vorne fest. Braucht ihr Hilfe?". Wir verneinen und legen längsseits an. Um einen vergammelten, nicht funktionierenden Stromkasten legen wir die Springs.

 

Ich laufe gleich danach Richtung Bürogebäude, um mir selbst ein Bild zu machen. Alles ist zu, dreckig und auch die Dusch- und Toilettengebäude sind verschlossen.

Auf dem Rückweg rege mich doch etwas auf. Gerne hätte ich die Formalitäten ordentlich erledigt gehabt, da ich schließlich, um nach Delphi zu kommen, die SevenSeas einige Zeit alleine lassen muss. "Was ist eigentlich mit den Griechen los?" frage ich Uta "Hier geht ja gar nichts mehr!" Uta drückt mir zur Besänftigung das verspätete Anlegebier in die Hand. Gemeinsam machen wir uns anschließend auf den Weg, um im Ort wenigstens nach der Behörde der Hafenpolizei zu suchen.

Wir fragen uns durch und finden das etwas versteckte Büro im ersten Stock über einer Apotheke. Der Beamte ist alleine und scheint etwas übereifrig bemüht, uns alles recht zu machen. Er schiebt uns zwei Stühle hin und der Schreibkram beginnt. Im Büro ist es dank Klimaanlage sehr kühl, durch die offen stehende Balkontüre weht ab und zu ein warmes Lüftchen hinein...

Wir bezahlen 13,- € und werden ermahnt, vor dem Auslaufen nicht nochmal ins Marinaoffice zu gehen:"Just go!". Für mich hat die ganze Vorgehensweise ein wenig ein "Gschmäckle" (die Sache stinkt) aber vielleicht irre ich mich auch. Auf dem Rückweg erkundigen wir uns im Busbüro nach dem Abfahrtszeiten der Busse, anschließend kehren wir noch in eine Taverne an der Promenade ein und ruhen von dem ganzen Stress etwas aus. Die Preise hier sind weitaus niedriger als in Patras!

Auf dem Weg zum Boot kommen wir an einem Metzger vorbei, später gibt es an Bord gefüllte mexikanische Tortillas mit Hähnchenfleisch. Während wir im Cockpit den Tag ausklingen lassen, erwacht die Stadt. Jeder Bürger von Itea scheint abends einmal bis zum Molenkopf und zurück zu schlendern.

 

 

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Das Erste, das uns auffällt als wir erwachen ist: Es herrscht totale Stille. Herrlich! Kein Autolärm, nichts. Nur die Glöckchen der Ziegen, die sich irgendwo im Dickicht der Insel aufhalten, sind zu hören. Hier ist es wirklich friedlich. Was ein Glück, wurde der Hafen nie fertiggestellt. Und bei der Mentalität der Griechen wird er das auch so schnell nicht. Da es auf der Insel nämlich weder Kulturelles zu besichtigen gibt, noch einen gut ausgebauten Hafen, verirren sich weder Charterer noch Parttytouristen auf dieses schöne Fleckchen Erde. Scheinbar allein durch Mundpropaganda finden die ganzen Yachties hier her.

Nach dem Frühstück wollen wir zu Fuß die Insel erkunden. Am Steg kommen wir mit dem "Beluga"-Eigner und einem französichen Ehepaar ins Gespräch. In einem wirren Sprachgemisch aus Deutsch, Französisch und Englisch diskutieren wir das Woher und Wohin. Die französiche Crew der "Amarante" ist auf der Suche nach ruhigen Buchten und wir fangen an darüber nachzudenken, ob nicht ein Besuch in Delphi möglich wäre.

Wir erkundigen uns sowohl bei der "Amarante"-Crew als auch bei dem "Beluga"-Eigner nach den Wetterdaten. Beide haben sie Navtex, empfangen aber anstatt den griechischen nur türkische und italienische Wetterdaten. Olympia Radio hat wohl kein  Interesse daran, die in Griechenland Segelnden mit Wetterinfos zu versorgen, denn wir alle sind uns einig darüber, dass kein Mensch die Daten über Funk verstehen kann. Nicht einmal der Schotte in Patras, der ja doch der englischen Sprache mächtig ist, konnte den Sprecher von Olympia Radio verstehen. Vermutlich wurde auch sein Gehalt gekürzt, so dass er nun völlig gelangweilt und in einem viel zu schnellen Tempo die Wetterdaten herunternuschelt.

Nach dem langen Gespräch beginnt der Inselrundgang.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wieder zurück im Hafen sprechen wir an Bord der "Amarante" noch über deren Törn an der Südküste. Eine Hafenansteuerung beschreiben sie so: "You know this boat makes normally not more than 6 or 7 knots. Down the waves we had 17 knots!" "Wow, you were surfing?" meint Stephan. "Yes, yes it was quite sportiv" bestätigt Roseline. Sie überreichen uns noch eine Visitenkarte und geben uns einen griechischen Link mit verlässlicheren, lokalen Wetterdaten.

Im Hafenbecken waschen wir anschließend den Staub und Schweiß von uns ab und kehren erfrischt in der Otavia-Taverne ein. Hier verbringen wir den restlichen Tag bei freiem Internetzugang und kühlem Mythos. Wir beobachten das Kommen und Gehen des Wassertaxies, das zwischen der Insel und dem Festland pendelt. Die Familie der Taverne beschäftigt sich den ganzen Tag damit, einen Fisch nach dem anderen aus der Bucht zu angeln. Dies lockt natürlich viele hungrige Vögel, als auch Katzen an, die auf Reste spekulieren. Unser kleines Hafenkino.

 

 

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Nachdem wir in der "Marina" ankommen ruft ein anderer Bootseigner, um uns einen freien Platz anzubieten. Wir diskutieren kurz auf englisch bis seine Frau den Niedergang hoch kommt und meint: "Warum redet ihr nicht deutsch miteinander ?". "OK, können wir auch... :-)".

Wir gehen vor der Beluga - ebenfalls TO-Yacht - längsseits. Der Nachbar begrüßt uns und versorgt uns schon mit ersten Infos: Einen Hafenmeister oder dergleichen gäbe es nicht, da die Marina nie fertiggebaut wurde. Kein Wasser, kein Strom. Im Hafenbecken liegen ein paar gesunkene Schiffe und dies ist wohl ein Platz für zahlreiche "Yachties", die ihr Boot hier einfach längere Zeit liegen lassen. Man könne schön wandern und eine Inselrunde laufen, es gäbe ein paar Tavernen auf der anderen Seite und einen kleinen Strand am Ende der Marina.

Na, das klingt doch gut. Mir wird sofort klar, dass wir mindestens zwei Nächte bleiben werden. Wir sind jetzt schon im Golf von Korinth und unser Ziel ist keine 200 Meilen mehr entfernt, der Überführungsstress ist jetzt wohl endgültig vorbei!

Als wir unser Anlegebierchen genießen wollen, startet die riesige Motoryacht vor uns, offensichtlich um Strom nachzuladen,  ihren alten Diesel und qualmt uns gehörig ein. Schnell gehen wir von Bord und laufen ein wenig los.

Dieser Ort hat für mich einen besonderen Flair, hier liegen wirklich abgefahrene Schiffe, insbesondere solche, die sonstwo riesige Liegegebühren zahlen würden und die vielleicht nicht mehr so wertvoll sind. Z.B. riesige Stahlyachten, denen man ansieht, dass sie sicher schon zigmal um die Welt sind, Eigenbau-Katamarane allerdings auch zwei riesige, nagelneue AMEL-Yachten. Zahlreiche, eigentlich schöne Fahrtenschiffe, vergammeln aber schlichtweg. Eine alte Contest liegt völlig verwahrlost in einer Ecke, als Fender dienen, wie häufig zu sehen, Autoreifen. Mitten im Hafenbecken liegt eine große, gesunkene Ketsch auf der Seite.

Wir laufen weiter, an ein paar Gänsen vorbei, daneben wilde Katzen, dann an einem Haus vorbei, an dem auf der Terrasse ein riesiger TO-Stander hängt. Durch eine kleine Gasse kommen wir in den Ort, der aus wenigen Häusern und ein paar Tavernen besteht.

Später sitzen wir eine ganze Weile hinter der Kirche auf einer Bank, starren aufs Wasser und genießen die Ruhe.

Anschließend treibt uns der Hunger in die erste Taverne. Uta gönnt sich gebackene Auberginen und ich mir Souvlaki, vorweg gibts natürlich eine große Portion Tzaziki für jeden und ein großes Mythos-Bier im eisgekühlten Krug. Vor uns schaukeln kleine, buntbemalte Fischerboote und wir wissen schon jetzt, daß wir hier eigentlich gar nicht mehr weg wollen....

Zurück am Schiff gehen wir zunächst etwas ums Boot herum schwimmen, trinken danch Ouzo und legen uns früh in die Koje. Zur Mückenabwehr haben wir mittlerweile eine schlichte Technik entwickelt: Alles wird zu gemacht und die Lüftung der Standheizung eingeschaltet. Gegen später  schalte ich diese meist noch ab und öffne ein Luk. Funktioniert wunderbar.

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